2026-06-12T06:52:44.557Z

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Kujat: „Wir haben ja, wie gesagt, keinen Druck“

Saisonendspurt im Zeichen der Kontinuität: Nach der fixierten Trainer-Zukunft und dem geschafften Klassenerhalt testet der SSV Markranstädt beim Tabellenvierten neue Optionen.

von red · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jakob Reiche

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Die Sachsenliga biegt auf die Zielgerade ein, und für den SSV Markranstädt haben die verbleibenden zwei Spieltage den Charakter einer sportlichen Sichtungsphase angenommen. Am Sonntag um 15:00 Uhr gastieren die Randleipziger beim FV Dresden 06 Laubegast. Die wichtigste Nachricht der Woche betrifft jedoch die strategische Ausrichtung über den Sommer hinaus: Interimstrainer Ronny Kujat wird den SSV auch über die laufende Spielzeit hinaus als Cheftrainer betreuen. Mit dieser feststehenden Personalentscheidung im Rücken kann das Team die Reise in die Landeshauptstadt vollkommen befreit antreten.

Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit

Sportlich gilt es für den Tabellenneunten (33 Punkte), an die starke Leistung aus dem jüngsten Duell gegen den Spitzenreiter Dynamo Dresden II (0:1) anzuknüpfen. Trotz der knappen Niederlage sah Kujat dort Ansätze, die ihn optimistisch stimmen. Ronny Kujat blickt auf die verbleibenden Aufgaben: „Die letzten zwei Spiele stehen an, beziehungsweise jetzt am Sonntag in Laubegast. Es ist ja so, dass wir gegen Dresden schon ein bisschen unglücklich verloren haben. Weil wir uns in der zweiten Halbzeit nicht belohnt haben, beziehungsweise aus meiner Sicht ein gutes Spiel gemacht haben. Und ja, daran messe ich die Mannschaft. Und ich hoffe, dass wir jetzt dort noch mal eine gute Leistung zeigen.“

Die tabellarische Ausgangslage vor dem 29. Spieltag

Während die Gastgeber aus Laubegast mit 57 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz rangieren und zuletzt einen 2:1-Erfolg gegen den SV Tapfer 06 Leipzig feierten, ist die Gefahrenzone für Markranstädt endgültig außer Reichweite. Diese tabellarische Absicherung erlaubt es der sportlichen Leitung, personelle Experimente unter Wettkampfbedingungen durchzuführen.

Kujat kündigt personelle Rotationen an

Der Cheftrainer wird den unbeschwerten Saisonausklang nutzen, um Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis auf Landesliga-Niveau zu gewähren und Erkenntnisse für die kommende Spielzeit zu sammeln. „Wir haben ja, wie gesagt, keinen Druck, weil wir ja die Punkte schon eingefahren haben, die wir brauchten“, erklärt Kujat die Marschroute. „Ich werde sicherlich auch mal den einen oder anderen spielen lassen, der jetzt ein bisschen hinten dran war, in der Saison nicht immer von Anfang an gespielt hat. Die will ich mir noch mal angucken. Und dann versuchen wir, dort zu punkten und ein ordentliches Spiel zu machen.“

Personelle Situation und Historie

Die personellen Voraussetzungen für das Gastspiel in Dresden stellen sich abgesehen von einer Ausnahme stabil dar. Bis auf eine Gelb-Rote Karte sind laut Kujat „eigentlich alle so weit an Bord“. Dass die Trauben in Laubegast dennoch hoch hängen, beweist der Blick auf das Hinspiel im vergangenen Spätherbst: Damals unterlag der SSV vor heimischer Kulisse mit 0:2. Am Sonntag bietet sich für das neu formierte und unter Kujat gefestigte Team die Chance zur Revanche – ganz ohne den lähmenden Druck des Abstiegskampfes.