
Es war still. Sehr still. Und vor allem lange still. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga herrschte Ruhe um den FC Viktoria 1889 Berlin. Nun haben sich die Lichterfelder zurückgemeldet.
Fans und Interessierte mussten lange rätseln, ob und wie es beim FC Viktoria Berlin weitergeht. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost zogen sich die Verantwortlichen zurück. Zu hören war vom Verein über Wochen hinweg nichts. Weder zu Kader-Themen noch zum vorläufigen Insolvenzverfahren die Spielbetriebs-GmbH betreffend wurden Äußerungen getätigt. Und so musste gar ein Nichtantritt in der NOFV Oberliga Nord in Betracht gezogen werden.
Dieses Szenario aber dürfte nun vom Tisch sein. Denn am Mittwochnachmittag meldeten sich die Himmelblauen nach über sechs Wochen erstmals zurück. Und präsentierten sogleich den neuen Cheftrainer. Thomas Kost übernimmt den Posten von Sven Körner, der nun als Co-Trainer beim BFC Dynamo aktiv ist. Kost (56) bringt jede Menge Erfahrung mit nach Lichterfelde. Der UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber war unter anderem als Co-Trainer bei Hannover 96 und Greuther Fürth tätig. Als Cheftrainer agierte er bei Bayern Hof, im Nachwuchsbereich (unter anderem bei Rot-Weiß Erfurt) und auch im Ausland. Zudem war er zeitweise als Scout beim FC Arsenal beschäftigt.
„Ich freue mich sehr darüber, dass wir Thomas Kost als Trainer für Viktoria Berlin gewinnen konnten. Wir haben sehr offene und konstruktive Gespräche geführt, in denen für mich deutlich wurde, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist. Er bringt einen großen Erfahrungsschatz ein und hat Spaß daran, mit jungen Spielern zu arbeiten, sie bei der Entwicklung zu unterstützen und sie besser zu machen. Er wird beim Neuaufbau ein wichtiger Faktor sein“, erklärt Sportchef Massud Khaleqi.
Zur langen Stille rund um die erste Mannschaft fügt er an: „Wir haben uns bewusst etwas zurückgezogen und darauf konzentriert, unsere Hausaufgaben zu erledigen. Mit Thomas Kost haben wir eine Schlüsselposition herausragend besetzt, parallel dazu haben wir an der Zusammenstellung des Kaders gearbeitet, der zu 90 Prozent steht. In den nächsten Tagen werden wir die Gesichter unserer Mannschaft präsentieren.“
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