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Landesliga: Zwei dicke Brocken vor der Brust

Landesligisten des TuS Hackenheim sind beim Spitzenreiter gefordert, die des SV Winterbach beim Tabellendritten

von Jochen Werner · 21.11.2025, 11:00 Uhr · 0 Leser
Sowohl die Hackenheimer, als auch der SV Winterbach müssen gegen die Top-Teams der Liga ran.
Sowohl die Hackenheimer, als auch der SV Winterbach müssen gegen die Top-Teams der Liga ran. – Foto: Sebastian Bohr

Hackenheim/Winterbach. Zwei großen Brocken sehen sich der TuS Hackenheim und der SV Winterbach an diesem Wochenende in der Landsliga West gegenübergestellt. Der TuS tritt am Samstag (17 Uhr) beim enteilten Klassenprimus SC Hauenstein an, der SV erwartet am Sonntag (15 Uhr) den Rangdritten SV Hermersberg. Ob die Partie allerdings auf dem Rasen am Winterbacher Felsen oder auf dem Sommerlocher Kunstrasen ausgetragen wird, soll sich erst am Freitag nach Redaktionsschluss entscheiden.

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Hackenheimer mit guten Erfahrungen in Hauenstein

TuS-Spielertrainer Tim Hulsey atmete nach dem beiden Heimsiegen zuletzt hörbar auf. "Es war wichtig, dass wir die Punkte eingefahren und jetzt ein bisschen Luft nach unten haben", schickte er vorweg. Persönlich hat er gute Erfahrungen mit dem früheren Regional- und langjährigen Oberligisten aus dem Pfälzer Wald. "Wir haben in den letzten Jahren zweimal dort gespielt und zweimal gewonnen." 3:0 und 6:2 lauteten die Ergebnisse für Hulseys Team. Damals allerdings waren die Voraussetzungen andere. Jetzt grüßen die Hausherren mit einem satten zehn-Punkte-Vorsprung von der Spitze, trotz einer 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende bei der SG Meisenheim.

Auch am Wochenende möchte man etwas mitnehmen

0:3 lautete das Hinrundenergebnis am Felseneck. "Wir waren agiler, aber nicht effizient", rekapituliert der Coach. Zudem habe man im Aufbau einige Fehler begangen. Etwas, was bei der Qualität und der Konstanz, die die Pfälzer an den Tag legen, nicht wiederholt werden darf. "Denn sonst kannst du nix mitnehmen." Genau das will der TuS aber. Und deshalb heißt es, im Verbund und kompakt zu verteidigen, so zu agieren wie zuletzt zu Hause, die eigenen Standards gut auszuführen und vorne effizient zu sein, zu stechen. Niklas Wollmann fehlt wegen seiner Abschlussprüfung und wird positionsgetreu in der Anfangself wahrscheinlich von Henrik Sperling ersetzt. Niklas Schneider wird laut Hulsey wieder "ein Stückweit selbst entscheiden"; wie er sich fühlt. "Die Jokerrolle tut ihm gut", so der 37-Jährige.

Beim SV Winterbach werden Tagesform und individuelle Fehler entscheiden

Mit einem 2:0 für den SV Hermersberg endete Anfang August die erste Auswärtsreise des SV Winterbach in der Landesliga. SV-Trainer Torben Scherer spricht nicht nur deshalb mit Hochachtung und Respekt von der Mannschaft von Christopher Ludy. Der langjährige Mittelstürmer des FK Pirmasens habe mit seiner Erfahrung eine taktisch und technisch gut ausgebildete Mannschaft, die auch die körperlichen Komponenten mitbringe und "bei weiten nicht den typischen Pfälzer Fußball" spiele, so Scherer. Allerdings seien in der Liga eine Vielzahl an unterschiedlichen Faktoren für den Spielausgang zuständig. "Am Ende sind immer zwei Komponenten entscheidend, die Tagesform und wem es gelingt, weniger individuelle Fehler zu machen", sagt Scherer.

Top-Torjäger sind angeschlagen

Die Winterbacher sind seit fünf Spielen auf eigener Wiese ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden). Mit etwas Glück könnte am Samstag Samuel Keßler wieder ins Tor zurückkehren. Angeschlagen sind allerdings Niklas Secker und mit Elias Pfenning und Henri Schneberger die beiden Akteure, die bislang für 21 von 29 Treffern verantwortlich zeichnen. Ins Bockshorn jagen lässt sich Scherer auch bei einem möglichen Ausfall nicht. "Wir werden in jedem Fall einen schlagkräftigen Kader haben." Einen, der viel sicherer auftritt als zu Saisonbeginn und Scherers Motto verwirklichen will: "Wir nehmen es, wie es kommt, und würden gern im Flow bleiben."