
Der SV Frickenhofen steht in der Kreisliga B1 Ostwürttemberg auf dem zehnten Tabellenplatz. Thomas „The GOAT on tour“ Nast, der für die Presse und Medien im Verein zuständig ist, blickt zurück und auch nach vorne.
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Wie zufrieden seid ihr mit dem bisherigen Saisonverlauf?
Ich als größter Kritiker hole weit aus und fange mal bei null, mit der Pokalrunde an. In dieser Runde startete man mit einem Pflichtsieg gegen Böbingen II. In der nächsten Runde konnte man mit einem Sieg über den A-Ligist Alfdorf/Hintersteinenberg ein Ausrufezeichen setzen. Da dachte man, dass die Jungs richtig auf das, was noch kommt, eingestellt sind. Doch der Fall kam dann direkt beim Rundenauftakt gegen Lindach, wo man auch aufgrund vieler Urlauber nach allen Regeln des Spiels an die Wand gespielt wurde! Es folgte eine Leistungssteigerung gegen Weiler i.d. Bergen, bevor man sich nach einer überragenden geschlossenen Leistung gegen den Bezirksligisten aus Hofherrnweiler nach 90 Minuten im Pokal geschlagen geben musste. Hier konnte das Team jedoch 70 Minuten lang sehr gut mithalten, konnte jedoch eigene Chancen zur Führung und zum Ausgleich nicht verwerten. Man verlor zwar deutlich mit 4:0, aber man bekam Lob aus allen Ecken der Region, es dem Gegner sehr schwer gemacht zu haben.
Mit diesem Motivationsschub ging man in die Partie gegen die Zweite vom Landesligist Bargau und wieder wurde den Jungs bei einer 8:2 Klatsche am Ende deutlich gemacht, dass die B1 kein Zuckerschlecken ist. Das erschreckende daran war, dass man von einem Spiel aufs andere das Fußballspielen verlernt hatte. Gegen Leinzell, welche sich im Laufe der Saison abgemeldet haben, schoss man sich mit einem 11:0 den Kopf frei. So dachte man zumindest, bevor man ideenlos gegen TSK Gmünd 2:1 verlor. Den Stempel drückte dann nur eine Woche später der Ligaprimus TSB Gmünd mit 8:1 drauf. Nun sollte sich etwas ändern, um nicht vollends die Schießbude der Liga zu werden. Es folgte ein deutlicher Sieg gegen Straßdorf II und ein 4:3 Auswärtssieg mit "Willenskraft wie ein Wolf" und Leidenschaft gegen Rechberg. Noch ein leistungsstarker und ansehnlicher Auftritt folgte gegen Waldstetten II, wo man sich leider am Ende mit 4:3 geschlagen geben musste.
Daran hielt man nun fest und legte eine Dreierserie mit Siegen gegen Lorch II, Bettringen II und Waldhausen hin. Wobei man gegen das zuletzt genannte Team effektiv agierte: 3 Chancen 2 Tore! Gegen Ende der Vorrunde stand man sich im Derby Ruppertshofen gegenüber, doch der erste Durchgang war wie schon zu oft in dieser Saison eine Katastrophe. Im zweiten Durchgang konnte man sich zwar steigern, fand am Ende aber kein Rezept gegen die 3:0 Niederlage.
Zum Ende der Rückrunde folgte noch eine deutliche Niederlage gegen Mutlangen. Dabei zeigte man wieder die Qualitäten der Hinrunde, kassierte jedoch zu einfache Gegentore und nutzte im Angriff seine Chancen nicht. Auch in diesem Spiel wäre, wie so oft in dieser Saison, mehr drin gewesen. Alles in allem, was man auch zwischen den Zeilen lesen kann, sind wir absolut nicht zufrieden! Das Team spielte mal grandios und im nächsten Moment deutlich unter dem Potential was in ihm steckt. Am Ende der Vorrunde steht man auf Platz elf hat aber nur sechs Punkte Rückstand auf Platz fünf. Das Mittelfeld der B1 ist sehr eng und mit einer guten Rückrunde lassen sich hier noch einige Plätze gutmachen.
Die Reserve steht mit nur drei Punkten aus sieben Spielen auf dem neunten Platz. Auch hier hatte man sich vor der Saison mehr versprochen. Insgesamt gilt es für beide Mannschaften eine gute Wintervorbereitung zu absolvieren, sowie zahlreich im Training auf dem Platz an den Schwächen zu arbeiten und eine bessere Rückrunde zu spielen.
Wie bewertest du die Entwicklung der einzelnen Spieler im Team?
Die Spieler, die regelmäßig am Training teilnehmen, arbeiten hart und mit vollem Ehrgeiz daran, sich zu verbessern. Leider wurde dies im Spiel kaum umgesetzt, und so kamen auch die Niederlagen zustande. Trotzdem ist eine Entwicklung zu erkennen. Da wir diese Saison viele Spieler aus der A-Jugend dazubekommen haben, konnte man im Verlauf der Hinrunde eine große Entwicklung sehen, als sich diese immer besser an den Aktivenbereich gewohnt hatten. Jedoch ist eine Entwicklung ein langwieriger Prozess, der nicht von heute auf morgen mit Erfolg gekrönt sein kann. Deshalb ist es wichtig, diesen Entwicklungsprozess in der zweiten Saisonhälfte fortzusetzen.
