2024-07-17T10:40:36.325Z

Allgemeines
Den entscheidenden Schritt schneller waren die Kicker des TSV Jesenwang (schwarzes Trikot) in der abgelaufenen Saison zu selten.
Den entscheidenden Schritt schneller waren die Kicker des TSV Jesenwang (schwarzes Trikot) in der abgelaufenen Saison zu selten. – Foto: Peter Weber

„Kurs auf Wiederaufstieg“: Jesenwang fortan in der B-Klasse – Volles Vertrauen in den Trainer

Rauf und runter

Der TSV Jesenwang ist in die B-Klasse abgestiegen. Der Verein peilt jetzt den Wiederaufstieg an und setzt weiter auf seinen Trainer Dennis Steininger.

Jesenwang – In den vergangenen 20 Jahren war der TSV Jesenwang so etwas wie ein Kind der A-Klasse – auf jeden Fall keine Fahrstuhlmannschaft. Aber so richtig auf stabilem Kurs blieb der TSV in der höchsten Buchstabenliga nicht. Bis auf einen vierten Platz in der Saison 2016/17, landete der Verein in der A-Klasse stets in der unteren Tabellenhälfte, konnte die Liga aber in vielen Fällen doch immer wieder halten – nicht so in der abgelaufenen Spielzeit. Da ging es in die B-Klasse.

Nachdem sich der TSV in der Vorsaison noch über die Ziellinie gerettet hatte, zeichnete sich der diesjährige Abstieg bereits im Herbstteil der Spielzeit ab. Mit 50 Gegentreffern stellten die Jesenwanger die schlechteste Defensivabteilung ihrer Gruppe. Die höchste Niederlagen fingen sie sich mit 3:10 beim SV Haspelmoor und mit 0:5 in Landsberied ein. Allerdings legt Michael Meßner, Technischer Leiter der Jesenwanger, Wert auf die Feststellung, „dass wir spielerisch meistens recht gut mitgehalten haben“. Allerdings verweist Meßner ebenso auf „reichlich Verletzungspech, das sich die ganze Saison durchgezogen hat“.

Trotzdem reicht es zu respektablen Ergebnissen gegen Mannschaften, die vor dem TSV platziert waren. Durch die beiden Siege gegen die Zweitgarnitur des FC Aich konnte der Dorfverein den letzten Tabellenplatz vermeiden und damit einen zweiten Bonuspunkt ergattern. In der Abstiegsrunde setzte sich der Trend aus dem Herbst fort. Dort gelangen die zwei einzigen Siege gegen den FC Greifenberg. Allerdings bestand mit 31 Gegentreffern in zehn Spiele die Abwehrschwäche weiter.

Symptomatisch für die Abstiegssaison des TSV Jesenwang war die Partie beim TSV Schondorf. In einer wilden letzten halben Stunde hatte man zweimal geführt – allerdings drehte Schondorf die Partie und lag seinerseits in Front. Doch dann bewies Jesenwang so viel Moral, in der Nachspielzeit auszugleichen. Allerdings ebenso viel Leichtsinn, um sich doch noch den Siegtreffer der Gastgeber einschenken zu lassen. Am Ende stand’s 3:4.

Trotz des Abstiegs gab es in Jesenwang keinerlei Zweifel am Trainer Dennis Steininger. „Er bleibt auch in der neuen Saison unser Trainer“, so der Technische Leiter Meßner. Die Mannschaft werde wohl gleichermaßen weitgehend in der gleichen Besetzung zusammen bleiben. „Wir wollen den Kurs schon auf Wiederaufstieg setzen“, so Meßner, ohne allerdings den ganz großen Druck auf Coach und Team ausüben zu wollen. Trotzdem sei das Ziel realistisch. Denn eines haben die vergangenen Jahre ebenfalls gezeigt: Allzu lange haben es die Jesenwanger nie in der B-Klasse ausgehalten, maximal zwei Spielzeiten. (hk)

Aufrufe: 024.6.2024, 09:11 Uhr
Hans KürzlAutor