
Am Sonntag empfängt der Krusenbuscher SV den Osnabrücker SC. Für Co-Trainer Robert Gertzen ist es ein besonderes Spiel gegen seinen früheren Verein, während Osnabrück dringend den ersten Saisonsieg braucht.
Der Krusenbuscher SV will am siebten Spieltag der Landesliga Weser-Ems vor heimischem Publikum wichtige Punkte einfahren. Am Sonntag (28. September) gastiert der Tabellenletzte Osnabrücker SC in Krusenbusch. Für KSV-Co-Trainer Robert Gertzen ist es eine Begegnung mit besonderer Note: „Das ist für mich das Match gegen meinen Ex-Verein. Ich habe tatsächlich selber von 2017 bis 2020 beim Osnabrücker SC arbeiten dürfen. Ich habe dort die erste Damenmannschaft in der Oberliga, die U17 in der Bundesliga und die U16 betreut – sowohl als Physio als auch als Torwarttrainer.“
Gertzen freut sich auf bekannte Gesichter: „Ich kenne einige Spielerinnen noch aus der damaligen gemeinsamen Zeit. Ich freue mich auf das Wiedersehen.“ Trotz der schwachen Bilanz des Gegners warnt er jedoch: „Ich weiß aber auch, dass die Osnabrückerinnen spielerisch besser sind, als der Tabellenstand aussagt. Deswegen denke ich, dass wir da wach sein müssen und uns von dem Tabellenstand nicht blenden lassen sollten.“ Besonders hebt er zwei Spielerinnen hervor: „Eine Cagla Atasoy und eine Vanessa Beste spielen da unter anderem. Die beiden konnten sich schon in der U17-Bundesliga zeigen und haben dort auch schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt.“
Die Gäste aus Osnabrück stehen nach vier Niederlagen zum Saisonstart mit dem Rücken zur Wand. Trainer Philipp Mennemann betont die Bedeutung der Partie: „Für uns hat es schon eine Art Endspielcharakter. Wir müssen zwingend drei Punkte holen, und ich glaube nicht, dass uns da irgendetwas geschenkt wird. Die werden uns das Leben sehr, sehr schwer machen.“ Angesichts der Tabellensituation drängt die Zeit: „Wenn wir jetzt nicht am Wochenende anfangen, die Punkte zu sammeln, dann laufen die anderen irgendwann weg. Irgendwann läuft einem dann die Zeit weg und dann steht man am Ende mit leeren Händen da. Deswegen: Wir müssen fighten, 90 Minuten, und alles andere zählt dann nicht.“
Auch Gertzen erwartet einen hartnäckigen Gegner: „Wir rechnen mit einem Spiel auf Augenhöhe. Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen, das ist klar. Wir erwarten aber ein schweres Spiel mit einem Gegner, der sich komplett reinwerfen wird und alles dafür tun wird, die ersten Punkte zu holen.“ Gleichzeitig ist er zuversichtlich: „Ich denke, dass wir gut vorbereitet sind, dass wir uns auf einen spannenden Verein freuen und hoffen einfach, dass wir die Punkte bei uns lassen.“
Mit einem Sieg könnte Krusenbusch sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen und den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößern. Für Osnabrück dagegen ist es eine Chance, den ersten Schritt aus der Krise zu machen – die Partie verspricht Kampf, Emotionen und eine Prise Wiedersehensfreude.