
Hackenheim/Winterbach. Sonntagnachmittag ist Landesliga-Zeit. Sowohl der TuS Hackenheim als auch der SV Winterbach erwarten um 15 Uhr Gäste. Am Felseneck ist der Tabellendritte SV Hermersberg zu Gast, am Winterbacher Felsen gibt der SV Kirchheimbolanden seine Visitenkarte ab. In beiden Spielen sind vom Papier her jeweils die Gäste leichte Favoriten.
Aus der Elf, die mit dem TuS Hackenheim am vergangenen Sonntag ein 2:2-Unentschieden beim FC Schmittweiler-Callbach erreichte, fallen Niklas Schneider und Jasper Schulz definitiv aus. Schulz kehrt am Sonntagabend erst von einer kurzen Reise zurück, Routinier Schneider leidet unter Beschwerden in der Kniekehle. "Wir hoffen, dass er bald Entwarnung geben kann und dass nur der Muskel betroffen ist", sagt Spielertrainer Tim Hulsey und ist "vorsichtig optimistisch, dass der Kader sonst weitgehend komplett ist."
Auch wenn der Gegner aus der Südwestpfalz bisher in dieser Saison in der Fremde erst einmal verloren hat (2:3 am ersten Spieltag bei den damals noch ambitionierten Sportfreunden Bundenthal) und sogar bei Klassenprimus SC Hauenstein einen Dreier holen konnte, ist Hulsey auch mit Blick auf die Begegnung "vorsichtig optimistisch". Wenn es seinem Team gelinge, schläfrige Phasen zu vermeiden und die Grundtugenden einbringe, gleichzeitig die Chancen besser nutze als in der vergangenen Woche und sich über die kompletten 90 Minuten nicht verstecke, dann sieht der 37-Jährige beim Abpfiff ein ausgeglichenes Heimkonto als durchaus realistisch an. Aktuell stehen hier vier Dreier fünf Pleiten gegenüber. "Wir haben aber in der Vorbereitung auf unserem Kunstrasen gute Leistungen gezeigt und wollen das jetzt auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres auf die Liga übertragen", so Hulsey.
Die Winterbacher kehren nach zwei Ausflügen zum Sommerlocher Kunstrasen zurück zum heimischen Felsen. "Im Hinspiel in Kibo hatten wir Pech, hätten etwas mitnehmen können", blickt Coach Torben Scherer auf die 1:2-Niederlage Anfang September, für die Felix Reißmann, früher im Trikot von Wormatia Worms, RWO Alzey Alemannia Waldalgesheim, mit einem Treffer drei Minuten vor Schluss verantwortlich zeichnete. Trotz engem Kader habe der SVW damals gut gegengehalten, so Scherer.
Die eigene 0:5-Klatsche vom vergangenen Sonntag beim SV Rodenbach vergessen machen, das ist Ziel der Winterbacher. Wie? Natürlich. Auch Scherer bemüht die "Grundtugenden wie Zweikampfführung, Leidenschaft, Körpersprache", will eine Reaktion sehen, "Kibo ärgern, Räume schließen, gut umschalten." Eines ist klar: Auch im achten Heimspiel in Folge soll Punkte bringen, am liebsten gleich drei. Dann würde der Aufsteiger dem von Timo Riemer trainierten SV Kibo, der im Hinspiel noch von Rang zwei grüßte, im Tableau mächtig auf die Pelle rücken.
Jonas Kunz und Henry Schneberger stehen weiter nicht zur Verfügung. Der Kader füllt sich gegenüber der Rodenbach-Partie aber trotzdem. Sebastian Fett ist wieder dabei, auch Niklas Secker könnte wieder eine Alternative sein. Hinter Leon Leister steht nach einem Arbeitsunfall und einer Handverletzung noch ein Fragezeichen. Ausreden will Scherer aber nicht gelten lassen. "Egal wie. Es ist nicht so, als ob uns die halbe Mannschaft fehlt und wir das Handtuch werfen müssen", sagt er.