2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Der SV Lauterhofen um Trainer Gerd Klaus (2.v.r.) will sich im Duell mit dem TSC Neuendettelsau wieder belohnen.
Der SV Lauterhofen um Trainer Gerd Klaus (2.v.r.) will sich im Duell mit dem TSC Neuendettelsau wieder belohnen. – Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink

Lauterhofen hofft: »Dafür wären drei Punkte enorm wichtig«

SVL will den Anschluss im Abstiegskampf wahren +++ Neuendettelsau reist mit Rückenwind an

Wenn der SV Lauterhofen am Sonntag den TSC Neuendettelsau empfängt, stehen sich zwei Teams gegenüber, die mit unterschiedlichen Ausgangslagen, aber ähnlicher Entschlossenheit in die Partie gehen. Während die Hausherren nach der unglücklichen 2:3-Niederlage in Weisendorf dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt brauchen, möchte der TSC seine positive Entwicklung nach dem Heimerfolg über Schwabach fortsetzen und sich im gesicherten Mittelfeld festsetzen.

Für Lauterhofen verlief der letzte Spieltag bitter. Auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz in Weisendorf zeigte die Mannschaft von Trainer Gerd Klaus eine starke erste Halbzeit, ließ sich am Ende aber um den verdienten Lohn bringen. „Wir waren von Beginn an körperlich sehr präsent, griffig und auch spielerisch überlegen – vor allem in der ersten Halbzeit“, fasst Sportlicher Leiter Achim Meyer die Leistung zusammen. Trotz guter Chancen und viel Einsatz kassierte das Team in der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer. „Das ist extrem bitter, wenn man so viel investiert und am Ende mit leeren Händen dasteht“, so Meyer weiter.

Trotz des späten Rückschlags ist die Stimmung im Lager der Lauterhofener positiv. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen deutlich gesteigert und waren in den letzten sechs Spielen immer mindestens ebenbürtig“, betont Meyer. Gegen Neuendettelsau will der SVL nun den Bock umstoßen: „Wenn wir so weiterarbeiten wie bisher, können wir uns nichts vorwerfen. Wir wollen bis zur Winterpause unbedingt den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze halten – dafür wären drei Punkte enorm wichtig.“

Der Gegner aus Neuendettelsau kommt mit Selbstvertrauen ins Oberpfälzer Land. Nach dem 1:0-Erfolg gegen den SC 04 Schwabach lobte Trainer Dieter Kreiselmeier den Einsatz und die Reife seiner jungen Mannschaft: „Wir haben aktuell drei Stammspieler, die heuer nicht mehr spielen können. Umso wichtiger war es, dass wir gezeigt haben, diese Ausfälle kompensieren zu können.“ Besonders die mannschaftliche Geschlossenheit beeindruckte den Coach: Mit einem Durchschnittsalter von nur 24 Jahren zeigte der TSC eine disziplinierte Leistung gegen einen technisch starken Gegner.

Auch in Lauterhofen erwartet Kreiselmeier ein intensives, körperbetontes Spiel. „Jetzt geht es darum, die Bedingungen anzunehmen – tiefer Boden, schwierige Platzverhältnisse. Da zählen Wille, Durchsetzungsvermögen, Leidensfähigkeit und Laufbereitschaft“, erklärt der Trainer. Mit Respekt spricht er über den kommenden Gegner: „Lauterhofen hat eine überragende Mentalität. Sie kommen nach Rückschlägen immer wieder zurück – das ist beeindruckend.

Das Hinspiel hatte Neuendettelsau mit 3:2 für sich entschieden, obwohl man eine halbe Stunde in Unterzahl spielte. Kreiselmeier warnt jedoch vor Vergleichen: „Das war in der Anfangseuphorie, das wird jetzt ein ganz anderes Spiel.“ Trotz mehrerer Ausfälle ist der Coach optimistisch: „Wir haben diese Woche dreimal trainiert, die Jungs ziehen super mit. Wir fahren mit 15 Feldspielern nach Lauterhofen und sind top motiviert.“

Beide Teams werden mit großem Engagement in die Begegnung gehen. Lauterhofen sucht den dringend nötigen Befreiungsschlag, Neuendettelsau will seine gute Auswärtsform bestätigen. In einem Duell, in dem Kleinigkeiten entscheiden dürften, könnten Kampfgeist, Effizienz und Nervenstärke den Ausschlag geben.

Die restlichen Spiele des 19. Spieltags:

Aufrufe: 07.11.2025, 10:40 Uhr
Marco BaumgartnerAutor