Kommentar: Die Revolution ist abgesagt!

Chaos bei den Schiedsrichtern im Fußballkreis Bielefeld.

Für die Dinge, die unter der Woche bei den Bielefelder Fußballschiedsrichtern passiert sind, fallen einem gleich mehrere Vokabeln ein: Palastrevolution zum Beispiel oder versuchter Königsmord, um es noch dramatischer zu machen. Doch der Schuss, den Ingo Engelstädter und eine in Teilen mit der Amtsführung von Philip Dräger offenbar unzufriedene Basis abgegeben haben, ist nach hinten los gegangen. Engelstädters schneller Rücktritt und Drägers Wiedereinführung in sein altes Amt haben alles wieder auf Anfang gestellt.

Nun darf sich ein mit den herrschenden Zuständen nicht einverstandener Mensch sicher immer und überall als Wahlalternative zur Verfügung stellen – nur sollte er dann auch ein Konzept und eine neue Mannschaft in petto haben. Was bei Engelstädter offensichtlich nicht der Fall war. Und so entsteht der Eindruck, dass der Mann, der als „Drei-Tage-Chef“ in die Geschichte des heimischen Schiedsrichterwesens eingehen könnte, sich die Sache nicht so richtig überlegt hat – oder von dritter Seite instrumentalisiert worden ist.

Die Revolution ist also abgesagt. Für die Schiedsrichter heißt es nun, die Scherben zusammenzufegen und so schnell wie möglich wieder zu einem Miteinander zu finden. Denn für die Leitung der Spiele im Fußballkreis werden sie alle noch gebraucht.

Aufrufe: 012.4.2019, 14:45 Uhr
FuPa / Hans-Joachim KaspersAutor

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