
Fabio Torsiello traf im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken zum zweiten Mal für SpVgg Unterhaching – und könnte noch ganz wichtig im Abstiegskampf werden.
Unterhaching – Bei dem Nachnamen sind Wortspiele kaum zu vermeiden. Fabio Tor(siello) traf auch gegen den 1. FC Saarbrücken und beschert der SpVgg Unterhaching den ersten 3. Liga-Sieg seit Anfang September.
Bitte wer, dürften sich viele Hachinger gefragt haben, als der Verein Ende Januar seine zwei neuen Leih-Angreifer Leander Popp und Fabio Torsiello vorstellte. Mittlerweile kennen die Fans die Trikots mit den Nummern 29 (Popp) und 17 (Torsiello). Torsiello, auf Leihbasis vom SV Darmstadt in Unterhaching, startete in jedem der vier Pflichtspiele seit seiner Ankunft – und gehörte im Spiel gegen Saarbrücken erneut zu den besten Hachinger Akteuren.
Es lief die 42. Spielminute im Uhlsport-Park als Torsiello einen Ball von Skarlatidis auf dem linken Flügel in Empfang nahm. Was folgt, lässt Erinnerungen an Arjen Robben hochkommen. Torsiello dribbelte auf die Abwehrkette der Saarbrücker zu, zog nach innen und schlenzte den Ball in die lange Ecke. Keine Abwehrchance für FCS-Keeper Phillip Menzel. „Als Stürmer hast du es im Blut, einfach mal zu schießen“, sagt Torsiello im Interview mit MagentaSport.
Auch im weiteren Spielverlauf startete jede torgefährliche Aktion der Spielvereinigung über Torsiellos rechte Offensivseite. Die Saarbrücker Defensive war immer wieder mit den Ein-Mann-Kontern des 20-Jährigen beschäftigt – und stoppte ihn dabei nur selten.

Mit dem Tor gegen die Saarländer steigt Torsiello nach gerade mal vier Einsätze in die Top fünf der Hachinger Torschützenliste auf. Schon im Spiel bei Tabellennachbar Essen vergangene Woche avancierte der Angreifer per Traumtor nach einem Freistoß zum Matchwinner.
Auch Offensivpartner Popp konnte im Spiel gegen Saarbrücken immer wieder offensive Nadelstiche setzen. Der von Fürth ausgeliehene Angreifer kommt, anders als Torsiello der zusammen mit Luc Ihorst im Doppelsturm spielt, vermehrt über den linken Flügel. Auch Popp spielte in jedem der Spiele seit seiner Ankunft von Beginn an – und gehört mit Torsiello zu den Lichtgestalten in einer zuvor trägen Hachinger Offensive. (Tobias Höllrich)