
Region. Die SG Weinsheim holte in der Landesliga West in Schmittweiler zum zweiten Betriebsausflug den zweiten Auswärtsdreier. Chancenlos waren die Ingelheimer gegen Speyer. Frust herrscht auch in Winterbach.
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Landesliga West
Den Vorschlag, dass man ab sofort nur noch auswärts spielt, entlockte Luca Redschlag nach Abpfiff und dem zweiten Auswärtssieg ein breites Grinsen. Der SGW-Trainer hatte gegenüber der Vorwoche eine „klare Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche“ und „90 Minuten Vollgas“ gesehen. An den Kleinigkeiten wie der Zeitstrafe gegen Nevio Feller (56.) oder der Ampelkarte für Ezzaldin Jalkama (72.) müsse man derweil noch arbeiten. Belmin Kurpejovic veredelte bereits nach zehn Minuten die Vorarbeit von Jakob Schilz zur Gästeführung. Noch vor der Pause legte Max Berhard den zweiten Treffer nach. Kurz zuvor hatte Schmittweiler noch Pech bei einem Pfostentreffer gehabt, besser machte es Paul Haßinger, der mit dem Anschluss kurz nach Wiederanpfiff kurzzeitig Spannung aufkommen ließ (49.). Doch in Unterzahl sorgten die Gäste für die Vorentscheidung am Engelwald: Felix Zimmermanns Kopfball (59.) und nochmals Kurpejovic mit seinem vierten Saisontreffer (64.) schraubten das Ergebnis auf 4:1. Jeffrey Renner gelang nur noch Ergebniskosmetik (88.).
SGW: Steeg – Schilz, E. Jalkalma, Feller (69. Mukamba), Kurpejovic, Ayoob (68. Weber), Zimmermann, Spachtholz, Halili (83. Schnell), Bernhard (90.+2 Kuß), Z. Jalkalma (79. Kienle)
Nach gutem Beginn und einer Möglichkeit kassierten die Gäste mit dem ersten TuS-Angriff das 0:1. Es folgten zwei weitere Gegentore – ebenfalls nach Standards. „Da haben wir schwach verteidigt“, klagten Sportdirektor Michael Höft und Coach Torben Scherer unisono. Einig waren sich beide auch, dass es langsam Zeit wird, den Schalter umzulegen. Vier Spiele, vier Niederlagen – es droht ein ähnlicher Fehlstart wie vorige Saison. Nach dem 1:3 durch Henry Schneberger (47.) vergaben die Winterbacher erneut eine Doppelchance. Der Gegner nutzte derweil seine Möglichkeiten eiskalt. Zu allem Überfluss sah Max Stumm beim Elfmeter zum 1:4 auch noch die Rote Karte. Höft: „Ein gebrauchter Sonntag.“
SVW: Kretzschmar – Leister, Stork, E. Becker, L. Becker (75. Warkus), Fett, Pfenning, Schneberger (78. Wingenter), Stumm, Görlek (45. Zimmermann), Pawlowitz (45. Blaum)
Landesliga Ost
Nichts zu holen gab’s für die Grün-Weißen gegen den Aufstiegsanwärter. „Das ist auch nicht der Maßstab für unsere junge Mannschaft, die noch lernen muss und auch darf“, analysierte Sportdirektor Sebastian Frey. Da ging Coach Ali Cakici mit: „Wir haben 20 Minuten gut dagegengehalten, gegen Ende haben wir den nötigen Widerstand vermissen lassen.“ Und genau auf diesen käme es in den nächsten Spielen an, wenn es gegen Mannschaften auf Augenhöhe geht – als Erstes gegen Cakicis „alte Liebe“, den TuS Marienborn. Wichtig ist für ihn: „Ich habe Spaß mit den Jungs, mich bringt da nichts aus der Ruhe.“ Dabei hatte es sogar richtig gut begonnen für die Spielvereinigung: Bereits nach acht Minuten brachte Lukas Schmitt die Hausherren in Führung. Das weckte bislang noch ungeschlagene, sehr sympathisch auftretende Pfälzer, die durch Moritz Reuther zum verdienten Ausgleich kamen (18.). Auch in der Folge hatte Speyer Oberwasser, kam zu zahlreichen Abschlüssen und durch Marco Grimm zur 2:1-Pausenführung. Auch im zweiten Durchgang blieb Speyer am Drücker, das 3:1 durch Cyprian Sobanski fiel fast zwangsläufig. Als der eingewechselte Francesco Teodonno eine Zeitstrafe absitzen musste, machte Valentino Zuch den 4:1-Deckel drauf.
SpVgg.: Haas – Parlak, Vogelsberger, Commes, Tzieply, Schmitt, Boev (64. Keserue), Zey, Stavridis, Schien, Scherer (61. Teodonno).