
Relativ still und leise hat sich Marcel Taboga vom FC Julbach-Kirchdorf verabschiedet. Nach eineinhalbjähriger Spielertrainertätigkeit hat der ehemalige Landesliga-Fußballer bereits in der Winterpause seinen Posten beim derzeitigen Rangsiebten der Kreisklasse Pfarrkirchen niedergelegt. Osmann Akkan, der seit dem vergangenen Sommer gemeinsam mit Taboga eine Doppelspitze bildete, ist seither alleiniger Chefanweiser.
"Mein Sohn spielt seit letzten Sommer im Nachwuchs von Wacker Burghausen. Er hat dort unter anderem drei Trainingseinheiten und an den Wochenenden oft zwei Spiele bzw. Turniere. Dementsprechend groß ist der Fahr- und Zeitaufwand, zudem möchte ich als Vater natürlich so oft wie möglich dabei sein. Vor der Saison hatte ich bereits gegenüber dem FC Julbach-Kirchdorf kommuniziert, dass es schwierig wird, zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen. Nach reiflicher Überlegung bin ich im Winter zu dem Entschluss gekommen, mein Traineramt schweren Herzens abgegeben. Für den Zeitpunkt hat sicherlich auch der Tabellenstand - in beide Richtungen wird nichts mehr passieren - eine kleine Rolle gespielt. Wenn wir noch im Auf- oder Abstiegsrennen gewesen wären, hätte ich die paar Monate wohl noch durchgezogen“, informiert Marcel Taboga, der auch seine Fußballschuhe an den berühmten Nagel gehängt hat.
"Ich durfte in den mehr als eineinhalb Jahrzehnten im Herrenbereich viele Highlights erleben, hatte etliche tolle Mitspieler und ein paar richtig gute Trainer. Irgendwann ist es aber gut und bei mir ist jetzt genau dieser Zeitpunkt gekommen“, sagt der Offensiv-Allrounder, der mit der TuS Pfarrkirchen 2017 Bezirksliga-Meister wurde. Als spielender Chefanweiser feierte Taboga vor allem mit dem DJK-SV Wittibreut bemerkenswerte Erfolge. 2019 schaffte der Dorfklub den erstmaligen Sprung in die Kreisliga. Ob Marcel Taboga auf Sicht wieder als Übungsleiter aktiv sein wird, steht in den Sternen: "Ich möchte das nicht ausschließen, zumal mir der Trainerjob stets viel Spaß gemacht hat. Aktuell ist das aber aus den genannten Gründen kein Thema. Ich weiß allerdings nicht, was in zwei oder drei Jahren sein wird."