
23. Spieltag der Bayernliga Süd: TuS Geretsried verliert im Aufsteiger-Duell gegen den FC Schwaig knapp – auch aufgrund eines kuriosen Tores. Der FC Deisenhofen rehabilitiert sich nach der Auftaktniederlage gegen Landsberg und feiert einen ungefährdeten Heimsieg gegen Hauzenberg. Die Stimmen zum Spieltag.
Rainer Elfinger, Trainer von Türkgücü München: »Meine Mannschaft hat in der ersten halben Stunde des Spiels die Vorgaben super umgesetzt, wir waren dominant, hatten die Spielkontrolle und haben Nördlingen vor große Aufgaben gestellt. Leider haben wir dabei unsere zahlreichen Chancen wiederholt nicht in Tore ummünzen können. Unser Gegner hat dagegen im Offensivbereich mit Simon Gruber einen Spieler, der meiner Meinung nach nicht in die Bayernliga gehört, sondern ebenso in der Regionalliga für Furore sorgen würde. Dieser Spieler hat an diesem Spieltag den Unterschied gemacht und meinen Spielern bisweilen Grenzen aufgezeigt, sodass Nördlingen letztlich hochverdient die drei Punkte mitnehmen durfte. Auch wenn unsere Situation sich dadurch nicht verbessert hat, heißt es für uns nun das vergangene Spiel abzuhaken und mit vollem Fokus auf das nächste Spiel hinzuarbeiten.«
Christoph Rech, Trainer des TSV Landsberg: »Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir aus unserer Sicht nur 2:2 gespielt haben. Wir hatten in der ersten Halbzeit schon genügend Chancen, um mit ein, zwei Toren in Führung zu liegen. Nach der Halbzeit nutzen wir einen Fehler des Gegners und gehen verdient in Führung. Das 1:1 ist eine Folge von mehreren Fehlern von uns. Das 2:1 hat uns leider nicht die Sicherheit gegeben, ab der 80. Minute wurde das Spiel wild und wir hatten nicht mehr die Ruhe im Ballbesitz, unsere Chancen vernünftig zu Ende zu spielen. Das 2:2 krönt unseren gebrauchten Tag. Insgesamt ist das Unentschieden zu wenig, weil wir aus 75% Ballbesitz zu wenig dominante Phasen hatten und die vielen Chancen nicht genutzt haben. Den Jungs mache ich keinen Vorwurf, weil die Woche nicht einfach war. Wir sind als Team aufgetreten, konnten uns aber leider nicht mit drei Punkten belohnen.«
Alper Kayabunar, Trainer des TSV 1860 München II: »Es war das erwartete schwere Spiel für uns auf einem schwer bespielbaren Platz. Wir haben uns im Vorfeld darauf eingestellt und wussten, dass wir nicht so spielen können wie in den letzten Wochen auf dem Kunstrasen. In einigen Phasen ist uns das auch gut gelungen, in anderen weniger. Uns war klar, dass Schalding viel mit langen Bällen agiert, was wir in der ersten Halbzeit gut verteidigen konnten. In der zweiten Halbzeit lief dann viel über Umschaltmomente auf beiden Seiten. Das Spiel war zudem von zahlreichen Standardsituationen geprägt, die immer wieder für Gefahr sorgten – so fiel auch unser 1:0 durch einen Standard, genauso wie das 2:2. Insgesamt wurde es oft durch Standardsituationen brenzlig. Am Ende war es aus meiner Sicht ein gerechtes Unentschieden, da beide Teams immer wieder gute Phasen hatten, die sich abgewechselt haben. Dementsprechend geht das Remis in Ordnung.«
Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried: »Mit dem Punkt müssen wir leben, auch wenn wir natürlich gerne mit drei gestartet wären. Gegen einen tiefstehenden Gegner mussten wir uns immer wieder durchsetzen – das war nicht einfach und in manchen Situationen hat uns die letzte Entschlossenheit gefehlt. Jetzt richten wir den Blick nach vorne und bereiten uns auf die Spiele gegen die Löwen und Landsberg vor. Das werden zwei ganz wichtige Partien für uns.«
Andreas Pummer, Trainer des FC Deisenhofen: »Im ersten Heimspiel des neuen Jahres ging es für uns darum, die Niederlage in Landsberg wettzumachen. Von der ersten Sekunde an waren wir griffig, konzentriert und voll fokussiert. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen – die Tore waren sehr schön herausgespielt, und wir sind schnell durch Jan Kretek und Niklas Groß mit 2:0 in Führung gegangen. Im Anschluss hätten wir durch Lukas Kretschmar und Florian Schmid vor der Halbzeit sogar noch auf 3:0 oder 4:0 erhöhen können.
