2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Landesliga: Bitterer Auftakt für Pfeddersheim

Die TSG wehrt sich in Unterzahl gegen Grünstadt lange, am Ende aber vergeblich +++ Pleiten gab es auch für den TuS Neuhausen und Wormatia Worms II

von Michael Mayer · Heute, 19:05 Uhr · 0 Leser
Endstation Maximilian Schäfer: Der Pfeddersheimer Marcell Oehler (rotes Trikot) kommt in dieser Szene nicht am Torwart des VfR Grünstadt vorbei, der von Mitspieler Nico Müller (rechts) unterstützt wird.	Foto: Axel Schmitz/pakalski-press
Endstation Maximilian Schäfer: Der Pfeddersheimer Marcell Oehler (rotes Trikot) kommt in dieser Szene nicht am Torwart des VfR Grünstadt vorbei, der von Mitspieler Nico Müller (rechts) unterstützt wird. Foto: Axel Schmitz/pakalski-press

Pfeddersheim. Die TSG Pfeddersheim und TuS Neuhausen bleiben auch nach dem 19. Spieltag tief drin im Abstiegskampf. Weder gegen Grünstadt (TSG) noch in Ingelheim (TuS) gab es was zu holen. Mit einer Niederlage startete auch die Wormatia-Reserve ins Jahr. Durch das 1:3 gegen Speyer ist der zweite Tabellenplatz futsch, der Rückstand auf Tabellenführer SV Büchelberg auf vier Punkte angewachsen. Der SV Gimbsheim (3:0 in Knittelsheim) ist derweil bemüht den Kontakt zu den Topteams beizubehalten.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

Eine engagierte Leistung der Platzelf inklusive zwischenzeitlicher Führung durch einen Flugkopfball von Fabian Herchenhan (60.), wurde am Ende nicht belohnt. Die vermeintlich spielentscheidende Szene ereignete sich in der 65. Minute, als Herchenhan VfR-Spielertrainer Nico Müller unbeabsichtigt im Gesicht traf und dafür die Rote Karte sah. „Eine harte Entscheidung“, fand Rolf Emrich, der Erste Vorsitzende der TSG. Pietro Berrafato, der neue Übungsleiter der Pfeddersheimer, hätte ebenfalls mehr Milde vom Unparteiischen erwartet: „Da kann man Gelb geben, vielleicht auch zehn Minuten. Aber nicht Rot. In Unterzahl war es dann schwer für uns“. Inklusive später Nackenschläge. Erst traf Finn Cleres (92.) nach einem langen Einwurf von Yannik Niemann, der an den langen Pfosten verlängert wurde, unglücklich ins eigene Netz. Und mit der letzten Aktion der Partie, einem Eckball, setzte Luca Jensen mit dem 1:2 den dramatischen Schlusspunkt. Berrafato: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Im Sechspunktespiel erwischten die Gastgeber den besseren Start und trafen durch Francesco Teodonno (6.) früh zur Führung. Für den Pausenstand sorgte Maximilian Tzieply, der unmittelbar nach dem Seitenwechsel mit dem dritten Treffer auch die Vorentscheidung herbeiführte, zumal Neuhausen kurz darauf eine Rote Karte sah. Ein Doppelschlag von Noah Mukanya rundete den souveränen Auftritt der Rotweinstädter ab.

Der FC Speyer präsentierte sich in Worms als das forschere und giftigere Team. Die Führung des VfR durch einen Kopfball von Elias Wekesser nach etwas über einer Stunde war entsprechend schmeichelhaft. Doch binnen zehn Minuten rückten die Pfälzer die Kräfteverhältnisse ins rechte Licht: Mirco Müller (74., 84. Foulelfmeter) und Marco Grimm (82.) drehten das Ergebnis und sorgten für lange Gesichter bei der Elf von Björn Weisenborn.

„Das war souverän, aber nicht einfach“, lautete das Fazit von SV-Trainer Steven Jones nach dem Auswärtssieg. Den Grundstein des Erfolges setzte Adriano Fragomeli, der in der 17. Minute einen langen Ball von Nico Wendling über die TuS-Abwehrkette aufnehmen und zur Führung veredeln konnte. Viel mehr passierte zunächst nicht, ehe die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit etwas mehr in die Waagschale warfen und auf den Ausgleich drängten. Den gefährlichsten Schuss der Knitteslheimer konnte Niklas Radmacher an den Pfosten lenken. Kurz darauf gelang Reda Chkifa (77.) „ein sensationelles Tor“, so Jones. Der Mittelfeld-Wirbler hatte seinen Gegenspieler getunnelt und startete dann ein Solo, welches im 0:2 mündete. Das dritte Tor fabrizierten die glücklosen Gastgeber in der 90. Minute selbst – Endstand: 0:3.