
Gimbsheim/Worms. Sowohl der SV Gimbsheim als auch die zweite Mannschaft des VfR Wormatia Worms sind mit Siegen in die neue Landesliga-Saison gestartet. Während die Altrheiner die Punktspiel-Premiere von Trainer-Routinier Ali Cakici bei der SpVgg. Ingelheim mit einem 3:1-Erfolg verdarben, steht Wormatia II nach einem 6:0 über Aufsteiger SKC Barbaros sogar auf dem ersten Tabellenplatz, gemeinsam mit dem FC Speyer, der mit dem gleichen Resultat den SV Kirchheimbolanden bezwang. Die TSG Pfeddersheim holt ihre Auftaktpartie beim SVW Mainz am 20. August nach.
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Dass beim SVG vier Neuzugänge und der A-Jugendliche Pascal Blasczyk auf der Linksverteidiger-Position in der Startelf standen, war dem dominanten Spiel der Platzelf nicht anzumerken. Gerade in der ersten Halbzeit dominierten die Gimbsheimer die Partie, erarbeiteten sich einige Chancen und ließen hinten nichts zu. Lohn der Mühen: Diyar Yildiz erzielte das 1:0. In der 16. Minute wurde der vom FSV Schifferstadt gekommene Offensivspieler frei gespielt, machte im Strafraum dann noch mal zwei Schlenker, ehe ihm der Ball auf dem richtigen Fuß lag. Sein Schuss ins kurze Eck bedeutete die Führung. „Das ist dann das Gefährliche an solchen Spielen. Trotz Überlegenheit machst du nur ein Tor“, schwante SV-Trainer Steven Jones Böses. Und tatsächlich: Mit der ersten Chance im Spiel gelang den Rotweinstädtern in der 54. Minute der Ausgleich durch Leon Reitemeyer. Nach einem langen Ball landete sein Chip hinter SV-Keeper Niklas Radmacher in den Maschen. „Das kam aus dem Nichts“, fand Jones, den die Reaktion seiner Mannschaft in der Folge aber beeindruckte: „Da haben wir uns reif verhalten, sind nicht nervös geworden und haben weiterhin das Spiel kontrolliert.“ Sein Gegenüber Cakici interpretierte diese Phase anders: „Nach dem 1:1 waren die geschockt, darauf hatten wir gehofft. Wir waren daraufhin drauf und dran das Spiel an uns zu reißen.“ Tatsächlich dauerte es aber nur vier Minuten, ehe Gimbsheim Reda Chkifa die Platzelf wieder in Führung bringen konnte. Vom Elfmeterpunkt ließ er dem Ingelheimer Torwart Fabian Haas keine Chance. Vorausgegangen war ein klares Foul an Stürmer Dominick Schwarz. Der ganz große Auftritt des Rückkehrers aus Pfeddersheim folgte in der 81. Minute, als ein Distanzschuss von Schwarz unhaltbar im Winkel landetete – die Vorentscheidung. Davor und danach gehörte die Bühne fast ausschließlich dem eingewechselten Adriano Fragomeli, der sich gleich mehrere Chancen erarbeitete oder für seine Mitspieler, darunter seinen Bruder Piero (85.), Chancen kreierte. Jones: „Adriano ist einfach eine Waffe. Gerade wenn du führst, ist er mit seiner Geschwindigkeit kaum zu halten.“ Letztlich blieben die Mühen Fragomelis fruchtlos, trotzdem war der Sieg des SV am Ende verdient. Das fand auch Ingelheim-Coach Cakici: „Wenn man das gesamte Spiel sieht, ja. Der Sieg für Gimbsheim ist verdient.“
Trainer Björn Weisenborn hatte sich gewünscht, dass man einen deutlichen Unterschied zwischen seiner routinierten Mannschaft und dem Liga-Neuling ausmachen kann. Diesen Wunsch konnte ihm seine Elf erfüllen. Vom Start weg dominierten die Wormser die Partie. Schon nach fünf Minuten brachte Justin Jennewein den VfR per Seitfallzieher-Direktabnahme in Front. Nur drei Minuten später war es Finn Scheufele, der bereits die Weichen auf Sieg stellte. „Nach den ersten tollen fünfzehn Minuten haben wir dann etwas nachgelassen, weil wir gemerkt haben, dass wir nicht mehr tun müssen“, so die Erkenntnis von Co-Trainer Eugen Gopko. Gegen den „dankbaren Auftaktgegner“, so Gokpo, war es dann Erstmannschaft-Leihgabe Ufuk Kömesögütlü (30.), der per Weitschuss das 3:0 besorgte. Mit dem zweiten Tor von Scheufele (45.) schien die Messe bereits früh gelesen zu sein. Nach der Halbzeitpause zerfledderte die Partie wegen zahlreicher Wechsel auf beiden Seiten etwas, das spielbestimmende Team blieb aber durchweg die Platzelf. Emre Gümüs (77.) und Omar Hashem Sayed (81.) machten das halbe Dutzend voll und sicherten damit die erste Tabellenführung der Saison. Eine Kabinenparty war die logische Folge. „Wir wissen den Sieg aber durchaus einzuordnen. Das wird in den nächsten Wochen nicht so weitergehen“, ordnete Gopko den dreifachen Punktgewinn demütig ein.