2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

KSC siegt, Kickers Offenbach verliert Derby, 700 Zuschauer in Kassel

Was war in der Frauen-Regionalliga Süd los?

von red · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Norbert Kreienkamp

In der Frauen-Regionalliga Süd war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service.

Frauen-Regionalliga Süd

SV 67 Weinberg – SC Freiburg II 3:2

In Weinberg erlebten die Zuschauer ein echtes Fußballmärchen mit einem Ende, das dramatischer kaum hätte sein können. Die Bundesliga-Reserve aus Freiburg startete zunächst extrem abgeklärt und schien die Partie sicher im Griff zu haben. In der 33. Minute brachte Luisa Jansen den SC Freiburg II mit 0:1 in Führung. Die Gäste setzten nach und erhöhten in der 42. Minute durch Sina Heitz auf 0:2. Doch der SV 67 Weinberg bewies eine Moral aus Stahl: Praktisch mit dem Pausenpfiff in der 45. Minute erzielte Sara Hofmann den enorm wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2. Nach dem Seitenwechsel drängten die Fränkinnen unermüdlich auf den Ausgleich, der schließlich in der 79. Minute durch Mara Grimm gelang. Als sich alle bereits mit einem Unentschieden abgefunden hatten, folgte der pure Wahnsinn: In der 90. Minute war es Anna Wachal, die den Ball zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer im Netz unterbrachte.

KSV Hessen Kassel – VfL Herrenberg 1:0

Dieses Spiel stand im Zeichen einer beeindruckenden Kulisse: 700 Zuschauer pilgerten ins Auestadion, um die Löwinnen im Duell gegen Herrenberg zu unterstützen. Die Atmosphäre beflügelte die Hausherrinnen sichtlich, die von Beginn an sehr konzentriert zu Werke gingen. Den entscheidenden Moment des Tages erlebten die Fans bereits in der Anfangsphase. In der 19. Minute fasste sich Johanna Hildebrandt ein Herz und erzielte die 1:0-Führung für den KSV Hessen Kassel. In der Folgezeit entwickelte sich ein intensives Kampfspiel, in dem der VfL Herrenberg zwar immer wieder versuchte, den Ausgleich zu erzwingen, aber am stabilen Abwehrbollwerk der Kasselerinnen scheiterte. Mit viel Leidenschaft und der lautstarken Unterstützung von den Rängen verteidigte der KSV den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff und feierte einen emotionalen Heimsieg.

SC Sand II – FFC Wacker München 3:1

In Sand sahen die Fans eine Begegnung, die bewies, dass ein Spiel erst in der zweiten Halbzeit entschieden wird. Die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt erwischten einen Blitzstart und schockten die Heimelf bereits in der 5. Minute, als Francesca Wagner den FFC Wacker München mit 0:1 in Front brachte. Lange Zeit tat sich die Reserve des SC Sand schwer, Lücken im defensiven Verbund der Münchnerinnen zu finden. Doch in der letzten halben Stunde kippte die Partie komplett. In der 65. Minute markierte Antonia Vohrer den Ausgleich zum 1:1, was der Heimelf sichtlich Auftrieb gab. Sand blieb am Drücker und belohnte sich für die offensive Bemühung: Daniela Schwarz drehte das Spiel in der 79. Minute zur 2:1-Führung, bevor Angelina Klopstein nur wenig später in der 82. Minute mit dem Treffer zum 3:1-Endstand alle Zweifel am Heimsieg beseitigte.

Karlsruher SC – SpVgg Greuther Fürth 2:1

Was sich in den ersten 15 Minuten abspielte, lässt sich kaum in Worte fassen – es waren drei Minuten puren Adrenalins. Die Gäste aus Franken starteten mutig und gingen in der 12. Minute durch Josephine Hundt mit 0:1 in Führung. Doch wer dachte, der KSC müsse sich erst sammeln, sah sich getäuscht. Praktisch im direkten Gegenzug, in der 13. Minute, erzielte Mathilda Dillmann den Ausgleich zum 1:1. In der 14. Minute drehte Giulina Kimmig die Partie mit dem 2:1 komplett zugunsten des Karlsruher SC. Nach diesem rasanten Auftakt stabilisierten sich beide Abwehrreihen merklich. Obwohl die SpVgg Greuther Fürth im weiteren Verlauf alles versuchte, um noch einen Punkt aus Baden zu entführen.

Kickers Offenbach – Eintracht Frankfurt III 0:2

Im hessischen Derby vor 130 Zuschauern bewies die dritte Mannschaft der Eintracht die größere Abgeklärtheit vor dem Tor. Die Kickers aus Offenbach hielten im ersten Durchgang noch leidenschaftlich dagegen und neutralisierten das Spiel weitestgehend im Mittelfeld. Doch kurz nach dem Seitenwechsel gelang den Frankfurterinnen der Durchbruch. In der 50. Minute war es Anna Gliszczynska, die zur Stelle war und das 0:1 erzielte. Offenbach bemühte sich in der Folge um eine Antwort, fand aber kaum spielerische Mittel gegen die gut organisierte Defensive der Eintracht. Kurz vor Ende der Partie sorgte Tuana Ecevitci in der 85. Minute mit dem Treffer zum 0:2-Endstand für die endgültige Entscheidung und sicherte den Gästen den Auswärtssieg im Prestigeduell.

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