
Im Duell der beiden Trainer, die ihren jeweiligen Verein am Saisonende verlassen, gab es einen klaren Sieger: Die von Sebastian Wirtz trainierte Germania aus Teveren schlug in der Fußball-Landesliga Raspo Brand mit Coach Daniel Formberg mit 6:0.
Zunächst deutete jedoch wenig darauf hin, dass es ein Torfestival gibt. Beide Teams waren zu Beginn um Spielkontrolle bemüht, Torraumszenen waren absolute Mangelware.
Und so dauerte es bis zur 29. Minute, ehe der erste Ball überhaupt in Richtung Tor ging. Teveren kombinierte sich über rechts in den Strafraum, Patrick Rubaszewski legte quer, Olaife Orolade drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie. Es dauerte keine 60 Sekunden, da legte die Germania nach. Joel Klieber flankte butterweich auf Maximilian Wickum, der völlig freistehend das 2:0 per Kopf erzielte.
Nachdem Raspo-Torwart Andrii Marchenko dann zum ersten Mal einen Ball gehalten hatte, musste er in Minute 32 das Leder erneut aus dem Netz holen. Nach einer schnell ausgeführten Ecke kam Tarik Kabalakli aus wenigen Metern zum Schuss, Marchenko konnte nur abprallen lassen, der gedankenschnelle Kabalakli traf im zweiten Versuch. Olaife Orolade und Maximilan Wickum ließen bis zur Pause noch Chancen liegen, auf der anderen Seite zielte Mika Frenzen nach einem Solo zu ungenau. So blieb es bis zur Pause beim 3:0.
„Ich denke, wir haben gut ins Spiel gefunden, hatten mehr Ballbesitz in den ersten 30 Minuten. Dann kippt das Spiel innerhalb von drei Minuten durch ein schön herausgespieltes Tor von Teveren, einen individuellen Fehler und nach einer Ecke, bei der wir alle pennen“, sagte ein konsternierter Daniel Formberg nach dem Abpfiff.
Daniel Formberg wechselte zur Pause dreifach und seine Mannschaft legte den Vorwärtsgang ein. Erst vor wenigen Wochen hatte Raspo nach einem 0:3 zur Halbzeit gegen Kurdistan Düren noch 3:3 gespielt. Der eingewechselte Delany Arigbe scheiterte in Minute 47 aus kurzer Distanz an Germania-Keeper Niklas Aretz, wiederum nur zwei Minuten später ließ Raspo eine Großchancen nach einem Freistoß liegen. Teveren hingegen kam erstmal nicht gut uns Spiel.
Die Germania schaffte es jedoch, die Brander Drangphase unbeschadet zu überstehen und zeigte sich weiter extrem effektiv. Wobei Raspo bei den Gegentreffern kräftig mithalf. In der 68. Minute bugsierte Nils Küppers eine scharfe Hereingabe von rechts ins eigene Tor, vier Minuten später verlor das Formberg-Team den Ball im Spielaufbau und Folajomi Orolade traf mit einem satten Schuss aus rund 18 Metern zum 5:0.
Erneut Folajomi Orolade blieb dann nach einem haarsträubenden Fehlpass eiskalt vor dem Tor und machte das halbe Dutzend voll (81.).
Als Schlüssel zum Sieg nannte Sebastian Wirtz vor allem die Effektivität seiner Mannschaft. Teveren steht aktuell auf Rang vier der Tabelle, den man nun verteidigen möchte.
„Die Niederlage geht in Ordnung, und auch in der Höhe sind wir es selbst schuld“, sagte Daniel Formberg. Raspo Brand steht auf Platz zwölf, sieben Punkte vor der Abstiegszone.
Weitere Ergebnisse:
Fliesteden - Schafhausen 3:0 (1:0): 1:0 Di Fine (26.), 2:0 Chanaa (68.), 3:0 Catic (82.)
Glesch-Paffendorf - Kurdistan Düren 1:1 (1:0): 1:0 Hendem (48.), 1:1 Baidoo (70.)
Uevekoven - SV Eilendorf 1:3 (1:0): 1:0 Czichi (24.), 1:1 Soleimankhani (73.), 1:2 Knoben (84.), 1:3 Dörfler (88.)
Lich-Steinstraß - Hürth 0:0
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