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Wie ist euer Verletztenstand? Hattet ihr in der ersten Saisonhälfte mit vielen Ausfällen zu kämpfen
oder steht der gesamte Kader zur Verfügung?
Nun ja, anfangs konnten wir aus den Vollen schöpfen. Mit der Zeit hatten wir jedoch Woche für Woche ein anderes Team auf dem Platz, was uns natürlich nicht in die Karten spielte. Darum ist es umso wichtiger, dass auch viele aus der Reserve ins Training kommen, um das Gerüst der Aktiven zu erweitern und auch in der Reserve stets eine schlagfertige Truppe auf dem Platz zu haben!
Was sind die Ziele nach der Winterpause?
Wir wollen das Bestmögliche aus der zweiten Saisonhälfte herausholen. Das beginnt mit der Defensivarbeit, denn wir haben zu viele Gegentore kassiert und uns zu oft selbst ein Bein gestellt. Es wird an den Feinheiten geschliffen, um diese auch mit Erfolg in die bevorstehende Saison 24/25 mitzunehmen. Das Team ist sehr lernwillig und nimmt aktiv am Training teil, wie sich natürlich auch bei einem Trainingsschnitt von 17 Spielern zeigt. Es muss nur noch das Dazugelernte eins zu eins im Spiel umgesetzt werden. Wenn dies gelingt, wollen die Jungs mit diesem Effekt mehr Punkte holen als in der ersten Hälfte der Saison.
Gab es ein Highlight in eurem Team?
Sportlich gab es dies freilich. Nach einer ganz starken Moral und dem 4:3-Sieg in Rechberg kehrte das Team geschlossen in das schöne Vereinsheim ein und genoss Speisen aus der griechischen Küche. Abseits des Platzes gab es natürlich zusätzlich noch ein paar Highlights, wie unseren legendären Almabtrieb oder den gemeinsamen Wasenausflug mit unserer Volleyballabteilung.
Wer wird Meister? Wer muss absteigen?
Ich persönlich hatte Waldstetten ganz oben auf dem Zettel. Aber bekanntlich lügt eine Tabelle nie. Der TSB hat momentan mit einem Spiel weniger und einem Punkt mehr die Nase leicht vor Mutlangen. Im direkten Vergleich unterlag der TSV knapp mit 2:1. Wichtig ist natürlich, wie die Zahnräder beider Teams geölt sind, um perfekt in die Rückrunde zu starten. Dann kommen auch noch diverse Nachholspiele und das Osterwochenende hinzu, was definitiv eine zusätzliche Belastung für beide Teams darstellt. Wer dies alles ohne Beulen übersteht, wird verdient den Schritt in die A- Klasse machen. Absteigen kann ja niemand in der „Sicherheitsliga“.
Wie stehst du zur WFV-Reform mit der Reduzierung von 16 auf 12 Bezirke?
Die Reform betrifft unseren starken Bezirk keineswegs nur dadurch, dass der WFV keine Relegationsspiele in den unteren Ligen "aus Solidarität" ansetzt. Dies war immer das Highlight in der gesamten Saison für die ausrichtenden/austragenden Vereine, sowohl finanziell als auch sportlich. Eine Umfrage, die ich auf FuPa gestartet habe, ergab jedoch, dass trotzdem viele eine Relegation begrüßen würden. Eine Petition wurde sogar gestartet, aber es beteiligten sich wiederum zu wenige Vereine, um in der WFV-Zentrale etwas zu bewirken. Die von der Reform betroffenen Vereine aus den Rems-Murr-Kreis und Hohenlohe Süd müssen in der Bezirksliga weitere Wege auf sich nehmen, da die beiden Bezirke miteinander verschmolzen werden. Das bedeutet, von Waiblingen bis nach Crailsheim ist alles dabei. Es wird jedenfalls sehr spannend.
Gibt es darüber hinaus Neuigkeiten im Verein?
Wie immer muss ich unsere Volleyballdamen, welche natürlich das Aushängeschild des Vereins sind hervorheben. Die erste hat in der Verbandsliga einen Höhenflug und steht auf dem direkten Aufstiegsplatz zur Winterpause. Die zweite schlägt sich auch erstaunlich gut und steht mit 15 Punkten auf einem guten dritten Platz.
Die Vereinsführung erfährt eine Verjüngungskur. Ausschussmitglied Ben Grau wird von Alexander Seeger ersetzt. Für den Jugendleiter und Ehrenmitglied Tim Gückelhorn rücken Alexander Frech, Marlon Roczen und Benjamin Maier nach. Frech wird die ausführende Kraft sein und als neues Ausschussmitglied in die Führungsetage berufen. Schriftführer Dennis Frey reicht sein Amt an Karin Grau weiter, und für sie rückt Lea Heinz als neues Ausschussmitglied nach. Für Thomas Feil rückt Robin Bauer als Ausschussmitglied nach. Uns als Verein ist wichtig, dass die „jungen“ an die Verantwortung herangeführt werden, weil sie unsere Zukunft sind.
Ich persönlich bin noch ein Jahr im Amt, wie es danach weiter geht steht noch in den Sternen. Wünsche allen Teams eine verletzungsfreie Vorbereitung und den gewünschten Rückrunden Start. Ich werde sicherlich das ein oder andere Team bei einem Testspiel begutachten, denn auch meine Planungen laufen auch schon.
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