Die Anfangsphase wirkte zunächst sehr ausgeglichen, wobei sich die Hausherren ein leichtes Übergewicht erspielen konnten. In der 12. Spielminute überlief Schlöffel die Defensive der Gäste sowie den herauskommenden Keeper und markierte mit seinem 30. Saisontor das 1:0. Alles schien nach Plan zu laufen und die Weichen Richtung Platz 1 schienen gestellt zu sein.
Doch nach etwa 25 Minuten erhöhten die Gäste den Druck deutlich. Die Defensive der Hausherren wirkte zunehmend nervös, individuelle Fehler schlichen sich immer häufiger ein. In der 30. Minute belohnte sich Witterda folgerichtig mit dem 1:1-Ausgleich.
Eigentlich hätte dieser Treffer ein Weckruf für die Gastgeber sein müssen, doch dieser blieb komplett aus. Bereits eine Minute später traf Leihspieler Dam aus der 1. Mannschaft von Witterda (KOL) zum 1:2, wobei die Defensive des SV Schmira erneut nicht gut aussah. In der 34. Minute krönte I. Scharf seinen rabenschwarzen Tag dann auch noch mit einem unglücklichen Eigentor zum 1:3-Pausenstand.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es dann regelrecht unfassbar. Es schien, als wäre die halbe Mannschaft der Hausherren in der Kabine geblieben. Erneut war es Dam, der binnen sechs Minuten gleich dreifach zuschlug und in der 47., 49. und 51. Minute auf 1:6 stellte. Die Vorlagen bekamen die Gäste dabei beinahe auf dem Silbertablett serviert. Die Fehler begannen bereits im Spielaufbau, mit zu laschen und ungenauen Pässen.
In der 60. Minute holte A. Scharf dann völlig unnötig einen Gegenspieler im Strafraum von den Beinen. Glück für ihn, dass er dafür keine Verwarnung sah. Die Folge war dennoch ein berechtigter Strafstoß für die Gäste. Krysmanski verwandelte diesen zum 1:7, auch wenn Schlussmann C. Kolbe noch dran war und der Ball mit etwas Pech trotzdem im Netz landete.
In der 63. Minute wurde es dann flipperähnlich im gegnerischen Strafraum. Nach gleich mehreren Anläufen war es schließlich Schlöffel, der per „Wembley-Tor“ zum 2:7-Endstand einschob.
Fazit:
Ein 2:7 in einem Spitzenspiel kam in dieser Deutlichkeit völlig unerwartet. Am Ende muss sich jeder beim SV Schmira die Frage stellen, woran es gelegen hat. Nun heißt es, das Spiel schnell abzuhaken und den Blick auf den nächsten Kracher zu richten: Am kommenden Wochenende empfangen die Schmiraer den Tabellennachbarn FC Turbine Erfurt aus Möbisburg.