2026-09-10T11:51:54.263Z

Allgemeines

Lendersdorf dreht im Derby auf, Langerwehe gewinnt in Arnoldsweiler

Bezirksliga 3: Alemannia Lendersdorf entscheidet das Derby in Kreuzau klar für sich. Birkesdorf und Langerwehe setzen sich jeweils knapp durch.

von Aachener Zeitung · 31.08.2026, 12:39 Uhr · 0 Leser
Kaum aufzuhalten: Alemannia Lendersdorf (in Rot) hat beim Kreuzauer SC einen Sieg eingefahren.
Kaum aufzuhalten: Alemannia Lendersdorf (in Rot) hat beim Kreuzauer SC einen Sieg eingefahren. – Foto: Danielle Schall-Langfort

Der erste Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Staffel drei ist absolviert. Aus Kreisdürener Sicht gab es drei Sieger und drei Verlierer.

Nervös oder überheblich?

Viktoria Birkesdorf tat sich zu Hause gegen den VfVuJ Winden schwer und mühte sich zu einem 2:1-Sieg. „Wir haben nicht so performt wie in der Vorbereitung. Ich weiß nicht, ob es Nervosität oder leichte Überheblichkeit war. So dürfen wir nicht dauerhaft auftreten“, war Birkesdorfs Trainer Dario Paradiso mit dem Auftritt weniger zufrieden. Dafür stimmte aber das Ergebnis.

Genau andersherum lief es aus Sicht der Windener. Hier sah Co-Trainer Marco Lennartz Klöcker eine Leistung seines Teams, die einen Punkt verdient gehabt hätte. Hinten verteidigte man gut, vorne war aber mehrfach bei Jan Strauch, Keeper der Viktoria, Endstation.

Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte ein Standard Birkesdorf in Führung. Einen Freistoß von Inan Sengül nickte Xlelal Kurtaliqi ein (55.). Lange freuen konnte sich Birkesdorf darüber aber nicht. Drei Minuten später köpfte Benedict Pennartz nach einer Ecke den Ausgleich (58.). Für den Siegtreffer war Birkesdorfs Jonas Schneider verantwortlich. Marc Wollersheim scheiterte mit seinem Abschluss am Pfosten, der eingewechselte Schneider staubte erfolgreich ab (77.).

Ebenfalls mit 2:1 gewann der TuS Langerwehe bei Viktoria Arnoldsweiler. Im hohen Gras von Arnoldsweiler tat sich der TuS sehr schwer, wie Coach Tim Krumpen zugab: „Wir haben zwar das Spiel gemacht, waren aber nicht zwingend genug. Wir hatten nicht unseren besten Tag, und Arnoldsweiler hat das ordentlich gemacht.“

Auf der anderen Seite war Arnoldsweilers Coach Dirk Kalkbrenner nicht glücklich: „Hätte man mir vorher gesagt, dass wir die Partie so lange offen halten, hätte ich das sofort mitgenommen. Aber wir waren nicht die schlechtere Mannschaft und hätten einen Punkt verdient gehabt.“

Mit einem verwandelten Foulelfmeter ging die Heimelf durch Lukas Vilz in Führung (30.). Großer Wendepunkt war die Rote Karte für Arnoldsweilers Raschid Zaalouki (45.). Für Coach Kalkbrenner völlig unverständlich, dass der Schiedsrichter – aus seiner Sicht nach einem Pressschlag – Rot zückte. TuS-Trainer Krumpen sah ein Foulspiel, hätte dieses aber nicht mit einem Platzverweis geahndet. Dafür wurde aus seiner Sicht ein klares Nachtreten gegen Langerwehes Luca Gehlen zuvor nicht sanktioniert.

Langerwehe nutzt die Überzahl

Das Überzahlspiel kam Langerwehe jedenfalls sehr gelegen. Der TuS stellte auf Dreierkette um, und spät in Halbzeit zwei wurde die Partie gedreht. Luca Michalke (77.) und Sascha Schoenen (78.) trafen.

Im dritten Lokalduell zwischen dem SC Kreuzau und Alemannia Lendersdorf setzten sich die Gäste mit 3:1 durch. „Über 90 Minuten war es kein unverdienter Sieg“, freute sich Alemannen-Trainer Christopher Kall nach Spielende.

Lendersdorf ging früh durch Tobias Frohn in Führung (7.). Nach einem sehr passiven Start – Kreuzau kam nicht ins Pressing – wurde es in der zweiten Hälfte von Abschnitt eins für den SC deutlich besser. Die Heimelf konnte Lendersdorf mehr unter Druck setzen. Ein 1:1 kam aber nicht zu Stande. Den besten Abschluss hatte Nico Schroeteler, welchen Alemannia-Torwart Philipp Kabil an den Pfosten lenkte. Ein Tor von Florian Wirtz wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

In Abschnitt zwei gab es früh zehn torreiche Minuten. Niclas Mandelartz setzte sich in einem Laufduell durch und erhöhte auf 2:0 (50.). Aus einem schier unmöglichen Winkel verkürzte Jannis Becker für Kreuzau auf 1:2 (55.). „Dann kriegen wir viel zu schnell das 1:3“, sah Kreuzaus Trainer Olaf Ramm – neben dem nicht gegebenen Tor von Wirtz – den Knackpunkt der Partie. Erneut war Frohn für Lendersdorf erfolgreich (59.).

Risiko wird nicht belohnt

Kreuzau ging danach „All in“. Ramm beorderte Abwehrspieler Jannis Becker nach vorne und machte hinten auf. Trainer Kall hätte viel verwettet, dass auf irgendeiner Seite noch ein Tor fallen würde. Zu seiner Überraschung passierte dies aber nicht.

Dieser Artikel kommt von unserem Partner Aachener Zeitung. Noch mehr spannende Portraits, Reportagen, Livesstreams, Interviews und Analysen zu deinen Lieblingsteams in der Region findest du auf http://www.aachener-zeitung.de