
Torloses Remis im Labertal-Derby
Das Spitzenspiel der Bezirksliga West und zugleich das Derby schlechthin im Labertal zwischen dem TV Schierling und dem TSV Langquaid bot vor über 400 Zuschauern bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Maximilian Scheungrab (FC Aunkirchen) hohe Intensität und Spannung.
Die Gäste, die wie die Hausherren einige Spieler auf der Ausfallliste hatten - darunter Jannik Möller, Dennis Kandsperger, Korbinian Köppel und Patrick Slodarz - ergriffen vom ersten Anstoß weg die Initiative und sicherten sich im ersten Spielviertel Ballbesitz- und Chancenvorteile. So wehrte Schierlings Bester, Torhüter Lukas Schneider, nach vier Minuten einen Schuss von Benedikt Köppel zur Ecke ab, während Aaron Bice eine Minute später einen Kopfball aus spitzem Winkel neben das Gehäuse setzte. Nach zehn Minuten hätte zumindest der Gäste-Anhang gerne einen Elfmeter gesehen, als Alex Santander Muñoz bei seinem Abschluss aus guter Position behindert wurde. Auf der Gegenseite war es in der 15. Minute Philipp Schmalhofer, der mit seinem etwas verzogenen Schuss Schlusssmann David Meißner beinahe geprüft hätte. Mit einer Glanztat auf der Torlinie verhinderte der TVS-Keeper den Einschlag eines Kopfballs von Benedikt Köppel in der 17. Minute und Stefan Schauers Volley-Abnahme am Fünfer-Eck in der 22. Minute rauschte in die Baumreihe.
Bis zum Pausenpfiff fanden die Salzberger-Schützlinge allmählich zu ihrem gewohnten kombinationssicheren Spiel, ohne die gut abgestimmte gegnerische Abwehr um Kapitän Christoph Blabl in echte Verlegenheit zu bringen. Auch die einheimische Defensive, die bereits in der 2. Minute Emilian Lichtenegger durch Matthias Lehner zu ersetzen hatte, gestattete Aaron Bice & Co. nun keine weiteren Möglichkeiten mehr.
Auch in den zweiten Durchgang starteten die Langquaider mit mehr Elan und Torgefährlichkeit. In der 52. Minute lenkte Goalie Lukas Schneider ein Bice-Geschoss an das Gebälk und den Abpraller beförderte Stefan Schauer per Kopf neben den Pfosten. Anschließend probierte es Benedikt Köppel, doch auch hier fand die Kugel ihr Ziel nicht. In einem 1:1-Duell gegen Aaron Bice in der 56. Minute hielt erneut der TVS-Zerberus das "Zu Null" fest, ehe zu Beginn des Schlussviertels die Oberpfälzer auf den Führungstreffer drängten. In eine Hereingabe von der linken Seite warf sich TSV-Torhüter David Meißner, und der abgewehrte, den Torraum durchquerende Ball fand in der 68. Minute keinen Abnehmer. Fünf Minuten später dann der Hochkaräter für den TV Schierling, doch Luca Kuntze hämmerte das Spielgerät unbedrängt aus Kurzdistanz an die Querlatte. Im Schlussspurt schienen dann wieder die Langquaider die Begegnung auf ihre Seite zu ziehen. Der eingewechselte Jonas Brunner hatte in der 84. Minute den Siegtreffer für die weiß-blauen Farben auf dem Fuß, die Endstation ist mittlerweile bekannt. Es blieb beim torlosen Unentschieden, mit dem der TSV Langquaid seine gute Saisonserie ausbauen - acht Pflichtpartien ungeschlagen - und seinen Nimbus in den Nachbarschaftsduellen beibehalten konnte.
Matthias Eisenschenk (Trainer des TSV Langquaid): "Von beiden Seiten haben wir heute ein ansprechendes Derby über 90 Minuten gesehen. Die gefährliche TV-Offensive haben wir bis auf zwei Halb- und eine Großchance gut kontrolliert. Dank unseres Torchancenplus' waren wir in dem heutigen Duell, in dem der gegenseitige Respekt erkennbar war, dem Sieg etwas näher. Mit unserer Leistung bin ich definitiv zufrieden."
TV Schierling: Lukas Schneider - Mario Folger, Simon Berzl, Kevin Massinger (C), Emilian Lichtenegger (2. Matthias Lehner), Richard Aumeier (75. Nicolas Reichl), Hannes Diermeier, Lukas Prosch, Philipp Schmalhofer, Luca Kuntze (86. Julius Dachs), Maximilian Treitinger - Trainer: Stefan Holz - Trainer: Dominik Salzberger
TSV Langquaid: David Meißner - Thomas Blabl, Christoph Blabl (C), Stefan Schauer, Christian Ludwig (75. Noah Langner), Florian Brunner, Benedikt Köppel (89. Markus Weiherer), Timo Sterl (75. Liridon Haljimi), Aaron Bice (89. Marvin Lang), Kevin Kandsperger, Alex Santander Muñoz (69. Jonas Brunner) - Trainer: Matthias Eisenschenk