Beim letzten Aufeinandertreffen in Frechen gewann der FC Hennef mit 4:2.
Beim letzten Aufeinandertreffen in Frechen gewann der FC Hennef mit 4:2. – Foto: Christiane Döge

Krise gegen Topform - Frechen empfängt Hennef

Mittelrheinliga: Die SpVg Frechen 20 steckt mit nur zwei Punkten zum Auftakt in der Krise. Jetzt kommt mit dem FC Hennef eines der bisherigen Topteams nach Frechen.

In der vergangenen Saison wäre das Aufeinandertreffen dieser beiden Teams eines der Spitzenspiele der Mittelrheinliga gewesen. In der Abschlusstabelle landete die Spielvereinigung Frechen auf dem vierten Platz, der FC Hennef wurde sogar Vizemeister. Hennef befindet sich in dieser Saison auf einem ähnlichen Kurs. Das Team von Trainer Sascha Glatzel ist punktgleich mit Tabellenführer FC Wegberg-Beeck auf dem zweiten Platz. Bei Frechen sieht die Situation ganz anders aus.

Missglückter Start

Punkten konnte das Team von Coach Okan-Tamer Özbay nämlich nur gegen den TuS Königsdorf (1:1) und den FC Hürth (1:1). Alle anderen Spiele verloren die Frechener. Zugegeben: Das Startprogramm mit Tabellenführer Wegberg-Beeck (0:2), dem ambitionierten Aufsteiger Eintracht Hohkeppel (3:4) und Regionalliga-Absteiger Bonner SC (0:2) war ohne Frage hochkarätig. Unter dem Strich stehen trotzdem nur zwei Punkte nach fünf Spielen und der vorletzte Tabellenplatz. Vor allem defensiv zeigte sich der Rhein-Erft-Vertreter in der Frühphase dieser Saison zu löchrig, kein Mal konnte die Null gehalten werden. Die Offensive, die auf dem Papier durchaus vielversprechend aussieht, zeigte im Duell gegen Hohkeppel, dass sie funktionieren kann. Zu häufig kam die Tormaschine aber nicht ans Laufen.

Mit dem FC Hennef kommt jetzt ausgerechnet ein Team der Stunde in den Kurt Bornhoff Sportpark. Hennef gewann vier seiner fünf Spiele, einzig beim Bonner SC gab es eine krachende 1:5-Niederlage. Die Niederlage hat den FC keineswegs aus der Bahn geworfen - trotzdem zeigt sie, dass auch Hennef zurzeit schlagbar ist.

Favoritenrolle nicht so klar, wie es scheint

Klar ist: Die Tabelle spiegelt zu diesem frühen Zeitpunkt die Kräfteverhältnisse noch nicht zuverlässig wieder, zumal die Spielvereinigung das letzte Aufeinandertreffen im Mai mit 2:1 gewann. Indes der Spieltag an dem sich Hennef endgültig aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedete und der 1. FC Düren den Gang in die Regionalliga klar machte. Das Spiel am Sonntag verspricht also spannender zu werden, als der Blick auf die Tabelle es vermuten lässt.

Aufrufe: 023.9.2022, 08:00 Uhr
Niklas BienAutor