
Der Rückbau des großen Stadions im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Prenzlauer Berg schreitet voran. Am Donnerstagvormittag wurden zwei der vier Flutlichtmasten gesprengt.
Um 11:30 Uhr knallte es im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Zwei Flutlichtmasten des großen Stadions, das sich seit Oktober 2024 im Abriss befindet, wurden am Donnerstagvormittag kontrolliert gesprengt. Nach zwei Warntönen und einer kurzen, lauten Detonation fielen die Masten auf der Haupttribünenseite Richtung Innenraum. Damit schreitet der Rückbau des Stadions voran.
Der Jahn-Sportpark soll zu einer inklusive Sportstätte umgebaut und ein neues Stadion errichtet werden. Die beiden auf Seiten des angrenzenden Mauerparks stehenden Flutlichtmasten bleiben. Sie werden allerdings nach dem Neubau nicht wieder in Betrieb genommen. Rund um den Jahn-Sportpark, der während der Sprengung ebenso wie das Gelände der Max-Schmeling-Halle gesperrt wurde, sammelten sich zahlreiche Schaulustige und Anwohner, die das kurze Spektakel verfolgten. Wenig später konnte der zuvor errichtete Sperrkreis wieder begangen werden.

Das letzte Spiel, das im großen Stadion des Jahn-Sportparks ausgetragen wurde, war das Spiel des FC Viktoria Berlin gegen Augsburg in der ersten Runde des DFB-Pokals im August 2024. Zuvor spielten die Himmelblauen dort ihre Drittliga-Saison. Auch die VSG Altglienicke und der BFC Dynamo nutzten den Jahn-Sportpark teils über Jahre für ihre Heimspiele. Auch der 1. FC Union Berlin schrieb an der Cantianstraße Geschichte, stieg 2009 im Jahn-Sportpark in die 2. Bundesliga auf.