
Winterbach. Im Derby gegen die SG Meisenheim haben die Landesliga-Fußballer des SV Winterbach vor 248 Zuschauern am Felsen ein 2:2 (1:1) geholt. Allerdings führte der SVW zweimal und agierte obendrein noch mehr als eine Stunde lang in Überzahl.
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Jonas Kunz hatte die Gastgeber nach einem langen Ball, den die Meisenheimer nicht geklärt bekamen und den Luis Becker über die Abwehr hob, in Führung gebracht (19.). Nur wenig später sah Meisenheims Mika Maurer von Schiedsrichter Julian Klimesch wegen Foulspiels die Rote Karte (27.). Trotzdem schafften die Gäste neun Minuten den Ausgleich durch Noel Eckel (36.). Im Finish gelang den Winterbachern durch ihren Goalgetter und spielenden Co-Trainer Elias Pfenning das 2:1 (77.). "Ein hervorragender Umschaltmoment", schwärmte Scherer. "Elias hatte eine Lücke gesehen und den Ball über den Torwart gelupft." Doch auch die erneute Führung hielt nicht besonders lange. Leon Bock sorgte mit seinem Treffer in der 83. Minute für den Endstand.
"Mit diesem Ergebnis müssen wir unter dem Strich zufrieden sein", kommentierte Winterbach-Cheftrainer Torben Scherer im Anschluss an den Prestigefight gegen seinen Ex-Klub. "Dass wir zweimal geführt und zweimal einen Standard bekommen haben, als wir leider beim Einlaufen nach einem Eckball gepennt haben, ist natürlich ärgerlich und maximal unglücklich. Zu verteidigen waren beide Gegentreffer – aber das zieht sich wie ein roter Faden durch die Runde... Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass wir in der ersten Halbzeit zwei- oder dreimal Glück hatten – wir hätten zur Pause auch 1:3 hinten liegen können."
Auf dem tiefen Platz („Wir sind alle gerutscht“) habe der Kick teilweise an ein Lotteriespiel erinnert. "Wir haben den Kampf ganz gut angenommen, haben immer wieder Nadelstiche setzen können und es phasenweise ganz okay gemacht – da kann man drauf aufbauen", resümierte Scherer. "Aber wir haben es nach dem 2:1 verpasst, irgendwie die Entscheidung herbeizuführen." Nach der frühen Roten Karte gegen die Gäste habe man "zwar numerisch Überzahl gehabt. Aber man hatte nicht den Eindruck, dass wir tatsächlich ein Mann mehr sind. Der Gegner ist sehr viel in Zwischenräume gelaufen, das haben wir nicht so gut gelöst".
SV Winterbach: Keßler; Leister, Blaum, Zimmermann, L. Becker (70. Stumm), E. Becker (87. Görlek), Pfenning, Kunz, Schneberger, Secker, Fett (90.+1 Reidel).