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KSV Reichelsheim setzt auf frische Kräfte

14 Neuzugänge vermeldet der KSV Reichelsheim, darunter jede Menge Erfahrung +++ Nun visieren die Reichelsheimer einen einstelligen Tabellenplatz an

von Thomas Nikella · 30.07.2026, 17:00 Uhr · 0 Leser
Um Noah Bechtel (rechts, hier im Laufduell mit Türkspors Fatih Sevindik) entsteht bei der KSV Reichelsheim gerade eine neue Mannschaft, die unter die Top 10 der A-Liga will.	Foto: Herbert Krämer
Um Noah Bechtel (rechts, hier im Laufduell mit Türkspors Fatih Sevindik) entsteht bei der KSV Reichelsheim gerade eine neue Mannschaft, die unter die Top 10 der A-Liga will. Foto: Herbert Krämer

Reichelsheim. Harte Zeiten für die Fußballer des KSV Reichelsheim, die mal wieder einen Umbruch vollziehen müssen. Zehn Spieler verließen den Club, 14 kamen und wollen den KSV auf stabilere Beine stellen. Optimismus bei KSV-Urgestein Norbert Leist.

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Trainer und Mannschaft waren nicht mehr auf einer Wellenlänge

Das Fazit des FAbteilungsleiters fiel nicht gerade euphorisch aus: "Wir haben nicht das Optimale aus der Spielzeit 2025/26 herausgeholt. Es hat einfach vieles nicht gestimmt in der Mannschaft." Alles gipfelte im Rücktritt von Trainer Tobias Plagge, der die Mannschaft nicht mehr erreichte, weil er auch mit seiner Spielidee nicht durchdrang. Nach Meinung von Leist habe die Mannschaft der letzten Spielzeit nicht an einem Strang gezogen. So kam es zu katastrophalen Vorstellungen, wie auch zu einigen überraschend überzeugenden Spielen, in denen die KSV-Elf demonstrierte, welche Fähigkeiten in ihr steckten. "Gegen die Topteams SG Sandbach (1:2) und beim SV Hummetroth II (0:2), die ja auch am Ende ganz oben standen, riefen unsere Schützlinge eine Top-Leistung ab. Beim 1:0-Derbysieg in Nieder-Kainsbach lieferte unsere Mannschaft über den Kampf einer ihrer besten Vorstellungen." Aber es gab eben auch niederschmetternde Auftritte, wie das 4:6 beim TSV Sensbachtal. An das 2:6 bei der Höchster Reserve will sich Leist überhaupt nicht gerne erinnern. Zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung waren kaum zu begreifen, spiegelten sich aber in 74 Gegentreffern in 30 Meisterschaftsspielen wieder.

Zu kleiner Kader sorgte für wenig Entlastung

"Mit dem Potenzial, das diese Mannschaft besaß, müssen wir direkt hinter dem Aufstiegstrio einlaufen. Unser größtes Problem war, dass wir einen zu kleinen Kader besaßen und wir es uns nicht leisten konnten, auf den einen oder anderen Spieler zu verzichten", sagt Leist, dem besonders die vorzeitige Aufgabe von Tobias Plagge leid tut, denn er war in der Krisensaison, als der Fortbestand des Seniorenfußballs beim KSV auf dem Spiel stand, einer der engagierten Retter.

Schließlich gewann der KSV Robby Weimar als neuen Spielertrainer. Besonders bitter war auch die Verletzung von Torjäger Edwin Untereiner, der für die Restrunde nach der Winterpause ausfiel. Die Ausgangslage für die neue Spielzeit hat sich völlig verändert. 14 neue Spieler haben sich dem KSV angeschlossen. Die Reichelsheimer werden mit einem 25-Mann-Kader in die Spielzeit 26/27 gehen. Erste Aufgabe vor eigenem Publikum ist der TSV Seckmauern II am 2. August.

Ein großer Teil der Neuverpflichtungen bringt viel Erfahrung in den Kader mit: Frank Hirschhausen spielte zuletzt in Aschbach in der A-Liga Bergstraße, den Leist als einen kompletten Fußballer beschreibt, weil er schnell ist, und einen starken Schuss hat. Ihm traut Leist zehn bis 15 Tore zu.

Viel Erfahrung und zwei neue Assistenten

Ebenfalls für den Angriff kommt Luca Dalaneze Cayres, ein routinierter 35-jähriger Brasilianer. Im Mittelfeld ist der Zuwachs noch stärker: Orkan Filiz (Vielbrunn), Ogulcan Güzel (Aschbach), und besonders Luca Nardella (Nieder-Kainbach), ist auch jemand, der weiß, wo das Tor steht. Einer der interessantesten Neuzugänge ist Oleksandr Lapochkin vom VfL Michelstadt: "Er ist schon 39, aber ein starker Innenverteidiger", schiebt Norbert Leist nach. Darüber hinaus strömen auch mehrere junge Fußballer in den Seniorenbereich. Cheftrainer Robby Weimar bekommt mit Micha Domes und Francisco Javier Holgado Gutierrez zwei Assistenten dazu. Einen Platz unter den ersten Zehn hält Norbert Leist für möglich.