
Vor dem finalen Spieltag der Landesliga Nordost treffen zwei Mannschaften mit maximalem Druck aufeinander: Der FSV Stadeln kann mit einem Heimsieg die Bayernliga-Relegation perfekt machen – der SV Mitterteich braucht einen Coup, um die Klasse zu halten.
Aber nicht nur für Mitterteich und Stadeln wird es am Wochenende spannend...
Es ist das wohl emotionalste Spiel dieses 34. Spieltags: Der FSV Stadeln, aktuell Tabellenzweiter mit 64 Punkten, empfängt am Samstagnachmittag den stark abstiegsbedrohten SV Mitterteich (15./38 Punkte). Beide Vereine stehen vor einer sportlich wie psychologisch herausfordernden Partie – mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen.
Die Hausherren aus Stadeln gaben zuletzt beim 1:1 in Lauterhofen zwei wichtige Punkte ab, bleiben aber dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem punktgleichen SV Buckenhofen auf Relegationsplatz zwei. Trainer Manfred Dedaj bleibt gelassen und positiv: „Die Stimmung bei uns ist super, das ganze Jahr schon. Wir haben bis jetzt sehr gut gespielt und wollen am letzten Spieltag zu Hause auch noch das positiv gestalten.“
Die Reaktion seiner Mannschaft auf die schwierige erste Halbzeit in Lauterhofen gefiel Dedaj: „Für mich war wichtig, dass die Jungs nach der Halbzeit eine Reaktion gezeigt haben. Das haben sie auch gemacht und haben richtig guten Fußball gespielt. Wir hätten viele Tore schießen müssen.“ Für das finale Heimspiel gegen Mitterteich gibt der Coach eine klare Marschroute vor: „Wir wissen auch, dass wir am Samstag diese drei Punkte unbedingt holen müssen. Und das versuchen wir einfach.“
Personalien FSV Stadeln: Bis auf Jonas Köstler stehen Coach Dedaj alle Mann zur Verfügung.
Die Gäste aus der Oberpfalz reisen mit dem Rücken zur Wand an. Zwar gelang beim 2:0 gegen Forchheim zuletzt ein überzeugender Auftritt mit Toren von Alexander Dylda (44.) und Filip Berka (89.), doch die Ausgangslage bleibt prekär: Punktgleich mit Lauterhofen und Quelle Fürth, aber mit dem schlechtesten direkten Vergleich, droht Mitterteich trotz allem noch der Absturz.
Teammanager Tobias Eckert fasst die Lage realistisch zusammen: „Von den drei punktgleichen Teams haben wir aufgrund des jeweils deutlich verlorenen direkten Vergleichs die schlechteste Ausgangsposition. Zudem steht uns mit dem Auswärtsspiel beim FSV Stadeln die mit Abstand schwerste Aufgabe ins Haus.“ Er betont aber auch den Kampfgeist der Truppe: „Wir werden in jedem Falle alles raushauen, was noch im Tank ist, wissen aber sehr wohl, dass wir ein kleines Wunder brauchen.“
Hoffnung gibt die Rückkehr von Torjäger Marco Kießling, der nach Verletzung zumindest auf der Bank Platz nehmen soll. Ob es für einen Einsatz reicht, hängt laut Eckert „auch vom Spielverlauf an diesem Spieltag ab“.
Die Rechenspiele vor dem letzten Spieltag: Oben wirds einfach, unten voller Spannung: Gewinnt der FSV Stadeln gegen Mitterteich, ist dem Team von Trainer Manfred Dedaj der zweite Platz und damit die Teilnahme an der Relegation zur Bayernliga nicht mehr zu nehmen. Sollte Stadeln jedoch nur Remis spielen oder gar verlieren, könnte der punktgleiche SV Buckenhofen noch vorbeiziehen – vorausgesetzt, er holt seinerseits drei Zähler.
Am Tabellenende verspricht der letzte Spieltag Hochspannung: Mehrere Konstellationen sind möglich, doch eines scheint sicher: Der 14. der Landesliga Nordost wird aller Voraussicht nach in die Relegation um den Klassenerhalt müssen – der direkte Sprung ans rettende Ufer ist kaum noch realistisch.
Die restlichen Partien des 34. Spieltags:
