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Nichts schenken werden sich der SV Rust mit Adem Özkan (rechts) und der FV Schutterwald und Rico Frädrich im Rückrundenspiel.
Nichts schenken werden sich der SV Rust mit Adem Özkan (rechts) und der FV Schutterwald und Rico Frädrich im Rückrundenspiel. – Foto: Wolfgang Künstle

Landesliga I Kompakt - Ortenauer Klubs versprühen Optimismus

Offenburg und Schutterwald wollen sich von den Abstiegsrängen distanzieren +++ Ihre Gegner Rust und Seelbach wollen den SC und den FV hingegen noch tiefer in den Abstiegskampf hineinziehen +++ Langenwinkel schielt Richtung vorderes Tabellendrittel

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Der Start für die Teams aus der Region in die Frühjahrsrunde war suboptimal. Nun heißt es alle Kräfte zu bündeln, um sich im Abstiegskampf zu befreien.

SC Offenburg – FSV Seelbach (Samstag, 15 Uhr): Drei Punkte sind Pflicht im Abstiegskampf für den SCO. Dass dieses Vorhaben nicht einfach wird, weiß Co-Trainer Yannick Männle: " Seelbach steht wie wir unten drin und für beide Mannschaften ist ein Sieg Pflicht. Wir müssen von Anfang an hellwach sein und dem Gegner unser Spiel aufzwingen. Die Jungs wissen Bescheid, wenn wir nicht voll bei der Sache sind, dann kann uns das Gleiche drohen wie im Hinspiel." Gemeint ist die herbe Auswärtsniederlage. In Seelbach rannten die Offenburger buchstäblich ins Verderben und kamen am Ende mit 1:6 deutlich unter die Räder. Vor allem die Konterstärke des Aufsteigers bereitete dem SCO damals mächtig Probleme. Ein besonderes Augenmerk muss die Defensive der Offenburger auch auf Seelbachs Top-Stürmer Fabian Kloos sowie Spielgestalter Sascha Roth legen. FSV-Trainer Oliver Dewes sagt klar: "Die Etappe für uns ist lang, wir müssen jedes Spiel neu angehen und das dann auf den Platz bringen." Einen Blick auf die Tabelle wirft er derzeit nicht, da es in der ausgeglichenen Liga sowieso keinen Sinn machen würde. Erneut so leidenschaftlich wie vergangenes Wochenende soll seine Mannschaft auftreten, "dann ist auch was drin."


FV Schutterwald – SV Rust (Sonntag, 15 Uhr): Bei den Rustern kehren in den kommenden drei, vier Wochen weitere bislang verletzte oder kranke Aktive wieder in den Trainingsbetrieb zurück. "Wir haben dann einen noch verschärfteren Konkurrenzkampf, das kann gut tun", ist Trainer Christian Saban überzeugt. In Schutterwald, bei einem unmittelbaren Konkurrenten, will der Aufsteiger mit hoher Priorität auf Punkte aus sein. "Schutterwald hat taktische Stärken, einen starken Torhüter. Sie waren in dieser Saison schwankend unterwegs, haben sich zuletzt ein Stück weit stabilisiert. Dennoch sind wir nicht chancenlos", sagt Saban. Sein Personalbestand ist weiter Schwankungen unterworfen. Onur Cantürk (familiäre Gründe) und Artur Schlotgauer (verletzt) fehlen beispielsweise, dafür zeichnet sich die Rückkehr Marvin Sehrers ab. Schutterwalds Trainer Marc Hertwig weiß, dass sich der Punkt vom vergangenen Wochenende nur lohnt, wenn nun nachgelegt wird. Weniger erfreut zeigt sich Hertwig daher rückblickend über das Hinspiel, dass Schutterwald in Rust mit 0:2 verlor und dabei eine seiner schwächsten Saisonleistungen zeigte. Im Vergleich benötige es eine deutliche Leistungssteigerung.


FV Langenwinkel – SpVgg Ottenau (Sonntag, 15 Uhr): Der FV Langenwinkel hat sich vorgenommen, die vergangene Woche zum Auftakt beim Heimsieg gegen den SC Durbachtal gezeigte Leistung zu bestätigen. Mit der Spvgg Ottenau reist eines der Überraschungsteams der Runde an. "Sie stehen zurecht da, wo sie stehen. Schmunzeln muss ich, wenn ihre Stärke allein auf Alexander Merkel reduziert wird. Er saß vergangene Woche auf der Bank, dennoch wurde Niederschopfheim geschlagen", sagt FVL-Trainer Klaus Stefan. Für die eigene Mannschaft geht es darum, möglichst konstant weiter zu punkten, stets die hinteren Tabellenregionen im Blick zu bewahren. Beim 3:0-Hinspielsieg "hat uns Ottenau große Probleme bereitet. Trotz des Sieges war einiges Glück dabei", so Stefan. Victor Draghici kehrt nach seiner Sperre zurück, hinter gleich drei Spielern stehen aufgrund von Blessuren aus der Vorwoche dicke Fragezeichen.


SV Niederschopfheim – SV Sinzheim (Sonntag, 15 Uhr): Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause erwartet der SV Niederschopfheim den SV Sinzheim. Für den Gastgeber verlief der Start am vergangenen Wochenende mehr als enttäuschend, denn bei der 0:3-Niederlage in Ottenau stimmten Resultat und Leistung nicht. Trainer Jan Herdrich: "Wir haben schlecht gespielt und verdient verloren. Ottenau hat es mit seinen Mitteln gut gemacht. Unsere Mannschaft hat im Training aber Reaktion gezeigt und jetzt muss am Sonntag gepunktet werden." Der SVN (10. Platz/22 Punkte) wird dabei seine Hoffnung auf den starken Auftritt in der Hinrunde beim 5:2-Sieg in Sinzheim legen. Auch der SVS (7. Platz/ 26. Punkte) hatte letztes Wochenende vermutlich höhere Erwartungen. Beim 1:1 gegen Ulm gelang ein frühes Tor in der zweiten Minute, aber kurz vor Ende kassierte man den Ausgleich. Mit den 26 Punkten liegt Sinzheim aber zumindest in Schlagweite des Relegationsplatzes und wird entsprechend ehrgeizig ans Werk gehen. Der Kader der SV Niederschopfheim sieht vermutlich ähnlich wie in Ottenau aus, da sich die Liste der Verletzten nicht wirklich reduziert. Trainer Herdrich wird also wieder auf junge Kräfte setzen.

Aufrufe: 016.3.2023, 18:55 Uhr
Benedikt Hecht (BZ)Autor