2026-05-06T12:44:31.715Z

Spielbericht

Kreuznacher 3:6-Pleite "einfach unterirdisch"

Schwache Leistung der SG Eintracht beim wohl bereits abgestiegenen TuS Steinbach

von Jochen Werner · Heute, 20:10 Uhr · 0 Leser
Ratlos: Der zweifache Torschütze Malik Schäfer und Eintracht-Keeper Felix Basting, der leicht verletzt raus musste.	Foto: Mario Luge
Ratlos: Der zweifache Torschütze Malik Schäfer und Eintracht-Keeper Felix Basting, der leicht verletzt raus musste. Foto: Mario Luge

Steinbach/Bad Kreuznach. Vier Siege, vier Offensivfeuerwerke mit 19:5 Toren waren es zuletzt in Folge. Am Sonntag konnte die SG Eintracht Bad Kreuznach allerdings nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Im Duell beim aller Wahrscheinlichkeit nach bereits abgestiegenen TuS Steinbach am Donnersberg setzte es in Abwesenheit von Sportchef und Interimstrainer Mario Spreitzer eine 3:6-Niederlage. „Es war unterirdisch“, fasste sein Vertreter Savas Kaya das Geschehen in drei Worten zusammen.

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Erschwerend kam für die Kurstädter hinzu, dass die Gegentore fast alle in den ungünstigsten Momenten fielen. Beim frühen 0:1 durch Lukas-Franz Krautschneider (4.) war die komplette Mannschaft noch nicht richtig auf dem Platz. Als der Hallo-Wach-Effekt dann eingetreten war, schaffte Malik Schäfer aus dem Gewühl heraus aus kurzer Distanz den Ausgleich (20.), dann fälschte Krautschneider eine Ecke unhaltbar für den eigenen Keeper zur Gästeführung ins eigene Tor ab (25.). Allein: Sicherheit gab das der Eintracht nicht. „Von uns hat heute keiner sein Leistungsoptimum abrufen können“, versuchte sich Kaya in einer Erklärung.

Was folgte, war ein Doppelschlag. Lorenzo Arturo Hernandez II traf per Sonntagsschuss in den Winkel (34.), und Marc Knapp drehte die Begegnung nach einem Standard erneut (36.). Hernandez war es keine zehn Minuten nach dem Wechsel, der auf 4:2 stellten konnte, weil die Abwehr insgesamt zu passiv war, zu zögerlich agierte. „Meine Spieler haben gesagt, dass es klares Abseits gewesen sei“, so Kaya, der dies aber nicht als Entschuldigung verstanden wissen wollte. Danach wechselte er insgesamt viermal, musste auch Torhüter Felix Basting aus der Partie nehmen, weil der sich eine Blase am Fuß wundgelaufen hatte und dadurch nicht mehr richtig fit wirkte.

„Der letzter Pass kam teitweise überhaupt nicht“

Mit neuen Kräften drängte die Eintracht, die Begegnung ein weiteres Mal umzubiegen. Das wäre beinahe auch gelungen. Malik Schäfer verwertete seine zweite Chance an diesem Tag eiskalt und erzielte aus dem 16er heraus den Anschluss (78.). Mehr war dann aber auch trotz aller Feldüberlegenheit nicht. „Der letzte Pass kam viel zu ungenau und in den entscheidenden Situationen überhaupt nicht“, bemängelte Kaya. Weil so mancher Akteur zu eigensinnig agierte, es kaum zu einem richtigen Spielrhythmus kam und Deniz Darcan im Sturmzentrum komplett in der Luft hing, konnte der TuS die Begegnung über die Zeit bringen. Auch wenn die Mannschaft sich mühte und alles nach vorne warf, wollte der eine besondere Moment, der Lucky Punch in Form des Ausgleichs, nicht mehr gelingen. Stattdessen wurde gegen tief stehende und ausschließlich auf Konter lauernde Hausherren zu umständlich agiert.

Gegen Mechtersheim muss Leistungssteigerung her

Schlimmer noch: In der Nachspielzeit versetzten die Steinbacher der Eintracht den endgültigen K.O. Maximilian Selz (90.+1) und Jonas Horst per Elfmeter (90.+3) ließen die Hausherren vor gut 100 Zuschauern zum ersten Mal nach sechs Pleiten wieder jubeln. Den letzten Dreier hatte es im März gegen Alemannia Waldalgesheim gegeben. Die Eintracht erwartet am kommenden Sonntag (15 Uhr) Meister TuS Mechtersheim im Nahestadion. Für Kaya steht fest: „Dann muss eine klare Leistungssteigerung her!“

Eintracht: Basting (71. Marschall) – Brunswig, Blenske, Heinrich (63. Kreuznacht), Cinar (58. Kurpejovic) – Molnar, Baumann – Rieß (71. Kaan), Schäfer, Willrich – Darcan