
Der SV Buckenhofen empfängt den FSV Stadeln – und beide wissen: Wer hier patzt, verliert mehr als nur drei Punkte. Im Hinspiel war Effizienz der Schlüssel, jetzt zählen Reife, Form und Nerven.
Wenn der Tabellenzweite den Dritten empfängt, ist die Ausgangslage klar – aber alles andere als einfach. Der SV Buckenhofen (61 Punkte) könnte sich mit einem Heimsieg gegen den FSV Stadeln (57) die Pole Position im Rennen um den Relegationsplatz sichern. Umgekehrt hat Stadeln die Chance, den Rückstand auf einen Zähler zu verkürzen – und damit den Druck zurückzugeben.
Das Hinspiel im Oktober gewann Buckenhofen mit 3:1 – überraschend deutlich, wenn man den Spielverlauf betrachtet. „Das Hinspiel war schon ziemlich einseitig, obwohl wir gewonnen haben“, erinnert sich SVB-Coach Lucas Eisgrub. „Wir hatten eine der wenigen Male in der Saison einfach eine sehr gute Chancenverwertung.“
Dass es diesmal enger zugehen dürfte, liegt auch am Formhoch der Gäste: Stadeln gewann zuletzt mit 3:2 gegen Schwabach und zeigte dabei eine bärenstarke erste Stunde. „Hochverdient meiner Meinung nach“, sagte Trainer Manfred Dedaj. „Wir waren einfach in allen Belangen besser. Taktisch, spielerisch, Mentalitätsmonster am Spieltag.“
Stadelns Coach fordert für das Spitzenspiel vollen Fokus: „Wenn wir dabei bleiben wollen, müssen wir gewinnen. Das ist uns auch klar.“ Dabei macht er keinen Hehl aus der Bedeutung der Partie: „Das gibt’s nicht kurz vor Schluss – für die Zuschauer ein Spitzenspiel, für uns ein Schlüsselspiel.“
Auch bei Buckenhofen ist die Stimmung gut – die Mannschaft ist seit vier Spielen ungeschlagen, zuletzt gab es einen späten, aber verdienten 1:0-Sieg in Mitterteich. Der goldene Torschütze: Joker Julian Friedhelm, der nach seiner Einwechslung stach. Eisgrub bleibt dennoch realistisch: „Wir hoffen, dass wir irgendwie über die Ziellinie robben und dann in der Relegation mitmischen dürfen. Einfach als Highlight.“
Im Vergleich zur Vorrunde dürfte die Partie taktisch geprägt sein. Während Buckenhofen auf defensive Kompaktheit und Umschaltmomente setzt, bringt Stadeln offensive Variabilität mit – zuletzt überzeugten unter anderem Weber, Ahmed und Spielmacher Höhenberger. Auch Jonas Köstler, Torschütze beim 3:2 gegen Schwabach, steht sinnbildlich für die gallige Spielweise der Dedaj-Elf.
In der Tabelle könnte ein Heimsieg Buckenhofen den Relegationsplatz fast schon sichern – zumindest vorläufig. Großschwarzenlohe an der Spitze scheint enteilt, Stadeln, Erlangen-Bruck und Schwabach lauern auf einen Ausrutscher. Der Druck liegt daher auf beiden Seiten...
Personalien SV Buckenhofen: Tobias Lösel (Rippenverletzung)
Personalien FSV Stadeln: Verletzungsbedingt fehlt lediglich Lukas Kqira ansonsten kann Coach Dedaj aus den vollen Schöpfen
Der komplette 31. Spieltag der Landesliga Nordost:
