2026-04-29T13:32:52.058Z

Der Spieltag

Leader enteilt der Konkurrenz und Schlusslicht mit Lebenszeichen

2. Liga, Gruppe 1: 19. Runde

von Christian Mathea · Heute, 18:07 Uhr · 0 Leser
Wiedikon kann Adliswil nicht stoppen und muss sich mit 1:3 geschlagen geben.
Wiedikon kann Adliswil nicht stoppen und muss sich mit 1:3 geschlagen geben. – Foto: Christian Mathea

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
TRB Maurer AG
Ruha Baer Immobilien AG

"Im Mai müssen die Punkte aufs Konto, nicht aufs Grillgut." Eine hervorragende Aussage für die entscheidende Phase der Saison, in welcher sich die Spreu vom Weizen trennt und womöglich bereits Auf- und Absteiger feststehen werden. Der 19. Spieltag und der erste von vier Spieltagen im Wonnemonat Mai brachte folgenden Resultate mit sich: Rümlang trennt sich von Unterstrass mit 1:1-Unentschieden, Wiedikon unterliegt Adliswil 1:3, Regensdorf verliert gegen Oetwil mit 2:5, Urdorf muss sich von Wollishofen mit 1:2 geschlagen geben, Wädenswil schlägt Juventus 1:0, Horgen schlägt Höngg 2:0 und Einsiedeln unterliegt Red Star mit 0:2.

Punkteteilung hilft voerst nur den Gästen
Auf dem Heimplatz wollte der SV Rümlang gegen den FC Unterstrass den Schwung aus der Vorwoche mitnehmen und mit dem zweiten Sieg in Serie den Tabellenkeller weiter hinter sich lassen. Doch die Gäste waren mit eigenen Ambitionen angereist: Unterstrass wollte alles daran setzen, dagegenzuhalten, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren.

Mit dem Schlusspfiff stand ein leistungsgerechtes 1:1-Remis auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das die Gastgeber im Tabellenkeller auf der Stelle treten lässt – der eine Zähler hilft im Kampf um den Klassenerhalt nur bedingt weiter, kann aber am Ende auch das entscheidende Pünktchen mehr sein um drinzubleiben. Die Gäste hingegen verbuchen einen weiteren wertvollen Zähler auf ihrem Konto und festigen damit ihren Platz im gesicherten Mittelfeld der Liga.



Gäste-Serie stoppt Aufstiegs-Ambitionen
Der zweitplatzierte FC Wiedikon empfing im Heuried den zuletzt formstarken FC Adliswil, mit dem die Gastgeber noch eine Rechnung offen haben. Im vergangenen Oktober mussten die Hausherren innerhalb einer Woche gleich zwei bittere Niederlagen gegen die Sihltaler hinnehmen: erst in der Meisterschaft, dann das dramatische Aus in der 3. Cup-Runde. Letzteres sass besonders tief. Der 19. Spieltag bot nun die ideale Gelegenheit zur Revanche und zur Heilung alter Wunden.

Doch aus den Ambitionen der Hausherren wurde erneut nichts. Adliswil entführte mit einem 1:3-Auswärtssieg alle drei Punkte und feierte damit den vierten Vollerfolg in Serie. Durch diesen Lauf rücken sie dem heutigen Kontrahenten bis auf drei Zähler auf die Pelle. Für den Tabellenzweiten aus Wiedikon setzt sich hingegen der Negativtrend fort. Nach der zweiten Pleite hintereinander verliert man Leader Oetwil endgültig aus den Augen – der Vorsprung auf die Spitze ist nun auf stattliche elf Punkte angewachsen und Rang Zwei an Wädenswil verloren.

