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Lena Zaindl holt mit 21 Toren zum fünften Mal die Torjägerinnenkanone

Frauen-Kreisliga

von Pauline Zapp · Heute, 14:35 Uhr · 0 Leser
Unterbrucks Lena Zaindl
Unterbrucks Lena Zaindl – Foto: Zapp
Die Stürmerin des FCA Unterbruck sichert sich erneut die Torjägerinnenkanone in der Frauen-Kreisliga. Dabei begann die Saison mit hohen Hürden.

Sie hat es schon wieder getan: Mit 21 Toren sicherte sich Lena Zaindl vom FCA Unterbruck zum fünften Mal in Folge die Torjägerinnenkanone in der Frauen-Kreisliga. Und das, obwohl die Saison für die 25-Jährige denkbar schlecht begonnen hat.

Zum Ende der vergangenen Saison zog sich die FCA-Kapitänin eine Innenband- und Meniskusverletzung zu, sogar eine OP stand im Raum. „Ich wusste nicht, ob ich in dieser Saison überhaupt wieder auf dem Platz stehen kann“, erzählt Zaindl. „Da ist der Gedanke an die Torschützinnenliste erst einmal ganz weit weg.“ Da die Physiotherapie gut anschlug, feierte die Stürmerin bereits am dritten Spieltag ihr Comeback. „Ich war einfach unfassbar glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen“, erinnert sie sich. Schon bei ihrem zweiten Kurzeinsatz klappte es auch wieder mit dem Toreschießen: Beim 2:2 gegen die SG Freising United erzielte Zaindl die zwischenzeitliche 2:1-Führung.

In den restlichen 13 Partien ließ die Stürmerin 20 Buden folgen. Um die Torjägerinnenkanone lieferte sie sich ein packendes Duell mit Gina Peter vom SV Geroldshausen. „Zur Winterpause hatte ich noch fünf oder sechs Tore Rückstand. Ich hatte den Titel eigentlich abgeschrieben“, sagt Zaindl. Im Laufe der Saison holte sie aber immer weiter auf, auswärts bei der ST Scheyern gelang ihr sogar ein Viererpack. Dank ihrer drei Treffer am letzten Spieltag überholte Zaindl ihre Kontrahentin auf den allerletzten Metern.

Schon in der Vorsaison trennten die beiden nur ein Tor. „Für mich wäre es auch fein gewesen, wenn wir am Ende beide gleich viele Tore gehabt hätten“, so die 25-Jährige. Natürlich freue sie sich aber, zum fünften Mal in Folge ganz oben zu stehen. „Vor allem die Mannschaft fiebert da immer mit.“

Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, bei denen jeder Torschützenkönig ab der Kreisliga neben einer Torjägerkanone auch noch 15 Kästen Bier erhält, bekommt Zaindl für ihre herausragende Leistung gar nichts. „Nur die beste Torschützin aus allen Kreisligen darf sich darüber freuen“, weiß sie. Da in anderen Kreisligen aber teils mehr Mannschaften spielen, es also mehr Spiele gibt, sei dieser Vergleich alles andere als fair. Dabei geht es der Stürmerin gar nicht um etwas Materielles, wie sie betont. „Eine Mail vom BFV oder eine Urkunde wären aber schon schön.“

Nichtsdestotrotz wird Zaindl auch in der kommenden Spielzeit wieder angreifen. „Ich will an diese Saison anknüpfen und vor allem verletzungsfrei bleiben“, erzählt sie. Auch mit dem FCA Unterbruck möchte sie den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Trotz der vielen personellen Veränderungen habe man nämlich eine gute Saison gespielt, auch wenn es in der Abschlusstabelle letztlich nur für Platz vier reichte. „Gerade in der Rückrunde sind wir spielerisch immer stärker geworden“, erzählt sie. Trifft die Goalgetterin weiterhin so verlässlich, dürfte es nächstes Jahr noch weiter nach oben gehen.