In der Pause haben wir uns noch einmal eingeschworen und sind erneut gut aus der Kabine gekommen. Das 3:0 durch Kretschmar war dann die logische Folge. Nach einigen Wechseln gab es zwar einen kleinen Bruch im Spiel, doch dennoch konnten wir durch Tobi Seidl das sehenswerte 4:0 erzielen. Nach diesem klaren Vorsprung wurde die Partie ausgeglichener, was angesichts des anstehenden schweren Heimspiels am Mittwoch gegen Kirchanschöring auch verständlich ist. Insgesamt muss ich die Mannschaft für ihre sehr dominante und überzeugende Leistung loben. Es war ein verdienter Heimdreier, über den wir uns natürlich sehr freuen.«
Christian Donbeck, Trainer des FC Sportfreunde Schwaig: »Nachdem kurzfristig vier Spieler ausgefallen sind, mussten wir komplett umstellen.Über 90 Minuten war es ein hart umkämpftes Spiel. Aufgrund der Platzverhältnisse war es für beide Mannschaften schwer, ein kontrolliertes Spiel aufzubauen. Wir haben sehr stark verteidigt und somit auch verdient gewonnen.«
Daniel Dittmann, Trainer des TuS Geretsried: »Unser Spiel in Schwaig war von schwierigen Platzverhältnissen geprägt, worauf wir uns bereits im Vorfeld eingestellt hatten – das hat sich dann auch bestätigt. Letztlich mussten beide Mannschaften damit zurechtkommen. Ich denke, auch Schwaig konnte nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen. Wir haben unsererseits taktisch etwas angepasst, wollten tiefer stehen und die Räume hinter der Kette nicht öffnen, da Schwaig dort enorme Qualitäten hat. Das ist uns größtenteils gut gelungen, auch wenn wir in ein, zwei Situationen etwas nachlässig waren.
Das Gegentor fiel nach einem Einwurf: Die Flanke kam auf Ascher, der den Ball technisch anspruchsvoll mit dem Hinterkopf aufs lange Eck brachte. Wir dachten zunächst, der Ball sei im Aus, doch durch eine Unebenheit im Platz veränderte er die Richtung und ging ins Tor – ein kurioses Gegentor. Im weiteren Spielverlauf haben wir immer besser ins Spiel gefunden, viele zweite Bälle gewonnen und im Gegenpressing gut attackiert. In der ersten Halbzeit kamen wir zu einer Halbchance, in der zweiten Halbzeit war es dann ein Spiel auf ein Tor. Beide Teams haben einen intensiven Fight abgeliefert.
Unsere größte Chance hatten wir in der 50. Minute: Nach einer Flanke köpfte Ivkovic, doch Thiel hielt überragend. Wir blieben am Drücker, hatten noch einige Standards und einen Volleyschuss von Idrizovic aus etwa 18 Metern, der knapp daneben ging. Aus unserer Sicht gab es zudem eine klare Elfmetersituation – das Video zeigt ein eindeutiges Halten im Strafraum, das leider nicht geahndet wurde. Das hätte uns vielleicht zurück ins Spiel gebracht.
Manchmal ist es einfach so im Fußball: Den Jungs kann ich keinen Vorwurf machen, sie wollten unbedingt, aber am Ende haben Kleinigkeiten entschieden. Jetzt heißt es Mund abputzen, und wir bereiten uns mit drei Trainingseinheiten gezielt auf das Spiel gegen Schalding-Heining vor, um weiterhin Abstand zu den Abstiegsrängen zu halten.«