Adliswil findet ein Mittel die heimstarken Wiediker zurückzuhalten und holt sich den Auswärtssieg.
Adliswil findet ein Mittel die heimstarken Wiediker zurückzuhalten und holt sich den Auswärtssieg. – Foto: Christian Mathea


Spiel gedreht und tabellarisch vorbeigezogen
Mittelfeld-Duell zwischen dem FC Urdorf (7.) und dem FC Wollishofen (9.). Für die Gäste war die Marschroute klar: Mit einem Auswärtssieg könnten sie punktemässig zum Heimteam aufschliessen. Das nötige Selbstvertrauen liefert der Blick in die Vergangenheit – bereits das Hinspiel entschied Wollishofen in einer knappen Partie mit 3:2 für sich.

Nach einer knappen 1:0-Pausenführung für die Gastgeber wendete sich das Blatt nach dem Seitenwechsel. Der FC Wollishofen bewies Moral und kam in der 57. Minute durch Ilir Kukaj zum verdienten Ausgleich. Die Gäste setzten entschlossen nach und Daniel Alberto krönte die Aufholjagd in der 72. Minute mit dem Treffer zum 1:2. Da in der Schlussphase nichts mehr passierte, avancierte das Tor gleichzeitig zum viel umjubelten Siegestreffer. Damit entscheidet Wollishofen nach dem Hinspiel auch das Rückspiel gegen Urdorf für sich. In der Tabelle ziehen die Gäste dank des besseren Torverhältnisses am punktgleichen Konkurrenten vorbei und klettern auf Rang sieben.

So sehen Sieger aus - Wollishofen entführt drei Punkte in Urdorf und rückt in der Tabelle weiter vor.
So sehen Sieger aus - Wollishofen entführt drei Punkte in Urdorf und rückt in der Tabelle weiter vor. – Foto: FC Wollishofen Insta




Der Leader-Express rollt weiter
Spitzenspiel-Atmosphäre auf dem Wisacher. Der drittplatzierte FC Regensdorf empfängt Leader FC Oetwil-Geroldswil. Auch wenn die Tabelle vorab eine Differenz von zehn Punkten auswies, begegneten sich beide Teams mit breiter Brust. Kein Wunder: Neben dem Spitzenreiter sind die Gastgeber die einzige noch ungeschlagene Kraft der Rückrunde. Die Furtaler strotzen zudem vor Selbstvertrauen, seit sie am Dienstag den Cup-Finaleinzug perfekt machten – ein Wettbewerb, in dem sie bereits in der 3. Runde gegen die Limmataler Aufstiegsfavoriten reüssieren konnten.

Der Spitzenreiter gab sich aber auch in Regensdorf keine Blösse. Souverän und abgeklärt liess Oetwil-Geroldswil nichts anbrennen und sorgte bereits vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Mann der ersten Halbzeit war Miguel Peralta, der die Weichen mit seinem Doppelpack früh auf Sieg stellte. Zwar bäumten sich die Hausherren nach der Pause noch einmal auf, doch am Ende stand ein verdienter 2:5-Auswärtserfolg zu Buche. Patrick Pereira Da Costa durfte sich dabei im zweiten Durchgang als Doppel-Torschütze feiern lassen. Damit distanziert der Leader den nächsten Verfolger und baut seinen Vorsprung an der Spitze weiter aus. Regensdorf hingegen verpasst die Chance, vom Patzer Wiedikons zu profitieren, und stagniert auf dem vierten Tabellenplatz.

Auch Regensdorf kann Oetwil nicht aufhalten - der Leader holt sich Saisonsieg Nummer 15.
Auch Regensdorf kann Oetwil nicht aufhalten - der Leader holt sich Saisonsieg Nummer 15. – Foto: FCOG


Heimteam erobert zweiten Tabellenplatz zurück
Der FC Wädenswil empfing die Zweitvertretung von SC YF Juventus mit dem klaren Ziel, den jüngsten Aufwärtstrend zu bestätigen. Bisher verlief die Rückrunde für die Gastgeber ernüchternd: Mit bereits drei Niederlagen – eine mehr als in der gesamten Hinrunde – sah man den Aufstiegszug zuletzt im Eiltempo davonfahren. Doch Vorsicht war geboten, denn mit YF gastierte ausgerechnet jener Gegner, der Wädenswil schon im Hinspiel eine der seltenen Niederlagen beigebracht hatte.

