Die SG KAarst leider besonders unter dem Verlust von Mitgliedern in der Pandemie.
Die SG KAarst leider besonders unter dem Verlust von Mitgliedern in der Pandemie. – Foto: Theo Titz

Mitgliederschwund bei der SG Kaarst

Wäh­rend der Pan­de­mie ver­zeich­ne­te die SG Kaarst alsder grö­ß­te Kaars­ter Sport­ver­ein bis­lang rund 700 Aus­trit­te.

„Die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on für die Sport­ver­ei­ne ist al­les an­de­re als lus­tig“, er­klär­te der Vor­sit­zen­de des Stadt­s­port­ver­ban­des Axel Vol­ker in der Sit­zung des Sport­aus­schus­ses. Und er räum­te ein: „Oh­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Din­ge wie ein Fit­ness­cen­ter kom­men die Ver­ei­ne noch ganz gut klar.“ Hier sind die Mit­glie­der­zah­len fast kon­stant ge­blie­ben, aber es ge­lin­ge nicht, Zu­gän­ge zu ge­ne­rie­ren.

Was Vol­ker be­klag­te: „Vor al­lem Kin­der ha­ben sehr we­nig Mög­lich­kei­ten, sich zu be­we­gen.“ Man kön­ne nicht je­de Sport­art drau­ßen be­trei­ben. El­tern sei­en froh und dank­bar für je­de Stun­de, in der sich ih­re Kin­der sport­lich be­tä­ti­gen kön­nen. Der Vor­sit­zen­de des Stadt­s­port­ver­bands hofft im In­ter­es­se des Sports, dass die Co­ro­na-be­ding­ten Be­schrän­kun­gen in ab­seh­ba­rer Zeit auf­ge­ho­ben wer­den kön­nen. Der Grund: „Wenn es so wei­ter­geht, wird die Be­reit­schaft, sich als Übungs­lei­ter ein­zu­brin­gen, zu­rück­ge­hen.“ Au­ßer­dem sei dann mit wei­te­ren Kün­di­gun­gen zu rech­nen: „Dar­über wird in den Ver­ei­nen of­fen dis­ku­tiert.“ Axel Vol­ker setzt sei­ne Hoff­nun­gen dar­auf, dass die Men­schen zü­gig ge­impft wer­den kön­nen. Er weiß, dass vor al­lem die gro­ßen Sport­ver­ei­ne un­ter den pan­de­mie­be­ding­ten Ein­schrän­kun­gen lei­den.

Vereine mit umfangreichem Angebot leiden besonders

Dass er mit sei­nen Ein­schät­zun­gen den Na­gel auf den Kopf trifft, kann An­dre­as Warnt, Vor­sit­zen­der der SG Kaarst, nur be­stä­ti­gen: „Ich hof­fe sehr, dass ab Mit­te Mai Out­door-Sport mög­lich sein wird für Sport­ar­ten, bei de­nen der nö­ti­ge Ab­stand ge­hal­ten wer­den kann.“ Dass die La­ge bei dem grö­ß­ten Kaars­ter Sport­ver­ein ernst ist, ma­chen fol­gen­de Zah­len deut­lich: Im ver­gan­ge­nen Jahr hat der Tra­di­ti­ons­ver­ein 700 Mit­glie­der ver­lo­ren. „Wir ge­hen da­von aus, dass wir wei­te­re 400 Mit­glie­der ver­lie­ren wer­den“, sagt Warnt. Die Mit­glie­der­zah­len wä­ren dann von 5100 auf 4100 ge­sun­ken. Ein Trost­pflas­ter: Vie­le Mit­glie­der, die aus­ge­tre­ten sind, wol­len nach Co­ro­na zu­rück­keh­ren.

Mitgliederzahl bei der DJK Holzbüttgen kaum gesunken

Das Sport­zen­trum ist seit dem 1. No­vem­ber ge­schlos­sen. 38 fest an­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter hof­fen sehr, dass es bald wie­der wei­ter­geht. Die Stim­mung im Ver­ein be­schreibt Warnt so: „Wir sind nach über ei­nem Jahr Kri­sen­ma­nage­ment pan­de­mie­mü­de.“ Der Vor­sit­zen­de macht deut­lich, dass neue Ide­en um­ge­setzt wer­den sol­len: „Wir wer­den so schnell wie mög­lich auf un­se­rem Ge­län­de neue Out­door­flä­chen schaf­fen, den­ken auch über ein Out­door-Fit­ness­stu­dio nach.“ Ein Fit­ness­zen­trum gibt es bei der DJK Holz­bütt­gen nicht. Chris­ta Horn, bis vor kur­zem Vor­sit­zen­de des Ver­eins, weiß, dass die Zahl der Mit­glie­der kaum ge­sun­ken ist. Sie liegt bei rund 1100. Al­ler­dings ge­lin­ge es der­zeit nicht, Aus­trit­te aus Al­ters­grün­den durch Neu­ein­trit­te zu kom­pen­sie­ren.

Aufrufe: 029.4.2021, 12:00 Uhr
NGZ / Rudolf BarnholtAutor

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