
Rot-Weiß Oberhausen hat beim SV Haldern die nächste Runde des Niederrheinpokals erreicht. Beim vier Ligen tiefer spielenden A-Ligisten setzte sich der Spitzenreiter der Regionalliga West durch Treffer von Travis de Jong (32.), Sergio Terranova (57.) und Burinyuy Nyuydine (74.) mit 3:0 durch. Nach einer ersten Hälfte, in der die Gastgeber mehrfach gefährlich vor das Oberhausener Tor gekommen waren, sorgten die Kleeblätter nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse
RWO-Trainer Sebastian Gunkel hatte seine Startelf gegenüber dem 2:1 gegen den SV Rödinghausen auf acht Positionen verändert. Lediglich Torhüter Nicolas Glaus, Kerem Yalcin und Luca Schlax begannen erneut.
Die Gäste übernahmen sofort die Spielgestaltung, fanden gegen die kompakt verteidigende Mannschaft von Jürgen Stratmann zunächst aber kaum Lücken. Haldern setzte dagegen früh auf lange Bälle in die Spitze und die Geschwindigkeit von Veit Boßmann. Dessen erster Abschluss von der rechten Strafraumseite stellte Glaus noch vor keine größeren Probleme (6.).
Auf der anderen Seite prüfte Alexander Mühling den Halderner Schlussmann Nils Schweckhorst mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (10.). Die erste große Gelegenheit zur Führung gehörte allerdings dem Außenseiter: Boßmann enteilte nach einem Zuspiel in die Tiefe seinen Bewachern und lief frei auf Glaus zu. Der Torhüter machte sich breit und wehrte ab. Unmittelbar danach lenkte er auch einen Distanzschuss über die Latte (14.).
Wie gefährlich RWO selbst werden konnte, zeigte sich nach einer Ecke. Haldern bekam den Ball nicht geklärt, Travis de Jong reagierte schnell und traf im Rückwärtsfallen mit einem wuchtigen Abschluss den Querbalken (19.).
Trotz der Oberhausener Ballbesitzvorteile blieb die Partie offen. Immer wieder suchten die Gastgeber Boßmann, der die weit aufgerückte Abwehr beschäftigte. Bei einem weiteren Antritt zwischen mehreren Gegenspielern verhinderte lediglich ein unsauberer letzter Ballkontakt die nächste gefährliche Situation (30.).
Dann schlug der Favorit zu. Ein langer Ball von RWO sorgte für Unordnung bei den Hausherren, die die Situation nicht vollends bereinigen konnte. De Jong nutzte die Gelegenheit und traf platziert ins Eck (32.).
Sicherheit brachte die Führung den Gästen allerdings nur bedingt. Zwar ließ RWO den Ball weiter durch die eigenen Reihen laufen, doch kurz vor der Pause musste erneut Glaus eingreifen. Boßmann nahm Justus Henke auf der rechten Seite den Ball ab, drang bis zur Grundlinie vor und legte für Tim Gebbing zurück. Dessen Abschluss parierte der Oberhausener Keeper und bewahrte seine Mannschaft damit vor dem Ausgleich (41.).
Zur Pause wechselte Gunkel dreifach: Lucas Halangk, Max Meyer und Nyuydine kamen für Mühling, Yannik Möker und Schlax. Haldern tauschte den Torhüter, Nico Hakvoort übernahm für Schweckhorst.
Im zweiten Durchgang kontrollierte Oberhausen die Begegnung zunehmend. Die Gäste drängten Haldern tief in die eigene Hälfte und unterbanden nun auch die Gegenangriffe, die vor der Pause noch für Probleme gesorgt hatten. Boßmann konnte sich kaum noch in Szene setzen.
Nachdem Terranova ein Zuspiel in aussichtsreicher Position zunächst nicht hatte kontrollieren können (54.), belohnte sich der Angreifer wenig später für sein Startelfdebüt. Nyuydine schickte Hasan Onur, dessen Hereingabe Terranova im Zentrum aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (57.).
RWO erspielte sich weitere Möglichkeiten. Onur traf nach einer Flanke von Nyuydine am zweiten Pfosten nur das Außennetz (60.). Der eingewechselte Arda Süne zog von links nach innen und schlenzte den Ball knapp am rechten oberen Eck vorbei (68.).
Schließlich war Süne an der Entscheidung beteiligt: Seine Hereingabe gelangte in den Rückraum zu Nyuydine, dessen Abschluss den Weg an Hakvoort vorbei ins Tor fand (74.). Bei einem weiteren Versuch des Oberhauseners hielt der Halderner Schlussmann sicher (80.)
In der Schlussphase trudelte die Begegnung immer mehr aus. RWO schien sich mit dem Ergebnis zufrieden zu geben, Haldern ebenso. So geriet der Regionalligist trotz dürftigen ersten 45 Minuten schlussendlich nicht mehr ins große Zittern um den Einzug ins Achtelfinale.