2026-05-15T07:40:27.399Z

Ligavorschau

Kürt sich Kareth im Hexenkessel Hainsacker zum Meister?

Bezirksliga Süd, 30. Spieltag: Wenzenbach hofft und empfängt einen selbstbewussten BSC +++ Thalmassing, Pielenhofen und Prüfening spielen sich für die Relegation warm

von Florian Würthele · Heute, 09:30 Uhr · 0 Leser
Macht der TSV Kareth-Lappersdorf (am Ball Peter Hofbauer) ausgerechnet beim Marktderby in Hainsacker (links Simon Pitzl) sein Meisterstück?
Macht der TSV Kareth-Lappersdorf (am Ball Peter Hofbauer) ausgerechnet beim Marktderby in Hainsacker (links Simon Pitzl) sein Meisterstück? – Foto: Florian Würthele

Herzschlagfinale in der Bezirksliga Süd! Sind im Abstiegskampf seit letztem Sonntag sämtliche Entscheidungen gefallen, wird die Meisterfrage erst am allerletzten Spieltag geklärt. Das seit Wochen tobende Fernduell zwischen dem TSV Kareth-Lappersdorf und dem SV Wenzenbach geht in den letzten Akt. Kareth hat als Tabellenführer alle Trümpfe in der Hand, muss am Samstag aber ausgerechnet zum hochmotivierten Markt-Rivalen SpVgg Hainsacker. Zeitgleich empfangen die zwei Punkte zurückliegenden Wenzenbacher den BSC Regensburg. Bühne frei für den finalen Showdown um Meisterschaft und Landesliga-Aufstieg...


„Ausgerechnet“. Dieses Wort trifft es ganz gut. Ausgerechnet im großen Marktderby gegen die SpVgg Hainsacker kann sich der TSV Kareth-Lappersdorf zum Meister küren. Und sich den Lohn für eine insgesamt sehr konstante Saison (Bilanz: 23/2/4) abholen. Oder avanciert der Tabellensiebte zum „Party-Crasher“? Die Hausherren werden jedenfalls bis auf die Fingerspitzen motiviert sein, was diese Aufgabe für den Spitzenreiter nicht einfacher macht. „90 Minuten trennen uns von dem, wofür wir die ganze Saison hart gearbeitet haben – und ausgerechnet im Marktderby gegen Hainsacker entscheidet sich alles“, weiß Kareths Co-Trainer Matthias Heigl um die Bedeutung dieses Spiels. Er fügt an: „Wir werden mit Herz, Leidenschaft und absolutem Willen auf dem Platz stehen. Für unseren Verein, für unsere Fans und für unser gemeinsamen Ziel geben wir noch einmal alles.“

Hainsacker hat sich mit einem enormen Kraftakt und einer tollen Ungeschlagen-Serie während der Frühjahrsrunde den vorzeitigen Klassenerhalt gesichert. Quasi als Lohn darf sich die Truppe von Trainer Jürgen Schneider zum Saisonfinale auf eine große Zuschauerkulisse freuen. „Dem Duell mit Kareth-Lappersdorf können wir befreit entgegensehen. Dennoch werden wir dem Gegner nichts schenken und versuchen, nochmals alles in die Waagschale zu werfen! Mit dem TSV gastiert der haushohe Meisterschaftsfavorit bei uns. Zu Saisonbeginn hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass die Gäste am letzten Spieltag noch um den Titel bangen müssen“, blickt SpVgg-Abteilungsleiter Dieter Schmid auf dieses Derby, das in der Hinrunde in einem gerechten 1:1-Unentschieden mündete.


Ein erneutes Derby-Remis würde plötzlich das Landesliga-Tor für den SV Wenzenbach weit aufstoßen. Die Schützlinge von Günter Brandl gehen mit einem zwei-Punkte-Rückstand auf Kareth in den letzten Spieltag, hätten bei Punktgleichheit jedoch die Nase vorn. Den direkten Vergleich hat der SVW nämlich für sich entschieden (3:0 und 1:2). Keine Frage: Auch Wenzenbach spielt eine bärenstarke Saison. „Wir sind stolz auf die bisher abgelaufene Saison, egal auf welchem Platz sie endet. Wir sind in allen Bilanzen vorne mit dabei“, verdeutlicht Vereinsvorstand Matthias Beier. Dem Heimspiel gegen den BSC Regensburg blickt der Funktionär so entgegen: „Gegen den BSC wird es natürlich auch nicht einfach, weil sie zuletzt gute Ergebnisse gezeigt haben. Aber wenn wir noch Meister werden wollen, müssen wir natürlich unser Heimspiel gewinnen. Gleichzeitig hoffen wir auf Schützenhilfe aus Hainsacker.“

Die Gäste vom Brandlberg dürften mit einer guten Portion Selbstvertrauen anreisen, haben sie seit letztem Sonntag doch den Klassenerhalt in der Tasche. Und das dank eines 7:0-Kantersiegs über Prüfening. Der große Druck ist nun weg. „Erstmal sind wir froh, dass wir nicht in die Saisonverlängerung müssen. Dennoch bin ich ein wenig traurig darüber, dass wir so lange um den Klassenerhalt zittern mussten, weil wir mehr Qualität haben, als es aktuelle Tabellenstand vermuten lässt“, sagt Coach Nizar Klica, der den Wenzenbachern einen guten Kampf verspricht. „Wir wollen uns ohne Druck mit einer Top-Mannschaft aus der Bezirksliga messen. Einfach um zu sehen, wie weit wir weg sind von einer Spitzenmannschaft.“



Die weiteren Partien des 30. Spieltags, in denen es nur noch um die Goldene Ananas geht: