
Nach dem späten Heimsieg gegen FT Schweinfurt will der TSV Großbardorf auch bei Alemannia Haibach punkten. Während die Gastgeber dringend Zähler im Abstiegskampf benötigen, geht es für die Grabfelder um Konstanz – und um die Vermeidung eigener Fehler.
Der TSV Großbardorf reist am 29. Spieltag der Landesliga Nordwest zur abstiegsbedrohten Alemannia aus Haibach. Während die Gastgeber nach dem 2:2 in Dampfach weiter unter Zugzwang stehen, wollen die Gäste aus der Grabfeldgemeinde an ihren Last-Minute-Erfolg gegen FT Schweinfurt anknüpfen.
Dabei hatten es die "Gallier" am vergangenen Wochenende erneut spannend gemacht. Erst in der Nachspielzeit gelang Simon Götz der umjubelte 2:1-Siegtreffer gegen die Freien Turner. Zuvor hatte Yasir Aldijawi per Kopf ausgeglichen. Dass seine Mannschaft in der Schlussphase nicht nachlässt, wertet Trainer Robin Keiner als positives Signal – ohne dabei die Defizite zu verschweigen:
„Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir sind jetzt, wenn man mal die FuPa-Formtabelle nimmt, nach fünf Spielen, die ich im Amt bin, Sechster. Das ist jetzt weder gut noch schlecht. Es ist vernünftig, mehr aber auch nicht.“
Mit Blick auf die Tabelle könnte der TSV mit einem Auswärtssieg nach Punkten mit dem Sechsten Hain gleichziehen. Doch der Coach mahnt zur Bodenständigkeit – und zur Fehlervermeidung:
„Es ist natürlich so, dass die Niederlagen, die wir kassiert haben, vor allem jetzt zu Hause, einfach selbst verschuldet waren. Das wissen wir auch. Das haben wir aufgearbeitet, das haben wir angesprochen und werden es auch weiter ansprechen.“
Personalien: Osama Alawami und Ronny Mangold fehlen verletzungsbedingt sicher, zudem gibt es noch 4-5 angeschlagene Spieler bei denen sich der Einsatz am Wochenende kurzfristig entscheidet.
Für die Alemannia aus Haibach war das Remis in Dampfach ein Punktgewinn mit bitterem Beigeschmack. Zwar traf Jan Bartunek doppelt, doch nach Roter Karte gegen Marlon Fritschi (76.) mussten die Unterfranken in Unterzahl über die Zeit retten. Mit 30 Punkten rangiert Haibach weiter gefährlich nahe an der Abstiegszone.
Entsprechend deutlich fällt das Fazit von Abteilungsleiter Marco Trapp aus:
„Natürlich war das 2:2 in Dampfach zu wenig für uns! Wir wollen uns jetzt zu Hause gut präsentieren und wenn möglich die drei Punkte in Haibach behalten, um uns etwas Luft zu verschaffen!“
Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams endete im Oktober torlos. Auch damals begegnete man sich auf Augenhöhe. Im Rückspiel geht es nun für beide Seiten um viel – wenn auch mit unterschiedlicher Zielsetzung.
Personalien: Marlon Fritschi (Rot-Sperre), Stanislav Lutenko ist nach seiner Verletzung zurück im Kader, ansonsten ist die Mannschaft des SV komplett.
Die weiteren Spiele des 29. Spieltags:
