
Der SV Heimstetten gastiert bei Türkgücü München mit extrem jungem Team. Drei Leistungsträger fehlen beim Tabellensechsten verletzungsbedingt.
Der SV Heimstetten ist dieses Jahr noch ungeschlagen, und was vor allem auffällt: Die Abwehr – in der Hinrunde das große Sorgenkind des Bayernligisten – steht seit Wochen so sattelfest wie lange nicht. So musste Torwart Moritz Knauf heuer in fünf Spielen erst zweimal hinter sich greifen. Zum Vergleich: Zuvor kassierte sein SVH noch durchschnittlich 1,6 Gegentore pro Partie.
Auf die neu entdeckte Defensivstärke setzt der Tabellensechste auch an diesem Mittwoch, wenn er um 18 Uhr bei Türkgücü München gastiert. „Wir wollen unseren Lauf fortsetzen und haben ganz klar den Anspruch, dort drei Punkte zu holen“, sagt Co-Spielertrainer Lukas Riglewski über das Gastspiel auf der Bezirkssportanlage an der Heinrich-Wieland-Straße. Schließlich ist der Gegner abgeschlagener Tabellenletzter und hat dieses Jahr noch keinen Punkt geholt – einerseits.
Andererseits betont Riglewski sogleich: „Leicht wird es sicher nicht.“ Denn nicht nur sei für den Gegner „jedes Spiel ein Endspiel im Abstiegskampf“. Sondern bei Heimstetten ist die Personaldecke auch weiter dünn. So fehlen in Yannick Günzel, dem rotgesperrten Kapitän Daniel Steimel und Toptorjäger Lukas Riglewski, den eine Sehnenverletzung außer Gefecht setzt, nicht nur drei Leistungsträger, sondern auch die erfahrensten Kicker beim SVH. „Wir werden wieder extrem jung aufgestellt sein“, kündigt der Co-Spielertrainer an.
Diese Sorgen sind freilich gering im Vergleich zu den Nöten des Gegners. So hat Türkgücü München als Absteiger bislang nur zwei von 24 Spielen gewonnen und obendrein eben erst den Trainer gewechselt. Anstelle des Ex-Heimstettners Rainer Elfinger, der sich auf das Amt des Sportlichen Leiters zurückgezogen hat, gibt nun wieder Slaven Skeledzic die Kommandos von der Seitenlinie – mithin jener Coach, der vor acht Monaten noch das Handtuch bei Türkgücü geworfen hat. (ps)