
Die Brüder Florian und Stefan Lechner haben nun beim TSV Oberpframmern die Zügel in der Hand. Über zwei Neuzugänge freuen sie sich ganz besonders.
Oberpframmern – Viel hat nicht gefehlt und der TSV Oberpframmern hätte eine mehr als zehn Jahre währende Ära mit einer faustdicken Überraschung beendet. Doch die Krönung seiner Karriere als Spielertrainer blieb Manu Lutz verwehrt. „Nur“ Rang drei in der Kreisliga 3 sprang heraus. Ein Punkt fehlte zum SV Anzing, der dann in der Relegation scheiterte, drei zu Meister TSV Zorneding.
Das Kommando bei den „Pframmingern“ ist nun in gebürtig Niederseeoner Brüderhand. Florian und Stefan Lechner, die bislang als Co-Trainer fungierten, haben das Lutz-Erbe angetreten. Geblieben sind alte Probleme: Ein kleiner, aber mit viel Qualität versehener Kader, der eine Auffrischung erfuhr.
Mit Niclas Wastian (24) hat ein versierter Mittelfeldspieler in der Vorbereitung seine Torgefahr bewiesen – und wird nun in Egmating schwer vermisst. Dominic Ritter von Weinzierl, zuletzt in Diensten des Bezirksligisten TuS Holzkirchen, wird künftig die Abwehr verstärken. „Zwei absolute Wunschspieler, die uns richtig gut tun“, freute sich Florian Lechner.
Gedämpft wurde das gute Gefühl wieder einmal von einer Verletzung. Diesmal erwischte es Felix Kronester. Der 26-Jährige zog sich beim Test gegen den ASV Glonn einen Kreuzbandriss zu. Seine Rückkehr ins Mittelfeld wird lange dauern. Das „Herzstück“, wie es Lechner nennt, ist und bleibt aber die Pframmerner Offensive. Nicht zuletzt dank Bruder Stefan, der in der vergangenen Runde mit 20 Treffern Kreisliga-Torschützenkönig wurde.

Auch wenn Daniel Esterl, Florian Köster oder Bastian Wagner (Lechner: „Alles tolle Individualisten“) auf den Platz gehen, dürfen sich die gegnerischen Abwehrreihen warm anziehen. Das Ziel für die neue Saison ist dennoch bescheiden angesetzt: „Eine tolle Saison soll’s werden, in der wir nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen.“
Dafür haben die Pframmerner einige Änderungen im Vergleich zu den Vorjahren vorgenommen. Erste und Zweite (nun von Julian Teschauer trainiert) absolvieren die Übungseinheiten gemeinsam. Das Spielsystem will man variabler gestalten, um besser auf den jeweiligen Gegner reagieren zu können. „Es ist ein eingeschworener Haufen mit reichlich Kreisligaerfahrung“, sagt Coach Florian Lechner, „da ist eine Runderneuerung nicht notwendig“.
Und sollte es wirklich einmal personell mehr als eng werden, würde er sich nicht scheuen, beim Vorgänger anzuklopfen. „Manu (Lutz) ist weiterhin topfit und auch ohne regelmäßiges Training eine Verstärkung für jede Kreisligamannschaft. Solche Leute in der Hinterhand zu haben, ist ein Privileg.“ (Wolfgang Herfort)