2025-12-03T05:51:34.672Z

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Fußball Kreisliga Oberpframmern  (rot) von links Florian Lechner , Niclas Wastian , Dominic Ritter von Weinzierl
Fußball Kreisliga Oberpframmern (rot) von links Florian Lechner , Niclas Wastian , Dominic Ritter von Weinzierl – Foto: Sro

Lehrbuchkonter Richtung Meisterschaft – Fortuna geht unter

Kreisliga 3

FC Anzing feiert einen Auswärtserfolg. Oberpframmern bestrafte Zamdorf. Der TSV Ebersberg entscheidet das Duell der beiden aussichtsreichsten Titelanwärter.

Mit einem deutlichen 6:0-Auswärtserfolg beim designierten Absteiger Fortuna Unterhaching schaffte der FC Anzing-Parsdorf den dritten Sieg in Folge und verliert die Abstiegsränge langsam aus den Augen. Mit acht Zählern Vorsprung bei noch sechs ausstehenden Partien kann die Mannschaft von Trainer Peter Beierkuhnlein beruhigt in die Osterpause gehen. „Schaut gut aus“, kommentierte Abteilungsleiter Peter Rauch die Lage kurz und knackig.

Dabei sprach Rauch dem Kontrahenten keineswegs die Bemühungen um eine ordentliche Verabschiedung aus der Liga ab. „Aber wir haben die Nachlässigkeiten des Gegners gut ausgenutzt.“ Zusammen mit einem starken Schlussmann Nico Guba reichte dies für sechs eigene und null Hachinger Treffer. Als Torschützen traten Leon Nitschke (10.), Peter Rauch (33., 39), Marco Helmich (62., 76) und Valentin Pumm (64.) in Erscheinung. Nach der Partie schaute die komplette Mannschaft noch beim Spitzenspiel in Haidhausen gegen Ebersberg vorbei.

„Das Quäntchen Glück war heute auf unserer Seite“, gestand Oberpframmerns Spielertrainer Florian Lechner nach dem 3:2-Sieg gegen den SV Zamdorf. In der 87. Minute sorgten nämlich die beiden Einwechselspieler mit einem Lucky Punch noch für den Sieg. Lukas Valbert und Emanuel Lutz, beide zunächst angeschlagen auf der Bank, produzierten gemeinsam das 3:2. Lutz brachte die Flanke von Valbert am zweiten Pfosten im Zamdorfer Tor unter. Sehr zur Freude ihres Trainers: „Umso schöner, wenn man dann doch noch als Sieger vom Spielfeld geht.“

Die Leistung seiner Mannschaft sei aber „nicht gut“ gewesen, betonte Florian Lechner, vor allem die zweite Halbzeit geriet reichlich zerfahren. Nach der 2:1-Pausenführung durch einen Drehschuss von Luis Oberneder (25.) und den erfolgreichen Abschluss von Stefan Lechner (44.) bei einem Gegentreffer von Moritz Bösl (35.) glich Zamdorf in der 62. Minute durch Leonard Evertz erneut aus. Evertz vergab dann sogar die klare Gästechance zum 2:3, Oberpframmern bestrafte dies dann spät.

Vier Spieltage vor Saisonende hat der TSV Ebersberg seinen Vorsprung im Tableau der Kreisliga 3 (München) auf acht Zähler ausgebaut. Dass der Siegtreffer im Duell der beiden aussichtsreichsten Titelanwärter erst in der Nachspielzeit fiel, war aus Sicht von Coach Michael Hieber nicht nur Fortuna zuzuschreiben: „Glück muss man sich auch erarbeiten“, so der Chef-Eber. Womit auch Moritz Eglseder gemeint war, der die Ebersberger in Haidhausen früh in Führung brachte, als er nach gutem Zuspiel von Max Volkmann auf und davon ging und das 0:1 markierte (4.).

„Danach war mein Blutdruck nicht mehr ganz so hoch“, sagte Michael Hieber, dessen Fingernägel dafpr nach dem Topspiel dringend eine Maniküre benötigt haben dürften. Dabei waren die Ebersberger mit der Einstellung ins Spiel gegangen, „alles kann, nichts muss. Schließlich war es Haidhausen, das unter Zugzwang stand und unbedingt den Dreier holen musste.“ So durften sich die rund 200 Zuschauer an der St.-Martin-Straße an einem „sehr, sehr guten Spiel von beiden Seiten“ erfreuen, wie Hieber erklärte.

„Haidhausen hat uns in der Defensive vor einige Aufgaben gestellt.“

Eber-Coach Michael Hieber

Dass der Ausgleich der Münchner (12.) etwas glücklich, aber trotzdem verdient war, wollte er nicht in Abrede stellen. „Haidhausen hat uns in der Defensive vor einige Aufgaben gestellt“, so der Eber-Coach. In der Pause habe er sein Team nochmal darauf eingeschworen, dass man in der komfortablen Situation sei, dass der Druck auf Seiten der Münchner liege. Entsprechend locker, aber konzentriert wurde die zweite Halbzeit angegangen. Mit einem feinen Füßchen von Ägidius Wieser, der einen Freistoß zum 2:1 für Ebersberg versenkte (69.) und sich dafür bei Manuel Markio bedankte, der für das Üben der Standards zuständig ist.

Ein Kommunikationsfehler zwischen Keeper Marinus Pohl und Simon Wiener ermöglichte Haidhausen den erneuten Ausgleich (76.). Der Gastgeber warf nun alles nach vorne – den längeren Atem bewiesen aber die Gäste. „Ein Konter wie aus dem Lehrbuch über drei Stationen“, so Michael Hieber, brachte schließlich die Entscheidung. Im Duell Eins-gegen-Eins mit dem SpVgg-Keeper blieb Thomas Grünwald Sieger und netzte zum 3:2 für Ebersberg ein (90.+4). Den Kreisstädtern dürfte die Meisterschaft nun kaum mehr zu nehmen sein.

Aufrufe: 014.4.2025, 08:30 Uhr
Wolfgang HerfortAutor