2026-04-15T12:16:22.084Z

Spielbericht

Lebenszeichen nach erstem Auswärtssieg

Blau-Weiß Büßleben hat im Tabellenkeller der Thüringenliga ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt.

von André Hofmann · 13.04.2026, 23:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Björn Roddeck

Beim favorisierten Wismut Gera gelang dem Schlusslicht mit einem 2:0-Erfolg der erste Auswärtssieg der Saison – und das mit einer konzentrierten und disziplinierten Leistung.

Büßlebens Trainer Ronny Löwentraut ordnete den Erfolg entsprechend ein: „Der Auswärtssieg bei Wismut Gera war für uns natürlich enorm wichtig und gibt uns weiterhin Selbstvertrauen. Mit zwei Siegen in Serie hat sich die Mannschaft um Kapitän Quitt für ihren intensiven Aufwand in den vergangenen Wochen belohnt – das Licht am Ende des Tunnels kommt näher.“

Von Beginn an zeigte Büßleben, dass man sich in Gera nicht verstecken wollte. Die Gäste agierten kompakt, standen defensiv stabil und warteten auf ihre Chancen – ganz im Sinne ihres Trainers: „Der Schlüssel lag vor allem in unserer mannschaftlichen Geschlossenheit und Disziplin. Wir haben defensiv sehr kompakt gestanden, wenig Chancen für Gera zugelassen und die Zweikämpfe gut angenommen.“ Eine davon nutzte Erik Tschirschky früh eiskalt: Nach einem Angriff über die Außen wurde er im Zentrum sträflich freigelassen und traf zur Führung (13.). Mit dem Vorsprung im Rücken gewann Büßleben zunehmend an Sicherheit. Die Defensive ließ kaum klare Möglichkeiten der Gastgeber zu, während man selbst immer wieder Nadelstiche setzte. Die größte Chance zum Ausgleich vereitelte Torhüter Maximilian Geißler, der einen Abschluss von Niclas Kubitz stark parierte – auch das hob Löwentraut hervor: „Kurz vor dem Halbzeitpfiff hat Max Geißler mit einer perfekten Parade den Ausgleich verhindert, so dass wir an diesem Tag auch das Glück auf unserer Seite hatten.“

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Büßleben das gefährlichere Team. Während Gera offensiv kaum Lösungen fand, boten sich den Gästen mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. „Nach vorne waren wir ziemlich effektiv und haben unsere vier bis fünf sehr guten Torchancen zu zwei Toren genutzt“, so Löwentraut. Zunächst fehlte noch die letzte Konsequenz im Abschluss, doch die Partie blieb unter Kontrolle. In der Schlussphase belohnte sich Büßleben schließlich für den engagierten Auftritt. Nach einem Fehler in der Geraer Defensive war erneut Tschirschky zur Stelle und schnürte seinen Doppelpack (83.). Spätestens mit diesem Treffer war die Begegnung entschieden. Die Hausherren fanden bis zum Abpfiff kein Mittel mehr, um das Spiel zu drehen, und schwächten sich in der Nachspielzeit zusätzlich durch eine Gelb-Rote Karte für Mussa Mumini nach einem Handspiel. Büßleben hingegen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und durfte sich über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen.

Löwentraut zog ein entsprechend positives Fazit: „Unterm Strich war es ein verdienter Sieg. Die Jungs haben über die gesamte Spielzeit konzentriert gearbeitet und den Matchplan wieder gut umgesetzt.“ Gleichzeitig blickte er bereits nach vorn: „Der Sieg war ein wichtiges Lebenszeichen, aber wir wissen auch, dass es nur ein Schritt war. Jetzt gilt es, weiterzumachen und Intensität in den nächsten Spielen auf den Platz zu bringen. Konstanz wird entscheidend sein – sowohl in der Defensive als auch in der Chancenverwertung.“