
Der kurz zuvor eingewechselte Yazid Ouro-Akpo Adjai erlöst in letzter Minute den FC Ismaning und schießt den SV Heimstetten ins Tal der Tränen.
Ismaning/Heimstetten – In der Bayernliga-Tabelle schauen der FC Ismaning und der SV Heimstetten jede Woche nach unten. Im direkten Duell sah man deutlich, warum der FCI auf dem Weg zur frühen Rettung ist und Heimstetten tief im Sumpf steckt. Im Nord-Ost-Landkreisduell war Heimstetten besser, aber Ismaning gewann durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 1:0 (0:0).
Die 235 Zuschauer sahen von Beginn weg ein intensives Match und einen stocksauren Ismaninger Trainer Jacky Muriqi. Der fragte sich zwischenzeitlich, „ob ich vor dem Spiel in der Besprechung ein Selbstgespräch geführt habe“. Heimstetten attackierte wie die Kompany-Bayern schon am gegnerischen Strafraum und stellte die Ismaninger mehrfach gewaltig vor Probleme.
Nach einem Ballverlust von Dominic Krizanac hätte Luca Mauerer eigentlich das Tor machen müssen (15.), zur Pause hätte der Gast unter normalen Umständen führen müssen. „Ich war stocksauer und richtig laut in der Kabine“, sagte Muriqi später. Er hatte genau das Forechecking des Gegners erwartet und deshalb die Vorgabe gemacht, dass man den Ball schnell und konsequent nach vorne spielen soll.

Nach der Pause begannen die Ismaninger Defensivspieler dann, sich an den Matchplan zu halten. Man ließ sich nicht mehr überrumpeln, war defensiv aber extrem gefordert. Die Heimstettener hatten viel Ballbesitz und auch einen Pfostentreffer durch Filip Vnuk, der ein paar Minuten später maximal im Mittelpunkt stand. Der Mittelfeldspieler traf mit seinem Distanzschuss aus kurzer Distanz eine Ismaninger Hand und hatte in der 64. Minute den Elfmeter. Vnuk scheiterte dann an Torwart Becherer und Pirmin Lindner wird vom Nachschuss noch Albträume haben: Er köpfte den Ball über das scheunentorweit offene Gehäuse – das hätte es sein müssen.
Ismanings Antwort war dann ein Aluminiumtreffer (Doqaj, 66.), aber das 0:0 war längst in höchstem Maß glücklich für die Hausherren. Bei denen hielt sich die Begeisterung von Trainer Muriqi weiter in Grenzen. In der 88. Minute wurde der zur Halbzeit erst eingewechselte Adam Zouaidi wieder vom Feld beordert. Mit der Höchststrafe beantwortete der Coach eine schwache Leistung und er brachte den Siegtorschützen Yazid Ouro-Akpo Adjai. Der bislang blasse Angreifer bekam in der Nachspielzeit eine Hereingabe von der linken Seite durch Plator Doqaj. Der Stürmer stand richtig traf und schoss Heimstetten ins Tal der Tränen.
„Dieser Spielverlauf passt zu unserer bisherigen Saison“, sagte der Heimstettener Trainer Roman Langer. Er betonte aber auch, dass er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen könne. Sein Team hat es nur verpasst, sich mit Toren zu belohnen. Ismanings Trainer Jacky Muriqi kam zu dem Fazit, „dass die zweite Halbzeit deutlich besser war und wir nicht unverdient gewonnen haben“. Er machte aber auch deutlich, dass man über den eigenen Grottenkick der ersten 45 Minuten intern noch deutlich reden wird.