
Worms. Für Neuhausen geht das Abenteuer Landesliga wohl zu Ende. Beim 0:10 in Speyer offenbarte sich ein Klassenunterschied, der Rückstand auf den vorletzten Tabellenplatz liegt nun bei vier Punkten. Die TSG Pfeddersheim (0:0 gegen Büchelberg) und der SV Gimbsheim (2:2 gegen Billigheim-Ingenheim) knöpften Spitzenteams Punkte ab und leisteten damit Tabellenführer VfR Grünstadt Schützenhilfe im Aufstiegskampf. Die Wormatia-Reserve verlor gegen Weisenau mit 1:2.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.
Neunzehn Minuten hielten die Wormser dem Druck der Platzelf stand, dann leitete ein „Abseitstor“, so TuS-Trainer Franz Graber, die Niederlage der Gäste ein. Torschütze Niklas Helfenstein (19., 22.) legte drei Minuten später den zweiten Treffer nach, ehe Valentino Zuch (28.), Mirco Müller (41.) und Nico Schubert (45.) schon vor dem Seitenwechsel den Deckel drauf machten. Schubert (57.), Müller (73., 83.), Zuch (76.) und Moritz Reuther (90.) machten es im zweiten Durchgang dann sogar zweistellig. Graber war angefressen: „Mit Personalproblemen ist so ein Ergebnis nicht mehr zu erklären. Das hat dann doch eher etwas mit Einstellung und Ehre zu tun.“
Trotz des Punktgewinns gegen den Meisterschaftsanwärter aus der Pfalz waren die Pfeddersheimer nach der Partie nicht vollumfänglich zufrieden. „Von der Leistung her wäre heute ein Sieg für uns verdient gewesen“, berichtete TSG-Trainer Pietro Berrafato. Drei „Hundertprozentige“ hatte er sich in der ersten Halbzeit notiert, wobei Vincent Haber mit seinem Kopfball an die Latte der Führung am nächsten kam. Nach der Pause hatte Dominick Schwarz den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber aussichtsreich. Und die Gäste? „Bei Standards waren sie gefährlich. Aber aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen“, so Berrafato.
Gegen den als Tabellendritten angereisten TSV reichte es aufgrund des späten Treffers von Laurent Laturner (90.+3) zwar nur zu einem Punkt, für Steven Jones fühlte sich das Remis trotzdem wie ein Sieg für die Moral an. „Wir waren zweimal in Unterzahl, haben dreckig verteidigt und versucht, Standards zu erzwingen. Das hat geklappt“, freute sich Jones. Sein Torhüter Enes Aslan hatte in der 29. Minute nach einer Notbremse „Rot“ gesehen, den darauffolgenden Freistoß von Laturner konnte Ersatz-Keeper Tom Steinbach nicht halten. Kapitän Mor Horvath (59.), der später ebenfalls Rot wegen einer Notbremse sah, glich aus. Eric Reil (83.), der eine Kopfballvorlage von Lucas Ring verwerten konnte, ließ den SV am Dreier schnuppern. Bis wieder Laturner zuschlug. Jones: „Wir sind trotzdem zufrieden.“
VfR-Co Eugen Gopko, der nach der Beförderung von Björn Weisenborn die Geschicke der Zweiten hauptsächlich leitet, sah seine Elf klar überlegen agieren. „Das Chancenverhältnis lag ungefähr bei 15:3 für uns“, berichtete Gopko. Trotzdem brauchte es einen Elfmeter, um in Front zu gehen: Justin Tamon (49.) blieb vom Punkt cool. Die Mainzer wiederum trafen bei eigenem Strafstoß nur den Pfosten. Da Goalgetter Mao Koyama (74., 90.+3) aber davor und danach zwei individuelle Fehler bestrafen konnten, hieß der Sieger am Ende SVW Mainz.