2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Landesliga: »Die alten Hasen« richten es

Deutliche Pleiten für den SV Gimsbheim und TuS Neuhausen +++ Die TSG Pfeddersheim feiert hingegen einen lockeren 4:0-Sieg +++ Der Wormatia-Nachwuchs jubelt ebenfalls

von Michael Mayer · Heute, 19:58 Uhr · 0 Leser
Klar unterlegen: Der Gimbsheimer Nico Wendling (rechts) verlor mit seiner Mannschaft gegen den FSV Offenbach um Daniel Szadorf deutlich.	Foto: Christine Dirigo/pakalski-press
Klar unterlegen: Der Gimbsheimer Nico Wendling (rechts) verlor mit seiner Mannschaft gegen den FSV Offenbach um Daniel Szadorf deutlich. Foto: Christine Dirigo/pakalski-press

Gimbsheim. Rechnerisch ist der Landesliga-Verbleib von TuS Neuhausen noch möglich, doch nach der 20. Saisonniederlage der Wormser, die bei Phönix Schifferstadt mit 0:4 unterlagen, glaubt wohl auch der größte Optimist nicht mehr an den Klassenerhalt des Aufsteigers. Umgekehrt könnten die Pfeddersheimer nach dem 4:0 über Ingelheim eigentlich die Sektkorken knallen lassen – was aufgrund der verbliebenen minimalen Abstiegschance der TSG noch nicht passiert ist.

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TuS-Trainer Franz Graber war unzufrieden mit der ein oder anderen Abwehraktion seiner Farben, die man hätte besser lösen müssen. So sah Graber den langen Ball, der dem 1:0 durch Luca Krämer (25.) vorausging „zehn Minuten in der Luft. Der Stürmer macht das dann klasse, aber eigentlich hat die Innenverteidigung genug Zeit, die Situation zu entschärfen.“ Auch den weiteren Toren durch Krämer (50., 71.) und dem finalen 4:0 durch Cedrik Rodach (91.) waren individuelle Fehler der Gäste vorausgegangen. Deren eigene Chancen durch Leonhardt, Bernhardt oder Frey blieben fruchtlos – und kamen zu spät.

„Die alten Hasen“, so TSG-Chef Rolf Emrich, hatten beim Sieg gegen die Rotweinstädter besonders überzeugt. Emrich: „Jeder Trainer kann froh sein, wenn er eine Achse aus Marcell Oehler, Fabian Herchenhan und Fabio Schmidt aufbieten kann.“ Genau diese drei TSGler fabrizierten dann auch die Führung: Ecke Oehler, Ablage Herchenhan, Flachschuss Schmidt (25.). Kurz vor der Pause war es dann Marcell Oehler (44.), der nach einer Balleroberung durch Lazar Ilic flach zum Abschluss kam - 2:0. Ingelheim machte auf, riskierte viel – und fing sich weitere Gegentore durch Ilic (57.) und Dominick Schwarz (82.). Sogar ein höherer Sieg wäre möglich gewesen, fand Emrich, der nach der Partie den Rechenschieber hervorkramte: „Sollte es vier Absteiger geben, sind wir noch immer nicht hundertprozentig gerettet.“

Ist die Luft beim SV nun endgültig raus? Das Ergebnis suggeriert es, doch SV-Coach Steven Jones hebt dagegen die Qualität des Gegners hervor. „Und unsere eigene Personaldecke ist sehr dünn, da wir aktuell viele Spieler an die zweite Mannschaft abgeben. Trotzdem wollen wir die Runde ordentlich zu Ende spielen.“ Nach dem frühen Rückstand durch Paul Fitzthum war das der Platzelf durchaus auch anzumerken. Chancen zum Ausgleich durch Artur Schreider oder Lucas Ring waren da. „Aber das waren auch keine Tausendprozentigen“, musste Jones zugeben. Statt des Remis’, nachdem es Mitte der zweiten Halbzeit förmlich roch, machte Offenbach in der Schlussphase durch zwei Kontertore alles klar. Ermal Kuqi (83.) und Cedrik Wunsch (88.) durften sich spät in die Torschützenliste eintragen.

Die schwache Chancenverwertung der Wormatia-Reserve ist seit Wochen „ein leidiges Thema“, so VfR-Coach Eugen Gopko. Auch gegen Schifferstadt ließ die Offensive einige Chancen liegen, während der Gegner durch Diyar Yildiz zeigte, was Effektivität bedeutet - 0:1. Tim Nagel konnte für die Wormatia ausgleichen, die kurz darauf gut 70 Minuten in Überzahl agieren konnte, da Schifferstadts Dino Sonko nach einer Tätlichkeit „Rot“ sah. Noch vor der Pause stellte Justin Jennewein die Weichen auf Heimsieg. Nach dem Seitenwechsel stellten Justin Tamon (Foulelfmeter) und Basiru Joof den 4:1-Endstand her.