
Es ist ein echtes Rhön-Rennsteig-Derby, in dem Erinnerungen, Rivalität und neue Ambitionen aufeinandertreffen...
Die SG Herpf/Henneberg hat sich durch den Kreispokalsieg im KFA Rhön-Rennsteig das Ticket für den Landespokal gesichert. Für die Mannschaft von Trainer Christian Hutterer ist es nicht nur die Rückkehr auf die landesweite Bühne, sondern auch ein Ausrufezeichen nach einem erfolgreichen Jahr mit zwei Titeln. „Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Saison. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht. Die Jungs haben die Euphorie der beiden Titel mit in die Vorbereitung genommen und entsprechend hart und fokussiert gearbeitet“, so Hutterer im Vorfeld.

Auch wenn man als Kreisoberligist formell in der Qualifikationsrunde antreten muss, ist die Vorfreude auf den Gegner riesig: „Walldorf ist für uns das absolute Traumlos, ohne Wenn und Aber. Aufgrund der Nähe wird es eine gute Kulisse geben – darauf freuen sich beide Seiten.“ In der Liga gehört Herpf nach personellen Verstärkungen mit den Thüringenliga-erfahrenen Schlundt und Safradin zu den Aufstiegsaspiranten – und auch im Pokal will man sich nicht verstecken. Hutterer bringt es auf den Punkt: „Es ist ein Derby, in dem es auch ums Prestige geht. Walldorf ist favorisiert, aber wir wollen mit unserem Heimvorteil dagegenhalten.“
Der SV Walldorf 1921 spielt mittlerweile im dritten Jahr in der Landesklasse und hat sich unter Trainerduo Steven Abe und Daniele Angrisini zu einem stabilen Faktor entwickelt. Die Vorbereitung lief ordentlich, auch wenn personell noch nicht alles rund läuft. „Wir sind sehr gespannt auf die neue Saison. Die Vorbereitung war okay, aber mal gucken, wo wir wirklich stehen, wenn die ersten Spiele durch sind.“, sagt Abe.

Trotz der höheren Spielklasse sieht Abe Herpf keineswegs im Nachteil: „Letzte Saison hat nicht viel gefehlt, und wir hätten in der gleichen Liga gespielt. Dazu haben sie in den letzten beiden Transferperioden starke Spieler geholt. Was das Thema Erfahrung angeht, sehe ich sogar Herpf im Vorteil.“ Der SV Walldorf 1921 erwartet einen intensiven Pokalfight – mit offenem Ausgang: „Ich glaube, das wird kein spielerisches Highlight... Einsatz, Kampf und Wille werden das Spiel entscheiden. Ich rechne mit einem engen, harten Spiel – aber wir wollen spätestens nach 120 Minuten als Sieger dastehen.“
In der Landesklasse-Saison 23/24 trafen beide Teams zuletzt aufeinander – jeweils mit 2:0-Auswärtssiegen. Das macht die Partie am Samstag zusätzlich spannend. Kann Herpf den Heimvorteil diesmal nutzen? Oder schlägt Walldorf erneut auswärts zu?
Eines ist sicher: Das Pokalduell wird nicht nur sportlich reizvoll, sondern auch stimmungsvoll – die Fans beider Lager dürfen sich auf ein echtes Highlight zum Saisonstart freuen.