
Region. Die drei Landesliga-Teams aus der Region stehen am Wochenende vor schweren, aber machbaren Aufgaben. Auf dem Papier am härtesten trifft es dabei die SG Weinsheim, die am Sonntag (15.30 Uhr) den wiedererstarkten Verbandsliga-Absteiger TuS Steinbach erwartet. Der SV Winterbach und der TuS Hackenheim müssen ebenfalls am Sonntag ran, das Team vom Felsen beim SV Morlautern, das vom Felseneck im Kreis Kreuznach-Derby beim FC Schmittweiler-Callbach.
Hulsey: Chancen früh nutzen
Der TuS Hackenheim ist mit der 18:3 Tore-Ausbeute aus den jüngsten drei Spielen mit neun Zählern zur besten Offensive der Liga aufgestiegen. Pierre Merkel und Noel Schywalski teilen sich dabei mit jeweils neun Treffern Platz zwei der aktuellen Torschützenliste. Am Sonntag (15.30 Uhr) geht es für das Team von Tim Hulsey zum FC Schmittweiler-Callbach, der am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale in der letzten Minute der regulären Spielzeit das 3:4 gegen den klassenhöheren SC Idar fing und somit ausschied.
„Bei einer Verlängerung hätte ich gesagt, dass sie Kräfte gelassen haben. Aber der FC ist eine Mannschaft, die immer an ihre Grenzen geht. So hat ihnen das Spiel nichts ausgemacht.“ Hulsey erwartet einen enorm lauf- und kampfstarken Gegner und sagt mit den Erfahrungen des 8:1-Heimsieges gegen die TSG Trippstadt vor Wochenfrist im Hinterkopf: „Es wäre hilfreich, wenn wir unsere Chancen schon früh nutzen könnten.“ Natürlich habe man sich mit dem FC-Sturmduo Aurel Rech und Michael Hammerschmidt beschäftigt. Es komme aber darauf an, die eigenen Aufgaben zu erfüllen. Heißt für Hulsey: „Die Aufgabe ist schwer, aber machbar.“ Auch ohne die beiden aus beruflichen Gründen fehlenden Niklas Wollmann und Henrik Sperling.
Redschlag: Umschwung einleiten
„Wir freuen uns auf das Heimspiel.“ Für Weinsheims Spielertrainer Luca Redschlag ist das Treffen mit dem TuS Steinbach vor allem eine Gelegenheit, nach zuletzt drei verlorenen Partien den Umschwung hin zum Guten einzuleiten. Dabei gelte es, die Moral mitzunehmen, die seine Elf trotz der 2:5-Niederlage beim TSV Zweibrücken gezeigt habe. An die Leistung dieser Begegnung, die eine deutliche Steigerung gegenüber den Pleiten gegen Morlautern und Weinheim war, will Redschlags Team anknüpfen. Nico Kuß, Niklas Mittwich und Keeper Nartin Prencipe-Steeg werden wieder im Kader stehen. Der Einsatz von Joshua Weber ist noch fraglich.
Scherer: Zu-Null-Siege machen Mut
Beim SV Winterbach ist der Optimismus zurück. Sonntag (15 Uhr) steht beim SV Morlautern ein Spiel auf Augenhöhe an. Der Elfte gastiert beim 14., hat aber offensiv mehr als doppelt so oft getroffen wie die Lauterer Vorstädter (21:9), die SVW-Trainer Torben Scherer nach seinen Beobachtungen als „sehr junge und unerfahren Mannschaft“ bezeichnet, die aber sehr viel Potenzial habe und gerade im offensiven Umschaltspiel sehr unbequem sein könne. Vor allem auf dem relativ kleinen Kunstrasen. Deshalb sei es für seine Truppe wichtig, in der Restverteidigung sicher zu stehen. Aber keine Frage.
Die drei Zu-Null-Siege aus den jüngsten vier Partien haben den Soonwäldern Mut gemacht. „Das haben wir in kompletten letzten Saison nicht geschafft“, sagt Scherer und freut sich über die Entwicklung, die sogar ohne den verletzten Torgaranten Elias Pfenning weiterging. Der 23-Jährige wird auch am Sonntag noch ausfallen, genauso wie Marius Reidel und Philipp Keim. Den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, gibt es am Felsen nicht. „Aber wir wollen schon einen Dreier und uns ein Polster aufbauen“, so der Coach, dem es um die Gesamtentwicklung seiner Jungs und des gesamten Vereins geht.