
Der TuS Westerholz zieht seine erste Frauenmannschaft aus der Landesliga Lüneburg zurück. Das Team steht mit nur einem Punkt aus zwölf Spielen auf dem letzten Tabellenplatz und hat mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen. Die Abmeldung hat auch Folgen für die zweite Mannschaft, die in der Kreisliga spielt.
„Wir melden die Mannschaft ab, weil wir aufgrund von Personalmangel die kommenden Spiele sonst nur noch in Unterzahl mit acht oder neun Spielerinnen hätten bestreiten können. Der Rest des Kaders ist aktuell langzeitverletzt oder fehlt aus privaten Gründen“, begründet Sascha Lotz, Trainer der ersten Frauenmannschaft des TuS Westerholz, die Entscheidung. Lotz hatte erst in der Winterpause die Verantwortung übernommen. Er trat die Nachfolge von Christian Ritter an, der sein Amt aus beruflichen Gründen niederlegen musste.
Der neue Trainer hatte sich bewusst für den Schritt in den Frauenbereich entschieden. „Ich wollte schon länger eine Frauenmannschaft trainieren, nachdem ich zuvor viele Jahre im Mädchen- und Jugendbereich gearbeitet habe. Der TuS Westerholz bot mir die Möglichkeit, diesen Schritt zu gehen“, erklärte er gegenüber FuPa. Auch der Wechsel nach Westerholz kam nicht zufällig zustande „Der Kontakt zum Verein wurde über den Sponsor Jörg Niepel hergestellt, der mich und meine Arbeit über die vielen Jahre in Rotenburg kennt.“
Nach nur wenigen Wochen im Amt muss Lotz nun gemeinsam mit dem Verein und der Mannschaft die Abmeldung umsetzen. Für die kommende Saison sieht er die Lage jedoch deutlich positiver. „Das Team wird dann durch die Abmeldung in der Kreisliga antreten müssen. Hier ist das Ziel ganz klar der direkte Aufstieg in die Bezirksliga.“ Lotz bleibt auch nach der Abmeldung Trainer der Mannschaft und soll den personellen Neuaufbau begleiten.
Die Entscheidung hat auch Folgen für die zweite Mannschaft in der Kreisliga Auch sie muss durch den Rückzug der ersten Mannschaft in der kommenden Saison eine Klasse tiefer antreten. „Wir wollen weiterhin auch eine zweite Mannschaft anbieten, in der Einsteigerinnen, die Lust haben, mit Fußball anzufangen, direkt Punktspiele bestreiten und damit Spielpraxis in der Kreisklasse sammeln können. Man kann also sofort loslegen, ohne sich erst über längere Zeit im Training in die Mannschaft spielen zu müssen“, so Lotz.