
Im Viertelfinale des Mecklenburg-Vorpommern-Pokals geht es um den Einzug ins Halbfinale. Dabei treffen mit dem SV Pastow und dem FSV Bentwisch zwei Verbandsligisten direkt aufeinander, während der 1. FC Neubrandenburg 04 mit dem Duell gegen den Drittligisten F.C. Hansa Rostock vor der größten Herausforderung steht. Außerdem empfängt der FC Förderkader Rene Schneider den Oberligisten FC Anker Wismar, und in Neustrelitz will die TSG den favorisierten Greifswalder FC ins Wanken bringen.
Das Viertelfinale eröffnen zwei Verbandsligisten, die sich aus dem Ligabetrieb bestens kennen. Der SV Pastow, derzeit Vierter der Verbandsliga, empfängt den Ligakonkurrenten und Sechsten Platz FSV Bentwisch. Ein Spiel auf Augenhöhe, aber mit leichtem Vorteil für die Gastgeber. In der Liga trennten beide im Herbst ganze fünf Tore: Pastow gewann damals mit 8:3, ein Ergebnis, das Bentwisch kaum vergessen haben dürfte. Während Pastow zuletzt ein torloses Remis gegen Malchow hinlegte und sich im Pokal in einem Marathon-Duell per Elfmeterschießen gegen Dynamo Schwerin durchsetzte, feierte Bentwisch jüngst einen furiosen 5:1-Erfolg in Pampow und setzte sich mit selbigem Ergebnis gegen den SC Parchim im Achtelfinale durch. Die Gäste bringen also reichlich Offensivschwung mit, doch im Pokal zählt oft die Nervenstärke und die lag zuletzt eindeutig bei Pastow.
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Der Pokaltraum des 1. FC Neubrandenburg 04 wird durch den schwerstmöglichen Gegner auf die Probe gestellt: Drittligist F.C. Hansa Rostock. Neubrandenburg, Tabellenzweiter der Verbandsliga, hat bisher souverän agiert, steht aber nun vor einem Duell David gegen Goliath. Hansa reist mit großem Selbstverständnis nach dem 1:0-Erfolg in Wiesbaden an, auch wenn der spannende und nervenaufreibende Ligabetrieb für Rotation sorgen könnten. Für Neubrandenburg zählt vor allem der Heimvorteil und die Hoffnung auf ein kleines Pokalwunder.
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In Rostock treffen mit dem FC Förderkader Rene Schneider und dem FC Anker Wismar zwei Teams aufeinander, die im normalen Ligaalltag zwei Klassen trennen. Anker spielt in der Oberliga, der Förderkader in der Verbandsliga. Doch Pokalduelle folgen ihren eigenen Regeln. Der Förderkader zeigte vor einer Woche beim 3:3 gegen den 1. FC Neubrandenburg 04, dass er kämpfen und treffen kann, auch wenn späte Gegentore die Abwehranfälligkeit offenbarten. Wismar dagegen setzte im Achtelfinale mit einem klaren 6:1 gegen den SV Hafen Rostock ein Ausrufezeichen und geht als Favorit in die Partie. Mit dem Heimvorteil im Rücken muss der FC Förderkader alles geben und für ein Duell sorgen, das alles andere als ein Selbstläufer für den Oberligisten wird.
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Ein klangvolles Viertelfinale steigt am Sonntag im Neustrelitzer Parkstadion: Die TSG Neustrelitz, Vierter der Oberliga, empfängt den Greifswalder FC aus der Regionalliga Nordost. Für den GFC ist es das zweite Spiel innerhalb weniger Tage, am Mittwoch zuvor steht noch die Ligapartie gegen den 1. FC Magdeburg II an. Der Spielplan könnte also zur Belastungsprobe werden, während Neustrelitz ausgeruht ins Heimspiel geht. Zuletzt sicherte sich die TSG ein 0:0 beim ambitionierten Hansa-Nachwuchs und hat mit dem 3:1-Erfolg gegen Verbandsliga-Spitzenreiter Mecklenburg Schwerin im Achtelfinale bewiesen, dass sie herausfordernde Gegner schlagen kann. Greifswald wiederum feierte jüngst einen souveränen 2:0-Sieg gegen ZFC Meuselwitz, beide Treffer erzielte Osman Atilgan in der Anfangsphase. Aufgabe des Greifswalder FC muss es natürlich sein, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und das Spiel schon in der regulären Zeit über die Bühne zu bringen.
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