Torjäger Özkan Beyazit konnte in der laufenden Saison erst zwei Treffer erzielen.
Torjäger Özkan Beyazit konnte in der laufenden Saison erst zwei Treffer erzielen. – Foto: Rocco Menger

Küllmer: "Leider hat uns dann das Glück verlasen"

Verbansliga-Aufsteiger hatte mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen

Der Verbandsliga-Aufsteiger SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach erwischte einen tollen Start in der neuen Liga. Am Ende des Jahres ist das Abschneiden aber doch nur durchwachsen.

"Wir sind spektakulär und besser als erwartet gestartet, standen nach zehn Spieltagen auf einem guten sechsten Tabellenplatz. Leider hat uns dann das Glück verlasen, wir hatten mit Problemen außerhalb des Platzes zu kämpfen und mit hauptverantwortlich waren zahlreiche Verletzungen von Stammspielern. Diese konnten wir nicht kompensieren und in der Folge haben wir leider 6 Spiele in Serie verloren. Der Trend ist also nicht gut, dass hat auch für Unmut gesorgt, keine Frage. So stehen wir jetzt auf einem 12. Tabellenrang und sind mitten im Abstiegskampf," blickt sportlicher Leiter Stefan Küllmer auf die vergangenen 16 Spiele zurück, spricht seinem Team aber ein großes Lob aus. Man habe sich sehr schnell an die Geschwindigkeit, Härte und Infrastruktur der neuen Liga gewöhnt.

Nachdem man – ausgenommen die Teilnahme an drei Hallenturnieren – bis vor Kurzem in der verdienten Winterpause war, hat das Team am 15. Januar das Training wieder aufgenommen. Diese Pause war nach der langen Aufstiegssaison auch bitter nötig: "Durch den spannenden Aufstieg der Vorsaison hatten wir so gut wie keine Pause. Ich denke, dass die Truppe irgendwann einfach auch platt, leer und ausgelaugt war. Trotzdem muss man sagen, dass unsere Ergänzungsspieler dadurch Chancen hatten, die man hätte besser nutzen können", so Küllmer.

Küllmer: "Ich rede von Mittelfußbrüchen, Kreuzbändern und Handbrüchen"

Die kurze Pause, gepaart mit der höheren Intensität in der Verbandsliga könnte auch ein Grund für die vielen, zum Teil schweren Verletzungen bei der SG gewesen sein. "Wir hatten dieses Jahr wirklich Pech mit Verletzungen. Ich rede auch nicht von Prellungen oder Zerrungen, sondern von Mittelfußbrüchen, Kreuzbändern und Handbrüchen. Gemischt in Summe ca. sieben Fälle, die sogar eine Operation nach sich gezogen haben", zählt Küllmer die lange Verletztenliste auf.

Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt nur vier Zähler, kein Grund also für Küllmer den Kopf in den Sand zu stecken: "Die Verletztenliste bereinigt sich allmählich, alle konnten mal zur Ruhe kommen. Wir hoffen, dass wir uns gemeinsam aus dem Abstiegsstrudel kämpfen können und peilen natürlich den Klassenerhalt an, das ist unser Ziel. Vor der Saison war großer Wunsch einen einstelligen Tabellenplatz zu erlangen, das wäre Platz 9. Der Wunsch besteht immer noch."

"Das ist ein herber Verlust"

Einen herben Verlust muss die SG Klei./Hun./Doh. aber doch noch hinnehmen: Jannik Schinzel (14 Einsätze) befindet sich ein halbes Jahr im Ausland und steht erst wieder Ende Juni zur Verfügung. Dafür konnte man mit Marcel Foit ein 18-jähriges Talent zur SG lotsen, der in seiner Juniorenzeit sogar Bundesligaerfahrung in Oberhausen und Bochum sammeln konnte.

Aufrufe: 022.1.2023, 09:55 Uhr
redAutor