Der FC Wädenswil liess sich gegen YF Juventus II kein zweites Mal übertölpeln und behielt mit einem knappen 1:0-Heimsieg die Oberhand. Den entscheidenden Moment der Partie lieferte Luan Mehnert, der in der 54. Minute den ‚goldenen Treffer‘ des Tages erzielte. Während die Gäste nach der neunten Saisonniederlage weiterhin tief im Tabellenkeller feststecken, rückt ‚Wädi‘ auf den zweiten Rang vor und übernimmt bei zehn Punkten Rückstand wieder die Rolle des ersten Jägers von Leader Oetwil-Geroldswil.

Statistiken lügen nicht
Die Statistik vor der Partie sprach eine klare Sprache. Dreimal kreuzten der FC Horgen und der SV Höngg II bislang die Klingen – dreimal verliess Horgen den Platz als Sieger. Auch im vierten Duell ging das Heimteam als Favorit gegen den Vorletzten aus Höngg ins Rennen. Doch die Tabellenkonstellation barg ordentlich Zündstoff: Bei nur sechs Punkten Differenz hätte ein Auswärtssieg der Höngger Reserve den Vorsprung der Hausherren halbiert und Horgen unvermittelt zurück in den Dunstkreis des Strichkampfs katapultiert.

Der Favorit setzte sich am Ende aber mit 2:0 durch und gewinnt auch die vierte Direktbegegnung. Nach einer knappen Stunde brach Engjëll Limani den Bann, ehe Raul Eisele in der 76. Minute mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung sorgte. Durch diesen Heimsieg verschaffen sich die ‚Seebuben‘ wertvolle Luft im Tabellenkeller und klettern auf den achten Rang im breiten Mittelfeld. Ganz anders die Lage bei der Höngger Zweitvertretung. Nach der elften Saisonniederlage wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner – das Team verharrt weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Horgen feiert den Heimsieg gegen Höngg.
Horgen feiert den Heimsieg gegen Höngg. – Foto: FC Horgen Insta


Schlusslicht lebt noch
Ungleiche Vorzeichen auf dem Rappenmössli. Der FC Einsiedeln empfing als bisher stärkster Aufsteiger das Schlusslicht FC Red Star II. Während die Gäste abgeschlagen am Tabellenende festsitzen, konnten sich die Hausherren zuletzt Luft verschaffen und sich leicht vom Strich distanzieren. Doch die Statistik mahnte zur Vorsicht: Ausgerechnet gegen Einsiedeln feierten die Roten Sterne in der Hinrunde einen ihrer seltenen Saisonsiege – ein Stolperstein, den der FCE diesmal unbedingt vermeiden wollte.

Aber Red Star 2 konnte den "Angstgegner-Status" bestätigen und bewies auch im Auswärtsspiel, dass ihnen der FC Einsiedeln liegt. Nach einer torlosen ersten Halbzeit übernahmen die Gäste nach dem Seitenwechsel das Kommando. Brian Schiegg sorgte kurz nach Wiederanpfiff für die Führung, ehe Linus Zielonka in der 70. Minute nachlegte und die Entscheidung herbeiführte. Während Aufsteiger Einsiedeln durch die Pleite den Atem der Verfolger spürt – der Vorsprung auf die Abstiegszone ist auf fünf Zähler zusammengeschmolzen – sendet das Schlusslicht ein kräftiges Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt.
__________________________________________________________________________________________________

Die Mission von FuPa.net: Wir sind das Mitmachportal VON Amateurfussballern FÜR Amateurfussballer.

Jetzt anmelden & Vereinsverwalter werden: https://www.fupa.net/auth/login

______________________________________________________________________________________

>>> Alle Fragen rund um FuPa werden an dieser Stelle beantwortet

>>> Folge FuPa Zürich auf Instagram - @fupa_zuerich

>>> Folge FuPa Zürich auf Facebook - @fupa.zuerich