
Pfeddersheim. Die TSG Pfeddersheim ist mit einer Niederlage in die Landesliga-Saison gestartet. Das Heimspiel gegen den SV Südwest Ludwigshafen endete mit einem 2:0-Sieg des Aufsteigers. Auch der SV Gimbsheim tat sich gegen einen Aufsteiger schwer und holte bei Marienborn II trotz klarem Chancenübergewicht nur ein Unentschieden. Den zweiten Sieg im zweiten Spiel sicherte sich die Reserve des VfR Wormatia Worms: In Ingelheim gewann die von Eugen Gopko betreute Mannschaft mit 3:1.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.
"Wir haben in den entscheidenden Momenten Fehler gemacht", brachte Pietro Berrafato die Spielanalyse auf den Punkt. So auch beim 0:1 in der 17. Minute durch Tim Bügenburg. Dessen Ecke fand nämlich nur deshalb den Weg direkt ins Tor, da die Absprache zwischen Torwart und dem Spieler am kurzen Pfosten falsch lief. Auch beim zweiten Tor durch Julien Jubin (55.) sah die Hintermannschaft der Platzelf nicht gut aus. Berrafato: "Mit der Laufbereitschaft und dem Willen meiner Jungs bin ich zufrieden. Die Mannschaft will, aber kann noch nicht." Immerhin der Anschlusstreffer schien möglich: Erst zielte Ali Alan (81.) nur knapp daneben, dann traf Kapitän Fabian Sombetzki in der Nachspielzeit noch das Lattenkreuz. Berrafato: "Ein Erfolgserlebnis wäre schon toll gewesen."
Der große Rasenplatz und die sengende Hitze waren wohl ausschlaggebend dafür, dass sich beide Mannschaften zeitweise eher träge über das Geläuf schleppten. "Es war kein schönes Spiel, es gab wenig Spielfluss", fand VfR-Co-Trainer Eugen Gopko. Den Unterschied machte zunächst Erstmannschaft-Leihgabe Isaac Okwubor (28.) der nach Vorarbeit von Amir Moore den ersten guten Spielzug der Gäste mit dem Führungstreffer veredeln konnte. Die Freude währte nur kurz: ein abgewehrter Flankenball der Ingelheim wurde im Zentrum nicht wegverteidigt, so dass sich Maximilian Tzieply (39.) von der Sechzehnerkante die Ecke aussuchen konnte – 1:1. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, ehe Okwubor (47.) die erneute Gästeführung herstellen konnte. Wie beim entscheidenden 3:1 durch David Boateng (70.) kam die Vorarbeit von der linken Seite. Gopko: "Obwohl wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht haben, war das am Ende ein verdienter Sieg."
"Wenn du auswärts einen Punkt holst, ist das ja eigentlich ganz gut", konnte SV-Trainer Steven Jones seine Enttäuschung nach dem Abpfiff jedoch nicht ganz verbergen: "Es war schon so, dass wir das Ding am Ende hätten gewinnen können. Aber es hat das Quäntchen Glück gefehlt." Zunächst mussten die Gimbsheimer aber einem Rückstand hinterherlaufen, nachdem Vincent Feierabend von der Strafraumgrenze den Ball an den Innenpfosten gesetzt hatte. Gimbsheim machte in der Folge Druck und kam trotz der engen Räume der eifrigen TuS-Mannschaft immer mal wieder zu Chancen. Eine der besseren konnte nur durch ein Foul an Reda Chkifa unterbunden werden – Strafstoß. Den verwandelte der Gefoulte in der 37. Minute selbst zum 1:1. In der zweiten Halbzeit wurde Gimbsheim immer stärker, Marienborn war fast nur noch in der Defensive. Ein möglicher weiterer Elfmeterpfiff blieb aus, ein Kopfballtor von Nico Scherer wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. Jones: "Wir haben mit einigen Schiedsrichterentscheidungen gehadert. Letztlich müssen wir das Spiel aber trotzdem für uns entscheiden."