
Am 12. Spieltag der Oberliga Westfalen trennten sich die Tabellennachbarn SV Lippstadt und Westfalia Rhynern am Freitagabend unter Flutlicht vor 605 Zuschauern mit einem leistungsgerechten 0:0. Dabei erspielte sich in der ersten Hälfte der Gast die besseren Chancen, während die zweite Hälfte ein purer Abnutzungskampf war.
Vor heimischer Kulisse war es der SV Lippstadt, dem die ersten guten Vorstöße gelungen waren. Die Spielanteile waren ungefähr gleichmäßig verteilt. Im Laufe der Partie baute der Gastgeber etwas ab und ließ Rhynern immer besser ins Spiel kommen. Trotz einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte, hatte der Gast ein kleines Chancenplus zu verzeichnen gehabt. Gute Gelegenheiten ließen Karyagdi per Kopf(16.), Baya Baya im Eins gegen Eins(28.) und Jonah Wagner mit einem Schuss aus der zweiten Reihe(36.) aus, die allesamt am formstarken Luca Beermann scheiterten. "Es gab Chancen auf beiden Seiten. Es sind zwei gute Teams aufeinander getroffen."kommentierte Lippstadt Coach den ersten Durchgang.
Dreierkette der Gäste nur schwer zu knacken
Auf Lippstädter Seite vergab Muja eine Riesenmöglichkeit nach einem Zuspiel von Sansar(30.). "Da hatten wir das Glück auf unserer Seite. Da hätte es gut und gerne auch 1:0 für den SV Lippstadt stehen können" musste Rhynerns Coach bei der Aktion erstmal tief durchatmen. Trotz mehrerer Angriffsversuche, einem engagierten Auftritt fehlte offensiv die Durchschlagskraft. Ein wichtiger Faktor für die defensive Sicherheit bei Rhynern war die starke Dreierkette in der Abwehr um Schubert, Ratz und Wiese, die viele Zweikämpfe für sich entschieden haben und so zu einer wichtigen Stabilität im Spiel beitrugen.
Mehr Kampf, weniger Torraumszenen bekamen die Zuschauer im zweiten Durchgang geboten. Lange Zeit ließ die felsenfeste Abwehr der Westfalia überhaupt nichts anbrennen, nur einmal wurde es gefährlich, als Kohl aus der Not gedrungen es einfach mal mit einem Distanzschuss versuchte und dabei an Schlussmann Balkenhoff scheiterte(75.)
Ansonsten passierte kaum mehr was gefährlichen in den Strafräumen, wenn dann war Luca Beermann zur Stelle oder die Abwehrreihen erledigten einen soliden Job. "In so einem Spiel geht es dann auch mal einfach darum, die Kleinigkeiten auf seine Seite zu ziehen. Das haben wir heute verpasst"so der Trainer von Lippstadt.
Abnutzungskampf im Mittelfeld
Im Ballbesitz spielten es die Hausherren oft zu umständlich, konnten den Ball kaum über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen halten, wobei auch Rhynern nur selten über längere Ballbesitzphasen verfügte. In der Vorwärtsbewegung war meist noch vor dem Strafraum Schluss. Gekämpft wurde um jeden Meter, dabei spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab, wo sich beide Mannschaften neutralisierten.
"Es ist am Ende eine gerechte Punkteteilung"
Eine kleine Drangphase der Westfalia, mit mehreren Ecken brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die einzigen guten Möglichkeiten der Gäste gingen auf das Konto von Karyagdi. Erst verfehlte er nach einer Freistoßflanke von Seber den Kasten mit dem Hinterkopf(55.), später wehrte Beermann noch einen Schuss aus halbrechter Position dessen Offensivmann ab(82.). Offensiv kam Lippstadt nur selten zur Entfaltung, womit man mit dem 0:0 am Ende gut leben kann. "Es ist dann irgendwo auch ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften haben sich auf Augenhöhe bewegt. Es war schon ein gutes Spiel auf einem hohen Niveau. Letztlich gehe ich nicht unzufrieden nach Hause, weil meine Jungs sich in jedes Duell hineingeworfen haben. Wir können und müssen mit dem Punkt leben"betrachtete Trainer Bechtold die Punkteteilung in einem kämpferischen Spiel als angemessen.
Westfalia Rhynern Trainer Tobias Langner war zufrieden mit dem Punktgewinn:
"Uns hat die Konsequenz im letzten Drittel gefehlt. Auch wenn es eine chancenarme Partie war, können wir mit unserer Leistung zufrieden sein. Es war am Ende aufgrund des Platzes und den Bedingungen in der Jahreszeit nicht mehr ganz so einfach gewesen."
