2026-03-25T14:09:28.761Z

Spielbericht

Krieschow im Finale – 2:1-Sieg, Kritik am Umfeld

von Fabian Schüler · Heute, 11:42 Uhr · 0 Leser
– Foto: Alexander Grimm

Der VfB 1921 Krieschow hat mit einem 2:1-Auswärtssieg bei Eintracht Stahnsdorf das Finale des Landespokals Brandenburg erreicht. Für die Mannschaft von Trainer Robert Koch ist es der zweite Finaleinzug in Folge und bereits der dritte innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Im Endspiel wartet nun der FC Energie Cottbus.

Vor rund 200 mitgereisten Krieschower Anhängern entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams aus einer stabilen Defensive agierten. Stahnsdorf setzte vor allem auf lange Bälle, Standards und weite Einwürfe, während Krieschow im Zweikampfverhalten präsenter wirkte und insgesamt etwas griffiger auftrat.

Klare Torchancen blieben in der ersten Halbzeit selten. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte Leo Felgenträger nach Flanke von Jannis Fuchs, setzte den Kopfball jedoch zu harmlos an. Auf der Gegenseite sorgte ein abgefälschter Distanzschuss von Ekallé für die gefährlichste Szene, der knapp über das Tor ging.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Krieschow deutlich und ging folgerichtig in Führung. Eine sauber ausgespielte Kombination vollendete Andy Hebler aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. In der Folge blieb der VfB tonangebend, zeigte sich zweikampfstark und wurde auch von den mitgereisten Fans lautstark unterstützt.

Ein Rückschlag folgte in der 57. Minute, als Torhüter Fritz Pflug verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Sebastian Mellack ins Spiel, der sich ohne größere Probleme in die Partie einfügte.

In der 77. Minute erhöhte Krieschow auf 2:0. Nach einer weiteren gelungenen Offensivaktion traf Miguel Rodrigues. Die Vorentscheidung lag wenig später auf dem Fuß von Andy Hebler, der nach einem Foul im Strafraum zum Elfmeter antrat, diesen jedoch nicht nutzen konnte.

So blieb die Partie bis in die Nachspielzeit offen. Nach einer Standardsituation verkürzte Alexander Bilbija in der 93. Minute auf 1:2. Am Ende brachte Krieschow den Vorsprung jedoch über die Zeit und machte den Finaleinzug perfekt.

Beide Trainer bewerteten den Spielausgang übereinstimmend. Stahnsdorfs Trainer Patrick Hinze sprach von einem verdienten Sieg für Krieschow. VfB-Coach Robert Koch hob die Geschlossenheit, Zweikampfstärke und den Willen seiner Mannschaft hervor.

Neben dem sportlichen Geschehen rückten jedoch auch die Rahmenbedingungen in den Fokus. Der Gästebereich präsentierte sich in einem Zustand, der einem Pokal-Halbfinale kaum gerecht wurde. Unebene Wege, mangelnde Pflege und eingeschränkte Sicht sorgten für Unmut unter den mitgereisten Anhängern.

Auch organisatorisch hinterließ die Veranstaltung Fragen. Eine große Polizeipräsenz traf auf vergleichsweise unauffällige Zuschauer, gleichzeitig wirkten Teile des eingesetzten Ordnungspersonals überfordert. Einzelne Maßnahmen gegenüber Fans standen dabei in keinem erkennbaren Verhältnis zur Situation vor Ort.

Für zusätzliche Irritation sorgte die mediale Nachbereitung: Teilweise wurden falsche Spielstände veröffentlicht, während sich die Berichterstattung stellenweise stärker auf Nebenschauplätze als auf das sportliche Geschehen konzentrierte. Auch die geringe Präsenz offizieller Vertreter des Verbandes wurde von Beobachtern kritisch wahrgenommen.

Unterm Strich bleibt dennoch ein sportlich verdienter Erfolg für den VfB 1921 Krieschow, der sich trotz aller Begleitumstände durchsetzte und nun im Finale steht.