
München – Fabian Lamotte und der FC Wacker München, das scheint zu harmonieren. Seit diesem Sommer ist der Ex-Profi Cheftrainer der Münchner und formte aus dem Vorjahresaufsteiger ein Top-Team.
„Wir haben viel Qualität in der Mannschaft.“
Fabian Lamotte, Trainer des FC Wacker München.
Der Aufschwung kommt jedoch nicht von ungefähr. „Ich habe eine sehr intakte und fitte Mannschaft übernommen“, rühmt Lamotte seine Vorgänger für deren gute Arbeit. „Wir haben viel Qualität in der Mannschaft.“ Darauf lässt die vorangegangene Serie mit sieben Spielen ohne Niederlage schließen.
Dabei setzte die Lamotte-Elf deutliche Ausrufezeichen mit einem 9:0-Auswärtssieg gegen Schlusslicht Aich und einem 3:3-Remis gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Aubing. Der Plan der Blausterne scheint absolut aufzugehen.
Trotz der äußerst eindrucksvollen Hinserie stapelt Lamotte weiterhin tief. Er will seine Mannschaft zum Rückrundenstart stabilisieren, damit der FC Wacker München am Ende der Saison „im oberen Drittel der Bezirksliga“ Oberbayern Süd landet. Das Hauptaugenmerk bleibt die Weiterentwicklung seiner Spieler.
Groß auf dem Transfermarkt müsse der FC Wacker nicht aktiv werden, sagt Lamotte. Ganz nach dem Motto: Never change a winning Team. Die Mannschaft habe sein vollstes Vertrauen. Einzig auf einer Position sieht Lamotte Potenzial: „Wir werden auf jeden Fall einen Stürmer dazuholen.“
Auch der Vorbereitungsplan steht bereits fest. Mit dem ASV Dachau und dem SV Nord München-Lerchenau – beide spielen Bezirksliga – will sich der FC Wacker „mit Mannschaften auf Augenhöhe messen.“ Der Auftakt in der Rückrunde gegen Waldperlach, Denklingen, Gilching und Wolfratshausen könnte dann eine klare Tendenz für den restlichen Saisonverlauf aufzeigen.
Die ersten Begegnungen gegen Teams aus der unteren Tabellenregion scheinen vermeintlich einfacher zum Start. Davon lässt sich Lamottes Mannschaft jedoch nicht beeinflussen: „Ich weiß nicht, ob das dankbar ist.“ Die ersten Spiele werden eine Richtung vorgeben, was noch drin ist für Wacker dieses Jahr. Der Coach will einfach „gut in die Rückserie starten.“
Lamotte, der als Trainer bei Dachau und Pullach bereits Erfahrungen in der Bayern- und Landesliga gesammelt hatte, verlängerte seinen Vertrag nach der Hinrunde vorzeitig bis Sommer 2027. Ob der Bezirksligist damit bereits Aufstiegspläne schmiedet, lässt der 41-Jährige allerdings noch offen: „Wir wollen gut starten und schauen, was dieses Jahr noch möglich ist.“ (Quirin Wullrich)